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Harold Jarche » Conversations and collaboration

With up to 90% of our work requiring tacit knowledge, the role of enterprise content management is just a minor contribution in how we get work done. Investment needs to done in processes that support conversations and collaborative work as well as tools that support them. ...

If 90% of the knowledge needed to get work done is not supported by enterprise software or organizational learning departments, then there is a significant imbalance in most organizations today. Any time you wonder why things aren’t working in your organization, it’s because you’re in a system optimized for only one tenth of what you need to get done.

Great statement on the value of social software and collaboration tools. ECM (Enterprise Content Management) is - like the name says - a management tool for content, needed to manage the rising amount of content and secure it for compliance reasons. It needs to be supplemented by tools supporting networking, collaboration and (real-time) communication.

Thank you, Joachim Niemeyer, for twittering this valuable link.

DMS Expo und IT & Business werden zusammengelegt - Und wieder fragen wir uns: Quo vadis DMS Expo?

Ich habe sie viele lange Jahre begleitet, die Fachmesse DMS, die Messe rund um Dokumenten Management im weitesten Sinne, Ich habe die im wahrsten Sinne des Wortes goldenen Zeiten erlebt, als Neue Markt-Gänger protzige Riesenstände gebaut und Goldbarren verlost haben. Und ich habe auch die nicht so goldenen vergangenen Jahre erlebt, als weniger Aussteller kamen. Nun wird sie also mit der neuen Stuttgarte IT-Messe IT & Business zusammengelegt, die DMS Expo, und wandert in diesem Zuge auch von Köln nach Stuttgart, erstmal zwischen dem 26. und 28. Oktober 2010. Im Grunde ist es eine Rückkehr nach Stuttgart, denn dort hat die Geschichte einmal angefangen als Gerhard Klaes damals die DMS "erfand". Nun will man im Herbst eine neue zentrale Plattform für IT Entscheider schaffen, in dem man IT & Business (eine "Reaktion" auf das Verschwinden der Systems in München) und eben DMS kombiniert.

Die Ankündigung kam für mich unerwartet, aber ist eine logische Konsequenz der Entwicklung der letzten Jahre. Fast in jedem der vergangenen 4-5 Jahre habe ich mit in Köln gesessen, um über eine Umorientierung und Erweiterung der DMS mit betroffenen Ausstellern, Verbänden und der Messe zu sprechen. Nicht umsonst habe ich im vergangenen Jahr vor der Messe einmal wieder meine Meinung in Quo Vadis DMS Expo geäußert, Viel passiert ist nicht. Im vergangenen Jahr haben wir versucht, die Web 2.0- und Enterprise 2.0-Szene zu integrieren, mit überschaubarem Erfolg (wie ich ja auch kommentiert habe). In diesem Jahr habe ich mit den Verantwortlichen das Thema Subkonferenz zu Cloud Computing diskutiert. Mal schauen, was jetzt aus diesem Thema wird. 

Eins sollte auch klar sein: Die KoelnMesse (offiziell noch Mitveranstalter) hat die DMS nicht abgegeben, weil sie in Köln ein riesiger wirtschaftlicher Erfolg war.  Und durch die Zusammenlegung der beiden Messen wird es nicht zwingenderweise zu einer stärkeren Bewerbung der DMS kommen. Da waren über Jahre hinweg die Vorstellungen einiger Verbände und Aussteller illusorisch. Messeveranstalter - ob sie nun KoelnMesse, Deutsche Messe oder wie immer heißen - sind Wirtschaftsunternehmen, die Profit machen wollen. Und Investitionen mit zu unsicherem Ausgang - und dazu wurde offensichtlich Werbung für die DMS gezählt - werden nicht getätigt, denn die Gewinne sollen maximiert werden. Auch wird sich zeigen müssen, ob in Stuttgart weiterhin ein Fokus auf dem Thema bleibt, denn:

Ich persönlich glaube, dass die DMS Expo vor allem eine Mission erfüllt: Einmal im Jahr wird das Thema Enterprise Content Management und Dokumentenmanagement exklusiv und prominent dargestellt und auch in der Presse und IT-Öffentlichkeit behandelt. Vor allem darin liegt der Wert der Leitmesse DMS Expo. Dies kann keine CeBIT oder andere "Generalmesse" leisten, da dort ECM als eine nebensächliche Facette im Getöse der aktuellen Hypethemen untergeht. Die Fachmesse DMS Expo konstituiert und lenkt den Fokus auf ein Thema, etwas, was kein Hersteller und auch kein Verband in dieser Weise leistet oder auch leisten kann.

Die Leuchhturm-Veranstaltung ist nun weg. Die IT & Business ist eine Generalmesse für IT (wie ja auf der Webseite beschrieben). Sie adressiert auch andere Software- und IT-Themen, die teilweise in der Bedeutung ebenso groß sind wie das Thema DMS und ECM. Es wird also spannend zu beobachten sein, wie prominent diese Themen nun weiter auftauchen. Die Meldung des Branchenverbandes VOI und die Kommentare auf XING sind eher positiv. Man hofft auf Impulse durch den neuen Veranstalter und ein Messekonzept des VOI. Ich bin gespannt, ob es wirklich der deutschen Dokumenten Management-Szene gelingt die persönlichen Eitelkeiten und Befindlichkeiten zu überwinden und einen konstruktiven Neuanfang hinzulegen. Eine gewisse Skepsis schwingt in meiner Erwartungshaltung mit. Eine erste Nagelprobe für den neuen Veranstalter Messe Stuttgart wird es auf jeden Fall sein, ob es gelingt, die deutschen DMS Anbieter, die in den vergangenen Jahren bei der DMS Expo abgesprungen sind, wieder an Bord zu holen. Viel Zeit ist bis Oktober nicht mehr.

Persönlich hoffe ich auch, daß mir einige lieb gewonnen Bekannte und Ansprechpartner erhalten bleiben, die unter Gerhard Klaes, Reed Exhibitions und eben KoelnMesse die DMS organisiert haben,

Dieser Blogbeitrag spiegelt meine persönliche Meinung wieder und nicht die meines Arbeitsgebers IBM.

[DE] Wir Kinder der Generation Windows – Mein persönliche Beziehung zu Microsoft - Rück- und Ausblick

Es gibt die Generation X, es gibt die Generation Y, die Digital Immigrants und Digital Natives – und es gibt die Generation Windows. Zu letzterer könnte ich mich zählen. Ich erinnere mich an Windows 2.1. Ich erinnere mich, wie ich Windows 2.1 installiert und mit GEM von Digital Research (wer kennt das noch) verglichen habe. Damals habe ich glaube ich für ein Computer Magazin einen Vergleich geschrieben. Und ratet einmal, was damals leistungsfähiger war.

Ok, nun ist mein Alter fast raus und ich kann mich noch weiter outen. Ich war als Business Partner beim Launch von Windows 3.0 in München dabei und habe damals ein CAD Programm auf Basis Windows vorgestellt. Das muss Mitte 1991 gewesen sein. Die Kartons wurden im offenen BMW in den Veranstaltungssaal gefahren. Es herrschte Begeisterung und Aufbruchstimmung, die auch damals typich war für den Partnerstand von Microsoft auf den CeBITs.

Und da sind wir auch beim entscheidenden Grund, warum sich Windows durchgesetzt hat. Microsoft hat es im Gegensatz zum Wettbewerb verstanden, eine Vielzahl von Partner zu gewinnen, die Anwendungen auf Basis Windows gebaut haben. Ich war damals bei einem Windows-Distributor und erinnere mich noch an einige der Programme, deren Vertretung wir in Deutschland hatten: ADS Windows Workstation, ein Netzwerk-Tool, mit dem man die Menüführung aller Workstations steuern konnte, damals meistens in Novell-Netzen. An NetMagic, eine grafische Oberfläche zur Administration von Netware. An Roykore ABC Flowcharter. An Packrat, einen Personal Information Manager, der auch schon netzwerkfähig war. Und so weiter und so fort.

Diese Programmvielfalt war der Grund, warum Windows sich durchsetzte. Der Windows-Anwendungskatalog wuchs von Jahr zu Jahr. ISV's war für Microsoft ein wichtiges Wort: Independant Software Vendors. Unabhängige Partner, die Lösungen bauten, und die von Microsoft durch aus gepampert wurden. So entstanden Killeranwendungen wie Lotus Notes, das als eines der ersten Windows-Programme auf den Markt kam.

IBM schaffte es mit OS/2 nicht, eine vergleichbare Auswahl an Programmen zu bieten. Ich erinnere mich, als Journalist zur Präsentation von Office Vision unter OS/2 auf das Dachgeschoss in Halle 1 eingeladen worden zu sein. Wir waren begeistert: Drag and drop und vieles mehr. Aber für OS/2 wurden bei weitem nicht so viele Anwendungen von Partnern entwickelt. Und ich glaube auch, daß die Hardware-Anforderungen im Vergleich zu Windows damals höher waren.

Der Markt für Windows-Anwendungen war duch Wettbewerb und Auswahl gekennzeichnet. Microsoft hatte bei weitem noch nicht alle Anwendungsfelder abgedeckt. Es gab cc:mail, MS-Mail und WordPerfect Office. Es gab – ich glaube als erste - Windows-Textverarbeitung Amí (damals noch nicht bei Lotus), WordPerfect und dann irgendwann MS-Word. Lotus 1-2-3 dominierte den Markt für Tabellenkalkulationen und wurde dann unaufhaltsam durch Microsoft Excel „besiegt“ und abgelöst.

Microsoft deckte nach und nach mehr Anwendungsgebiete selbst ab. Das beste Beispiel ist Microsoft Office. Doch noch hatten die Partner genug Spielraum. 1996 kam dann wohl Microsoft Exchange als Nachfolger von MS-Mail auf den Markt. Und damals bin ich dann erstmals richtig in Wettbewerb mit Microsoft geraten. Unterdessen war ich bei einem Darmstädter Unternehmen für den Bereich Knowledge Management tätig und wir hatten für Deutchland die Vertriebsrechte für ein Dokumentenverwaltung namens PC DOCS.

PC DOCS war eng mit Microsoft Office integriert und man konnte direkt aus der Menüführung der MS-Produkte Dateien in PC DOCS ablegen und verschlagworten. Das war extrem cool, da die meisten deutschen Hersteller „nur“ Archivierungsprogramme anboten, sich also auf die Verwaltung gescannter Belege konzentrierten. Wir gewannen durchaus namhafte Kunden und wurden zu vielen großen Unternehmen zur Präsentation eingeladen, so auch zu einer namhaften Versicherung mit Sitz in München. Und dort kam es dann zum Wettbewerb mit Microsoft, denn Microsoft sagte der Versicherung, auch mit Exchange könne man Dokumentenverwaltung machen. Man setzte einen Business Partner daran, der Leistungstag auf Leistunsgtag versuchte, Exchange entsprechend umzubiegen. Das gelang dann doch nicht und die Versicherung kaufte dann irgendwann doch eine Dokumentenverwaltung. Leider nicht von mir.

Dies war mein persönliches Schlüsselerlebnis und meine Einstellung zu Microsoft änderte sich. Vorher noch überzeugter Partner von Microsoft, der das Gefühl hatte, auch als solcher behandelt zu werden, sah ich nun Unterschleissheim immer kritischer. Und es kam auch zu immer mehr Wettbewerbssituationen. Ich blieb in der Branche für Dokumentenmanagement und wurde Marketingleiter für FileNet in Zentral- und Osteuropa. FileNet war im HighEnd, doch auch hier postulierte Microsoft plötzlich, mit Sharepoint dies bieten zu können. Und nun bin ich durch die FileNet-Übernahme bei der IBM gelandet und unterdessen für das Marketing der Lotus-Produkte in Deutschland zuständig.

Microsoft hat sich seit dem Windows 3.0-Launch 1991 – was nun fast 20 Jahre her ist – extrem stark im Markt positioniert. Windows dominiert den Markt für Betriebssysteme und im Office-Bereich gibt es Microsoft Office. Doch mir scheint, daß wir nun an einer Zeitenwende angekommen sind. Nein, ich glaube nicht, daß Windows als Betriebssystem von heute auf morgen verschwinden wird. Ich sehe das in meiner Familie. Man kennt es und benutzt es und hat eher Angst davor, ein anderes Betriebssystem zu versuchen. Der gemeine Anwender ist träge und benutzt erst einmal das, was sie kennen. Doch ich sehe auch immer mehr gerade aus der jungen Generation, die sich an Linux und den Mac herantrauen. Und wenn ich mir heute Linux-Oberflächen anschaue, so sind diese mindestens genauso komfortabel wie Windows. Mac OS ist aus meiner Sicht eh noch immer ungeschlagen in der Bedienung. Nun kommt Google mit einem eigenen Betriebssystem.

Times are a-changin', wie man im Browser-Markt sieht. Insbesondere Firefox hat dem Internet Explorer massiv Marktanteile abgenommen. Es geht also doch. Und nun gibt es Chrome, Safari und andere als Varianten. Das macht Mut, gerade auch für das Thema Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Es gibt auch dort Alternativen und die Chance zum Wandel. OpenOffice etabliert sich immer dazu und auch hier nutzen viele junge Leute diese Option. Oder sie gehen auf Google (obwohl ich zu dem Hersteller wegen der Datensicherheitsfragen eine ebenfalls überaus kritische Meinung habe). IBM hat Lotus Symphony herausgebracht, für das Unternehmen nichts zahlen müssen (nur Hotline wenn gewünscht), und viele schauen sich derzeit Symphony als Alternative an und warten auf die nächste Version.

Der Markt wandelt sich und es sieht derzeit so aus, als ob es wieder zu mehr Vielfalt kommt. Das gilt für das Thema Office und Betriebssystem. Das gilt aber auch für andere Bereiche, denn Software-as-a-service-Angebote in der Cloud und immer mehr leistungsfähige Anwendungen, die im Browser laufen, wirken als Katalysatoren. Zumindest einmal wird es zu wesentlich stärkerem Wettbewerb kommen. Und darauf freue ich mich, denn eine zu starke Dominanz (und vielleicht auch Arroganz) eines Herstellers ist nie gut. Ich bevorzuge es, zwischen mehreren Optionen wählen zu können.

Angeregt zu diesem Blog-Beitrag hat mich das Buch Glossen 1997 – 2008 von Jörg Allmann – dazu einmal später mehr hier – und der folgende Beitrag auf Read-Write-Web, der unter dem Titel IBM vs. Microsoft: Will the Open Web Change the Game? erschienen ist.

Wieder eine neue 3 Buchstaben-Abkürzung? Eine etwas andere Perspektive zu ECM und EIM

Ich bin Marketier. Ich muss immer wieder neuen Buzz generieren. Ich muss neue Schlagworte erfinden. Ich muss die Sau durch das Dorf treiben. Nun haben wir einige Jahre den Begriff Enterprise Content Management (ECM) verwendet. Wir, das war und ist fast die ganze Branche, die sich mit dem Software, Hardware und Beratung rund um Dokumente und "Content" beschäftigt.

Das ist einzigartig, denn noch Jahre zuvor wurde ein Begriffswirrwarr verwendet: Dokument Relaxed Technologies (DRT), Dokumenten Management Systeme (DMS) , Dokumentenverwaltung, Archivierung, Imaging und vieles andere mehr, was ich bereits verdrängt habe. So weit, so sehr gut.

Aber seien wir ehrlich: Wieviele unsere Kunden haben den Begriff Enterprise Content Management (ECM) wirklich verstanden? Sicher einige Mitarbeiter von IT Abteilungen. Aber die Geschäftsführung oder der gemeine Mitarbeiter? Sicher nicht. Da sollten wir uns nicht in die Tasche lügen.

Nun scheint der Begriff abgenutzt. Abgenutzt als Marketingbegriff. Abgenutzt vielleicht auch unter inhaltlichen Aspekten. So wird unterdessen diskutiert, ob man nicht von Enterprise Information Management (EIM) sprechen sollte. Hmm. Content war schon für Deutsche kaum verständlich. Information ist vielleicht einfacher zu verstehen.  Aber Information ist alles, zu allgemein. Und gehören Business Intelligence (BI) und Content/Dokumenten Management wirklich inhaltlich zusammen?

Manche reden ja schon davon, dass die "Welle" ECM ablöst. Ich sehe das anders. Ich glaube, wir werden es noch sehr lange Zeit mit Dokumenten zu tun haben. Mit Texten, Tabellen, Präsentationen, mit E-Mails, mit Chats, mit Wiki- und Blogeinträgen und vielem mehr. 

  • Diese Inhalte und Dokumente werden in strukturierten Geschäftsprozessen verwendet. 
  • Diese Inhalte und Dokumente werden in "unstrukturierter" Zusammenarbeit von Knowledge Workern verwendet. 
  • Diese Inhalte und Dokumente müssen oft unter regulativen, gesetzlichen Gesichtspunkten in ihrem Lebenszyklus aufbewahrt werden. Stichwort Compliance.
  • Diese Inhalte und Dokumente werden immer multimedialer (Audio,Video etc.), auf immer mehr Endgeräten verfügbar und damit mobiler (Stichwort Smart Phones, Netbooks, Nicht-Mehr-Nur-Windows-Clients) und immer mehr real-time produziert, be- und verarbeitet.
  • Diese Inhalte und Dokumente müssen einfach auffindbar und recherchierter.
  • Diese Inhalte und Dokumente werden immer "sozialer", tauchen vermehrt jenseits der Unternehmensgrenzen in sozialen Netzen und im Web 2.0 auf.

Das sind für mich die relevanten Anforderungen, die rund um Enterprise Content Management gestellt werden. Ich denke, es gibt noch immer eklatante Unterschiede in der Be- und Verarbeitung von strukturierten und unstrukturierten Informationen und Daten. Ja, die Grenzen werden fließender, aber Dokumente, Inhalte, Content haben noch immer etwas Originäres.

Da mir kein besserer Begriff einfällt, würde ich derzeit bei Enterprise Content Management bleiben. Obwohl ein treffenderer, besser verständlicherer, vielleicht gar deutscher Begriff endlich und dringend notwendig wäre, um der "Allgemeinheit" das Thema und die Herausforderungen besser nahe zu bringen. Auch finde ich, das in ECM der Aspekt Verarbeitung von Inhalten und Dokumenten, der Aspekt Zusammenarbeit, Kollaboration, Sachbearbeitung etc. bei weitem nicht nicht gut genug heraus kommt.

Das Posting repräsentiert meine persönliche Meinung und nicht die meines Arbeitgebers IBM. Es schließt an die Diskussion rund um die Begriffe ECM und EIM an, die von Ulrich Kampffmeyer u,a. Beobachtern der Szene auf Xing und anderen Plattformen geführt wird.

Lotus Knows about the Making of ... "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0"

Nachdem mich einige Bekannte gefragt haben, hier einige Anmerkungen über das Entstehen der IBM Keynote auf der DMS 2009, die wir am 17. September aufgeführt haben. Es handelt sich um ein Theaterstück, das von dem berühmten Buch von Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" inspiriert ist. Viele Motive und Ideen von Adams haben wir adaptiert. Marvin, der paranoide Android, kommt ebenso vor wie Arthur Dent und Ford Prefect. Ich denke, wer Buch und Stück liest beziehungsweise sich anschaut, wird merken, wer wer ist. Das Handtuch bei Adams ist die Kaffeetasse im Stück. Das Projekt Prozesstiefe erinnert doch stark an Deep Thought, den Supercomputer aus Adams Buch. Die Vogonen und ihre Dichtkunst kommen natürlich auch vor. Folienschlachten des heutigen Geschäftalltags bieten sich nur zu sehr als Vergleich an. Und Fans von Douglas Adam werden noch andere Analogien feststellen, auf jeden Fall den Reiseführer mit der Aufschrift DON'T PANIC, der in unserem Stück DAS BUCH mit der Aufschrift LOTUS KNOWS heisst.

Neben dem Buch von Adams hat natürlich der Ort der Uraufführung das Skript bestimmt. Wir haben es auf der DMS Expo, der Dokumentenmanagement-Messe  aufgeführt. Also kommen natürlich Dr. Ulrich Kampffmeyer und Bernhard Zoeller, die beiden prägenden Auguren der deutsche Dokumentenmanagement-Szene vor. (An dieser Stelle ein Kompliment an Uli Kampffmeyer, Er erschien als einziger mit Handtuch zur Keynote.) Und wir referenzieren auf einen jüngst ausgetragenen (und noch nicht beendeten) Disput zum Thema Compliance und E-Mail Archivierung. Eine ganz persönliche Freude und ein Muss war auch die Referenz auf die Slam24, den Superscanner von Scalaris (ehemals Elsag Solutions). In all meinen Jahren, in denen ich den Stand der FileNet und dann der IBM auf der DMS organisierte, graute mir davor, dass wir einmal diesen riesigen Scanner auf dem Stand unterbringen müssten. 

Doch neben manch (hoffentlich) humoristischen Reminiszensen kommt aber auch viel Fachliches vor: CMIS erinnert an den Babelfisch von Adams. Und leistet im Bereich Dokumentenmanagement ähnliches. Compliance-Anforderungen werden ebenso behandelt. Und wir schlagen (hoffentlich) die Brücke zum Enterprise 2.0, denn das war das Ziel der Keynote. Dem Publikum der DMS sollte deutlich werden, dass Mechanismen des Web 2.0 im Unternehmen Einzug halten werden. Und diese Technologien wie Blogs, Wikis, Microblogs, Instant Messaging werden auch die Welt des Dokumentenmanagements beeinflussen, vielleicht entscheidend verändern. Dass dies noch Zeit braucht und mancher Archivar dies noch nicht wahrhaben will, ist ein anderes Thema. Das Stück endet damit, dass Mercedes und Antonia die neuen Web 2.0 Technologien auf dem Supernotebook nutzen wollen, um ihr Unternehmen im Unternehmen, ihr Mitmach-Unternehmen à la Web 2.0 "gründen" wollen. Es schreit eigentlich nach einer Fortsetzung, in der Chancen und Risiken der Web 2.0 Technologien auf dem Weg zum Enterprise 2.0 behandelt werden. Schaun wir mal.

Und die Keynote lebt eventuell weiter. Wir haben sie auf Facebook als Wiki zur Verfügung gestellt. Nun können wir alle an dem Buch weiter schreiben. Und das ist auch geschehen. Wenn Sie das Buch jetzt lesen und mit der Aufführung vergleichen, werden sie einige neue Stellen und Modifikationen erkennen. Und wir bauen durchaus einen fachlichen Wiki auf, in dem wir Begriffe wie CMIS, dynamische Infrastruktur und ECM erklären. Natürlich gibt es auch die ein oder andere humoristische Erläuterung. Und vielleicht werden wir das Stück nochmals aufführen, wenn es den Anlass und den Wunsch gibt. Dann in einer neuen modifizierten Form. DAS BUCH lebt. Einfach mitmachen und vielleicht bekommen wir zusammen ein unterhaltsames Wiki hin, in dem wir über Ideen und Konzepte des Enterprise 2.0, über ECM und relevante IT-Themen informieren. DON'T PANIC - LOTUS KNOWS! 42.



Leider erst nach Uli Kampffmeyers Stammtisch gesehen: Compliance in der Computerwoche

Am gestrigen Donnerstag, den 17. September 2009, haben wir es noch auf der DMS Expo bei Uli Kampffmeyers Roundtable diskutiert, das Thema Compliance. Heute nun schlage ich die Computerwoche 38/09 auf und sehe, dass sich dort der Schwerpunkt um Compliance dreht. In den beiden Artikeln befinden sich einige interessante Aussagen, die auch auf einer Umfrage der Computerwoche bei 180 IT-Verantwortlichen basiert. Demzufolge haben 43 % das Thema GDPdU auf der Agenda, immer noch oder erst jetzt? Dahinter folgt Basel II.
 
Interessant die Aussage "Compliance-Projekte verschlingen immer mehr Finanzmittel, die ansonsten für andere IT-Vorhaben zur Verfügung stünden" und die "Zum anderen lässt sich daraus kein Return on Investment und kaum ein 'Mehrwert' für das Business errechnen - zumindest nicht auf den ersten Blick." Dies steht schon konträr zu der auch von mir vertretenen Aussage, Compliance-Projekte immer mit Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsvorhaben zu kombinieren und eben nicht losgelöste Projekte nur zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben zu machen. Sicher ist das nicht immer möglich, aber es ist auf jeden Fall erstrebenswert, um den Nutzenfaktor "Mehrwert für das Business" zu gewährleisten. Und genau darum dreht sich auch der zweite Artikel, der neben den Umfrageergebnissen veröffentlicht wurde. Schade, dass ich die Artikel erst jetzt sehe. Beide Artikel scheinen noch nicht online zu stehen. Ich liefere den Link nach

Uraufführung "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" hat stattgefunden - aber es geht weiter

Sie hat stattgefunden, die IBM Keynote auf der diesjährigen Fachmesse DMS Expo. Am 17. September haben wir High Noon „Per Anhalter durch das Enterprise 2.0“ auf der KoelnMesse uraufgeführt. Wir hoffen, es hat gefallen. Herzlichen Dank an die Mitstreiter Dörthe Möeller, Thorsten Zoerner und vor allem den unvergleich wandelbaren Ralph Turnheim. Und natürlich an den sklaventreibenden Regisseur und Autor Helmut Barz und unsere "Producerin" Sandra Ellinger.

Und wer es sich nochmals anschauen will: Das Stück wurde gefilmt und wird bald online verfügbar sein (wir hoffen so in 10 Tagen). Die Animationen, die wir verwendet haben, findet Ihr bereits hier und auf YouTubeAber es geht weiter. In unserem Wiki "Das Buch" und vielleicht auch live on stage (wenn uns nochmal jemand sehen will). Im Wiki  findet Ihr das Stück und vielfältige Erläuterungen zum Stück, mal ernsthafte, mal (hoffentlich) humoristische. Und jede Seite in diesem Wiki kann mitgestaltet werden. So haben sich die Texte der handelnden Personen bereits geändert, wurden (hoffentlich) noch besser. Wer also mitschreiben will, einfach dazu den „Bearbeiten“  klicken - und im guten, „alten“ WikiStyle die Seiten editieren.

„Damit kann man ja hier alles zerstören…“ Wissen wir.. aber wir vertrauen den Besuchern, dem Netz und überhaupt..

„Jetzt soll ich auch noch für DIE arbeiten…“ Die Keynote auf der DMS ist nur der Auslöser für dieses Wiki. Wie sich das Stück, das Wiki, KAJ weiterentwickelt wird sich wohl erst in einiger Zeit zeigen. 



DMS Expo 2009: Nicht wirklich zwischen Archiv und Enterprise 2.0

Thorsten Zoerner hat es in seinem Kommentar absolut korrekt bemerkt: In diesem Jahr habe ich noch keine Veranstaltung gesehen, die so wenig in den Social Media behandelt und diskutiert wurde wie die DMS Expo, die zwischen dem 15. und 17. September in Köln stattfand. Und das, obwohl sogar ein Enterprise 2.0 Tag durchgeführt wurde. Auch der DMS eigene Blog hat nicht wirklich abgehoben. Die platten Firmendarstellungen haben auch dort überwogen. Leider keine aktive Diskussion um heisse Themen der Branche oder - das wäre ja noch besser - Wünsche und Interessen der Kunden. Gibt es die nicht? Ich denke schon. Selbst- und Produktdarstellung war leider auch oft im Vordergrund des Enterprise 2.0 Tages. Trotz des heiligen Schwurs aller Beteiligten, keine Produktfeatures herunterzubeten und Werbung zu machen, konnten doch einige Teilnehmer nicht widerstehen.

Schade, eine verpasste Chance. Leider sogar mehrere verpasste Chancen: Die KoelnMesse und alle Beteiligten hätten Social Media wesentlich besser nutzen können, um die DMS Expo zu promoten und auch neue Zielgruppen zu erreichen. Und die Aussteller haben die Chance verpasst, die verstaubte Welt des Archivs mit der modernen Welt des Web 2.0 zusammenzubringen. Ja - und ich höre einen mir gut bekannten Berater schon kommentieren -, oft sind Unternehmen noch meilenweit vom Enterprise 2.0 und der Nutzung der entsprechenden Werkzeuge entfernt. Ja, manch einer hat noch nichts von Twitter, Chatten oder Bloggen gehört oder hält nichts davon. Aber genau hier ist Aufklärung nötig und hier hätte man Richtung geben können.

Diese Richtung gegeben hat Markus Bentele, CIO der Rheinmetall, in seinem Vortrag: Den Anwender interessieren keine Produkte und Produktnamen. Den Anwender  (und übrigens auch das Unternehmen) interessieren Funktionen, die ihm helfen besser und komfortabler zu arbeiten. Und das ohne grosse Schulungen und Einarbeitungszeit. Und da sind wir ganz schnell bei Funktionalitäten, die neben komfortabler Bedienung eines DMS typische für Enterprise 2.0 sind: Instant Messaging, Onlinekonferenzen, soziale Netze und Profile, die direkt in die Arbeitsprozesse integriert sind und dort eine wichtige Rolle für Kommunikation und Zusammenarbeit spielen. Und natürlich sind wir da auch bei stabilen ECM- Systemen, die im Hintergrund alle Informationen, Dokumente, Daten und Prozesse zuverlässig und performant verwalten. Das ist dann Smart Work. 

Hier hätte eine DMS Expo Richtung weisen können oder sogar müssen. Die Chance wurde verpasst. Provokant und nach dem BUCH ausgedrückt: Der obere Stempeloffizier mit 3 Stempeln war da, Sascha Lobo nicht. Und auf der Reise "per Anhalter durch das Enterprise 2.0" ist man in Köln noch nicht weit gekommen.

P.S. Und sonst war die DMS Expo wie in den vergangenen Jahren: Zufriedenstellend.


Quo vadis DMS Expo? Einige persönliche Gedanken vor der Fachmesse am 15. bis 17. September in Köln

Am Dienstag startet sie wieder die DMS Expo, Europas größte Messe und Konferenz für elektronisches Informationsmanagement und Dokumentenmanagement, in Köln. Die DMS Expo hat Tradition - von ihren Anfängen auf der Messe Stuttgart über den Umzug nach Essen und dann der Übernahme durch die KoelnMesse vor wenigen Jahren. Gerhard Klaes hat sie vor Jahren gegründet und maßgeblich gestaltet, sie zu einer Institution gemacht, bevor sie nach Reed Exhibitions bei der KoelnMesse landete. 

Die DMS Expo hat den deutschen Markt für Dokumentenmanagement aus meiner Sicht über Jahre hinweg als Leitveranstaltung geprägt. Doch die Zeiten haben sich unterdessen geändert. Der Hype der New Economy mit riesigen Ständen und Versteigerung von Goldbarren auf der Messe sind vorbei. Das am Neuen Markt erworbene Geld wurde verpulvert oder sonstwo deponiert. Zwar gibt es noch immer eine erkleckliche Anzahl gerade auch deutscher Dokumentenmanagement-Hersteller, jedoch sitzen dort die Euros schon lange nicht mehr so locker. Größere internationale Anbieter wie FileNet oder Documentum, die doch lange Jahre eine sehr nennenswerte Präsenz auf der Messe hatten, wurden gekauft und sind nun entweder bei ihren neuen Besitzern oder aufgrund einer unternehmensweiten Policy "keine Messen" gar nicht mehr präsent. All das spiegelt sich natürlich wieder: Die Ausstellungsflächen sind kleiner geworden. Der Tippfehler auf der Home Page der DMS Expo - statt Schweinegrippe steht dort Gerippe - reizt zum Wortspiel mit Gerippe. In Zeiten der Kosteneinsparungen und daraus resultierenden Reiserestriktionen wird es zudem spannend, wieviele reale Besucher die Messe dieses Jahr vermelden werden kann. Es bleibt spannend und es stellt sich wieder die Frage Quo vadis, DMS Expo?

Ich persönlich glaube, dass die DMS Expo vor allem eine Mission erfüllt: Einmal im Jahr wird das Thema Enterprise Content Management und Dokumentenmanagement exklusiv und prominent dargestellt und auch in der Presse und IT-Öffentlichkeit behandelt. Vor allem darin liegt der Wert der Leitmesse DMS Expo. Dies kann keine CeBIT oder andere "Generalmesse" leisten, da dort ECM als eine nebensächliche Facette im Getöse der aktuellen Hypethemen untergeht. Die Fachmesse DMS Expo konstituiert und lenkt den Fokus auf ein Thema, etwas, was kein Hersteller und auch kein Verband in dieser Weise leistet oder auch leisten kann. Vor allem deshalb habe ich in meiner Zeit als Marketingleiter der deutschen FileNet GmbH und auch als ECM Marketingverantwortlicher der IBM (die Rolle hat Mitte des Jahres Dörthe Möller übernommen), für eine signifikante Präsenz auf der Messe inklusive Sponsoring plädiert, wohl wissentlich, dass die Zeiten vorbei zu sein scheinen, wo wir unzählige Leads und Kontakte auf der DMS Expo schreiben konnten. 

Braten wir mit der DMS Expo im eigenen Saft und sehen wir in jedem Jahr immer wieder die gleichen Personen? Ja, daran ist etwas Wahres dran. Wobei: Die gleichen Personen sehen, ist ja auch teilweise nichts Negatives. Deshalb haben wir als IBM ja unsere ECM Anwendertagung einen Tag vor die Messe gelegt, so dass sich unsere Kunden sehen und die Messe besuchen können. Aber im eigenen Saft braten ist nicht so positiv, wenn das Fett langsam alt und ranzig wird. Das Konzept der DMS Expo muss weiterentwickelt werden. Hier waren die Erwartungen an die KoelnMesse nach deren Übernahme der DMS Expo sehr hoch. Sie waren zu hoch aus meiner Sicht. Einige Hersteller erwarteten Fernsehwerbung und Anzeigen in den großen Wirtschafts- und Tageszeitungen. Seien wir realistisch: Auch die KoelnMesse ist ein Wirtschaftsunternehmen, das Geld verdienen will. Und Vorleistung und Investition mit unsicherem Ausgang bzw. unsicherer Einnahme kann man kaum ernsthaft erwarten. 

Sicher sind die Versuche, neue Besucher, Themen und Interessengruppen auf die DMS Expo zu ziehen, bisher nicht sonderlich erfolgreich und vielleicht auch etwas halbherzig. Aber daran ist wieder nicht nur die KoelnMesse alleine schuld.  Weder Storage noch BPM als weitere Themenschwerpunkte haben weitere Tausende Besucher gezogen. Auch der Thementag Enterprise 2.0 wird dies nicht tun. Dazu ist es zu wenig gelungen, die Web 2.0 Szene zu gewinnen und modernes Web 2.0 Marketing zu machen. Trotzdem ist es wertvoll, solche Themen zu versuchen und auch eventuell mal längeren Atem zu haben und sie nicht gleich wieder aufzugeben.

Vor der DMS Expo ist nach der DMS Expo. Die Diskussion, wie sich die Messe entwickeln soll, wird weitergehen. Soll es viel stärker eine Kongressmesse werden, wo die Ausstellung mehr oder minder begleitend ist? Muss sie eventuell ins Kongresszentrum verlagert werden mit wirklich nur noch kleinen Ständen? Würde sie dann noch die Aufmerksamkeit generieren, wie sie es wohl derzeit noch immer tut? Ist Records Management ein Thema, um das sich die Branche in den kommenden Jahren formieren kann? Ich habe leider keine Glaskugel, in die ich schauen kann, warne aber davor, diese Leitveranstaltung und den Leuchtturm für das Thema DMS und ECM zu schnell aufzugeben. Alternativen dazu sehe ich persönlich nicht, weder durch modernen Marketing 2.0 für das Thema ECM noch durch anbieterorganisierte Roadshows durch ganz Deutschland. Die DMS Expo hat nämlich einen wichtigen Vorteil: Sie wird eben von einem Wirtschaftsunternehmen organisiert und ist deshalb nicht so stark dem Fegefeuer der persönlichen Eitelkeiten von Anbietern, Verbänden und Beratern unterworfen.


Stefan Pfeiffer


Per Anhalter zum Enterprise 2.0, das Wiki und jeder kann mitmachen

Es war einmal, im Juni 2009, da rief Jörg Schmale von der KoelnMesse an und fragte, wie denn unsere IBM Keynote auf der diesjährigen Fachmesse DMS laute. Jedes Jahr diese Frage. Und jedes Jahr der Versuch, nicht die traditionelle Powerpoint-Präsentation zu halten. Im vergangenen Jahr war es die Compliance-Gerichtsverhandlung mit den Doktoren Jens Bücking und Ulrich Kampffmeyer, das Jahr zuvor das Rollenspiel mit Daniel Holz. Was nun, fragte Schmale und machte (Termin)Druck. Schweißausbrüche, aber ich habe ja mein Handtuch. Also: Don't panic.

Ein knackiger Titel, ein gutes Thema war gefragt. Da Enterprise 2.0 nach Diskussionen mit der KoelnMesse Thema eines Schwerpunkttages auf der DMS werden sollte, kam es dann zum Thema „Per Anhalter durch das Enterprise 2.0“. Eine Hommage an Douglas Adams, dessen englisch-humoriger schräger Humor gemixt mit den Wahrheiten des Lebens Buch und Film prägen. Also nochmals das Buch lesen – laut Uli K. geht das nur auf Englisch – und den Film schauen.

Tja, und nun haben wir in den vergangenen Wochen das Skript mit Leben zu füllen versucht. Zusammen mit Sandra Ellinger und unserem Autor Helmut Barz haben Dörthe Möller, Thorsten Zoerner und ich an einem Skript gearbeitet, das wir als Rollenspiel am 17. September um 12 Uhr auf der Messe aufführen werden.

Und dieses Skript findet Ihr (als Digital-Naiver und Alt-68-er duze ich einfach mal) nun hier als Version 0.9 in diesem Wiki auf Facebook. Es ist ist natürlich ECM-lastig, da wir es auf der DMS aufführen. Es verträgt noch mehr Enterprise 2.0. Es verträgt weitere Gags (hoffentlich nicht zu platt). Es verträgt weitere Ideen und Input, wie Ihr Euch „smarteres“ Arbeiten, den idealen Arbeitsplatz der Zukunft und das Enterprise 2.0 vorstellt.

Also frei nach Mitmach-Web im Wiki den „Anhalter durch das Enterprise 2.0“ weiterentwickeln. Ich zähle auf den Douglas Adams-Fan Ulrich Kampffmeyer, der schon seit Jahren „42“ als Lösung aller Probleme deklamiert. Ich zähle auf Frogpond Martin Koser und seine Punkte, warum Enterprise 2.0-Projekte scheitern. Und ich zähle auf Euch/Sie, dass Ihr das Skript zusammen mit uns weiterentwickelt.

Und wer weiss? Vielleicht schreiben wir zusammen einige neue Kapitel. Die nächste DMS und die nächste Keynote rufen. Das Thema Einführung von Web 2.0 Technologien im Unternehmen ist ein heisses und interessantes Thema, bei dem Fingerspitzengefühl gefordert ist und es nur zu oft menschelt. Die Auseinandersetzung zwischen Web 2.0-Befürwortern und Skeptikern, die Piratenpartei und das Thema Datensicherheit und Privacy werden Themen bleiben. Genug „Fleisch“ für Band 2 der Saga?

Und vielleicht werden wir den Anhalter wieder aufführen. Auf dem Enterprise 2.0 Summit zwischen dem 10. und 12. November in Bad Homburg? Nein, das ist ja (d)englisch und die Übersetzung dürfte zu aufwändig sein. Auf der Tagung der deutschen Lotus-Anwender, der DNUG Herbstkonferenz am 17. und 18. November in Fulda? Auf der CeBIT in der Webciety? Auf der re:publica kommendes Jahr? Schaun wir mal.