[DE] re:publica-Eindrücke 2013 – Besonderes Event auch für Schlipsträger


Am Montag war ich leider nur einen Tag auf der re:publica. Ich hatte zwei meiner Chefs überredet, sich das einfach mal anzuschauen. “Mein” Bereich in der IBM hat ja vor Jahren schon die re:publica unterstützt – danke an Peter Schütt, der damit begonnen hat. Ich habe das dann in meiner Zeit als deutscher Marketingverantwortlicher für Lotus – Social Business fortgeführt und wir haben diverse Dinge gemeinsam verbrochen, von einem IBM Enterprise 2.0 Workshop-Tag bis zu den beiden JamCamp-Bustouren. Daraus ist eine persönliche, freundschaftliche Beziehung zu den Müttern und Vätern der re:publica entstanden, zu Andreas, Clemens, Elisa und vielen anderen aus dem Team.

Warum war ich da? Vor allem, um wieder viele liebe Bekannte zu treffen (Richard, Frank, Annika, Gunnar, Pia, Andreas, Clemens, Falk, Agnieszka, Gunther, Uwe K., Manu und ich habe noch viele vergessen, sorry) – und ebenso viele zu verpassen, da ich nur einen Tag anwesend sein konnte. Es ist ein Klassentreffen und ich brauche überhaupt kein Programm. Die beiden vergangenen Jahre habe ich “meinen” Tag – mehr konnte ich nicht frei schaufeln – einfach damit verbracht, im Eingangsbereich der Station Leute zu treffen und zu quatschen. Ich weiss, eine Schande. Man müsste sich auch das Programm antun, aber …

Und der zweite Grund war, meinen beiden Kollegen das besondere Flair der re:publica zu vermitteln. Willms Buhse hat das Buch Anzugsträger trifft Kapuzenpulli (oder so) geschrieben. Das trifft eigentlich ganz gut die Erfahrung der Kollegen. Die re:publica ist anders. Zitat: “Hier sind die Leute auf jeden Fall gerne da” – was man bestimmt nicht von jeder Konferenz sagen kann. Kirchentag – das optische Setup hat wirklich was davon – oder Hambacher Fest (Dazu fehlt noch a bisserl der Einfluss.)? Es ist nicht das gewohnte Event, wie man es aus dem Business-Umfeld kennt. Es ist auch unterdessen mehr als nur noch ein Treffen der deutschen Blogosphäre. Es ist kein Event, wo man Top-Entscheidungsträger trifft. Es ist aber ein Event, wo man viele trifft, die auch in Unternehmen Social Media- und Social Business-Entscheidungen mit beeinflussen. Es ist keine Veranstaltung, wo man klassisch Werbe- und Produktvorträge halten kann. Dafür ist die Szene viel zu sensibel gegenüber Berieselung. Demzufolge: Es ist kein Event, wo man klassisch als Unternehmen Leads schreibt. Es ist aber ein Event, wo man auch als Unternehmen im B2B-Bereich Interesse wecken kann, Meinung bilden kann, wenn man authentisch und ehrlich ist, interessante Themen hat und Diskussion will – auch durchaus mal kontrovers.

Und ich glaube, es ist das Event, wo man die deutsche digitale Avantgarde (blödes Wort) trifft. Wieviel Einfluss hat diese Avantgarde? Ich weiss es nicht. Ich höre Sascha Lobo, der postuliert, dass sie zu wenig Einfluss hat und in ihrem Saft schmort. Trotzdem glaube ich, dass diese Avantgarde Meinung mit bestimmt und dass sie immer mehr Meinung mit bestimmen wird. Wenn man als Unternehmen etwas Relevantes für dieses Publikum zu sagen hat, sollte man überlegen auf der re:publica zu sein. Nicht, um zu verkaufen und manipulieren, aber um aufmerksam zu machen, zu diskutieren, zu überzeugen zu versuchen, zu netzwerken, in den Hirnen der Avantgarde präsent zu sein.

Schaun wir mal …

Hier einige Fotos, die ich während der Zeit geschossen habe. Da Pia ja gesagt hat, man müsse das machen und ich in meiner gewohnt devoten Grundhaltung  brav gehorche …



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