[DE] Social Media ist JEDER im Unternehmen – Und Controlettis: Ihr habt schon längst verloren – Guidelines sind gefragt #LJC #nextcc


Gerade bin ich von der Next Corporate Communications-Konferenz (#nextcc) von der Hochschule St. Gallen zurückgekommen. Dort haben Alexander Grossmann und sein Team eine Studie zu Social Media erstellt und dafür viele Unternehmen, Wissenschaftler und auch Agenturen interviewt. Erste Ergebnisse wurden auf der Konferenz, wo ich die Social Media-Aktivitäten von IBM Lotus Deutschland vorgestellt habe, veröffentlicht. Natürlich ging es auch darum, wer Social Media denn nun treibt. Ist es die Marketing-Abteilung? Ist es Corporate Communications? Ist es das Web-Team? Sind es die Personaler?

Ich habe dazu eine etwas andere Meinung: All diese Abteilungen sollten involviert sein, aber Social Media im und für das Unternehmen ist im Grunde jeder Mitarbeiter. Natürlich wird es Abteilungen und Leuchttürme geben, die besonders aktiv in Social Media sind. Natürlich kann und soll es durchaus den offiziellen Twitterkanal des Unternehmens geben. Die wahre Macht von Social Media entfaltet sich aber dann, wenn sich alle Mitarbeiter als Social Media-Botschafter fühlen und entsprechen auf den unterschiedlichen Plattformen agieren. Nehmen wir ruhig unser eigenes Beispiel bei IBM Lotus: Unsere Kanäle – die EULUC-Plattform, der Twitter-Kanal, die Facebook Fan-Page, YouTube und so weiter – werden im Moment von einer Handvoll Personen als Teil des Jobs “bespielt”. Damit erreichen wir schon eine Menge. Was aber, wenn jeder Lotus-Mitarbeiter aktiv wäre? Der Experte für die Integration unserer Collaboration- und Social Software-Tools engagiert sich in der Mobility-Community auf XING. Der Lotus Notes-Experte diskutiert und hilft aktiv in Notes Anwenderforen. Der Enterprise 2.0-Experte ist auf entsprechenden Plattformen aktiv. Und für alle ist es ganz natürlicher Teil des Jobs – und der persönlichen, vielleicht auch monetären Zielvereinbarungen.
Ein Traum? Zukunftsvision? Ich denke eher Zukunftsvision und Notwendigkeit. Natürlich ist nicht jeder von seinen Kommunikationsfähigkeiten und seiner Expertise prädestiniert dazu, in Social Media Fachgespräch zu führen, Artikel zu schreiben, Diskussionen zu moderieren. Aber es gibt durchaus genug Kollegen, die das können und denen es Spaß macht. Und ich bin fair: Einige Lotus-Kollegen wie Arnd Layer, Stefan Krueger, Peter Schuett, Mobile Mike Hoffmann und andere tun es ja auch schon. Worauf ich hinaus will ist, daß Engagement in Social Media bewußt als Teil des Jobs, der Job Description und als natürlicher Bestandteil der Unternehmenskultur und Unternehmenskommunikation angesehen wird.
Ja, es gibt die Ängste vor dem Kontrollverlust. Das haben ja auch die Befragungen im Rahmen der Studie ergeben. Doch, liebe Skeptiker, Ihr habt die Kontrolle doch schon längst verloren. Eure Mitarbeiter sind schon längst in sozialen Netzen unterwegs und sie lassen vielleicht auch hier und da Bemerkungen fallen, die etwas mit ihrem Unternehmen und ihrer Tätigkeit zu tun haben. Social Media long-term ist eine Transparenzmaschine (zitiere damit eine Arbeitsgruppe von der #nextcc). Liebe Controlettis, Ihr könnt jetzt nur den dicken Knüppel rausholen und rigoros per E-Mail verbieten. Oder aber Ihr könnt die Aktivitäten fördern und den Mitarbeitern Hilfestellungen geben, wie sie sich im Netz bewegen und auf was sie Rücksicht nehmen sollten. Diese Hilfestellungen nennt man neudeutsch Social Media Guidelines. Und ich ich übersetze es für mich nicht als Vorschriften, sondern als Richtschnur, Richtlinien, die helfen und coachen.
Ich bin nun vor ca. 3 Jahren in die IBM gekommen und war damals sehr positiv überrascht, wie IBM mit dem Social Web und den Social Media umgeht. Aktivitäten werden bewußt gefördert und unterstützt.  Bereits im Jahr 2005 hat IBM die Social Media Guidelines veröffentlicht, die den Umgang der IBM Mitarbeiter mit und in Social Media regeln. Diese werden auch heute noch oft als Vorbild zitiert. Wer mehr zu unseren Guidelines erfahren will, sollte zum Lotus JamCamp (#LJC) am 23. und 24. April nach Ehningen kommen 8und online mitjammen). In Ehningen wird Petra Bäuerle, die mit ihrem Team für die deutsche Webseite zuständig ist, die Guidelines der IBM vorstellen und mit Ihnen das Thema diskutieren.


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  1. [DE] Transparenz – Realistisches Versprechen oder Illusion des Social Business? | Digital Naiv
  2. [EN] Transparency – Realistic Promise or Social Business Illusion? | Digital Naiv

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