Filed under: Enterprise2.0
Allerdings wird der Treiber für die nächste Enterprise-Welle nicht sein, dass es interessante technische Entwicklungen im Bereich der SaaS-Angebote gibt. Der Treiber werden die Nutzer sein. Die Nutzer werden zunehmend fordernder werden in ihren Ansprüchen an den Arbeitsplatz und die zu nutzenden Tools. Das liegt vor allem daran, dass Dank iPhone, Android & Co. immer mehr Nutzer Gelegenheit bekommen, moderne Workflows zu erfahren und dies wird dann eben auch am Arbeitsplatz eingefordert. ...
Die Consumerization of IT führt zur nächsten Welle in der Entwicklung der Software für den Enterprise-Bereich. Es wird interessant zu sehen sein, wie die IT-Landschaft auf diese Entwicklungen reagieren, denn der neue Fokus auf den Nutzer wird zu einer Disruption in einem etablierten Bereich führen.
Interessanter Kommentar von Nico Lumma, dem ich an vielen Stellen zustimme. Folgende Trends werden den Markt für Enterprise Software ändern:
* Der Wunsch der Anwender, ihre Devices, Tablets und Smart Phones, zu nutzen, stellt Anforderungen an wirklich mobile Versionen von Enterprise Software. Es genügt nicht mehr wie vor Jahren, ein Programm einfach unter Windows für den PC verfügbar zu haben. Die Zeiten des Windows-Monopols sind vorbei und daran wird auch Windows Mobile nichts ändern. Lösungen müssen künftig auch für Apples Betriebssystem und Devices und wie es ausschaut auch für Android verfügbar sein.
* Die Anwender werden einfacher und intuitiver zu bedienende Lösungen einfordern. Das neudeutsch Stichwort heisst 'Usabiliy'. Wer privat mit Touchbedienung und Sprachsteuerung komfortabel arbeitet, wird dies auch für Enterprise Software einfordern. Dies klingt trivial, erfordert aber bei mancher Software-Firma deutliches Um- und Weiterdenken. Nicht mehr nur die Funktionalität und Stabilität des Backends ist wichtig. Die einfache Bedienung wird mindestens gleich wichtig.
* Und schließlich werden die ganz anderen und deutlich höheren Sicherheitsanforderungen eines Unternehmens mit der freien Welt der Tablets und Smart Phones verheiratet werden müssen. Dies ist sicherlich keine triviale, aber eine weitere wichtige Aufgabe, die die Entwickler angehen werden müssen.
Der Arbeitsplatz der Zukunft
Unabhängig davon ob Meetings und Treffen live oder virtuell abgehalten werden, zeigt die Studie deutlich, dass sich der Arbeitsplatz der Zukunft deutlich vom typischen PC-Arbeitsplatz in einem Büro unterscheiden wird. Mitarbeiter arbeiten an unterschiedlichen Orten (zuhause, unterwegs, beim Kunden) mit den unterschiedlichsten Endgeräten (PC, Laptop, SmartPhone, PDA) und in unterschiedlichen Projektgruppen, die aus Mitarbeitern des eigenen Unternehmens, aber auch externen Kollegen bestehen können. Grundlage für diese Art des Arbeitsplatzes ist die Möglichkeit, von überall zu jeder Zeit auf seine wichtigsten Daten (Termine, Kontakte, Aufgaben, Notizen) und Dokumente (Vorlagen, Präsentationen, Projektpläne, etc.)
Die von Citrix beauftrage Studie bestätigt den Wandel am Arbeistplatz. Und ich kann mich heute schon dort wiederfinden.
Ich arbeite von zuhause, in IBM Büros oder beim Kunden und auf Veranstaltungen.
Mein iPad insbesondere ist unterdessen neben meinem Macbook zu einem festen Arbeitsgerät geworden, das ich gerade unterwegs nutze.
Immer mehr meiner Projekte - vom IBM Lotus JamCamp bis zur Pressearbeit -, in denen externe Partner involviert sind, wickele ich in der Cloud über LotusLive ab und koordiniere dort Termine, teile und bearbeite Dateien, koordiniere Aufgaben oder halte Online Konferenzen ab.
Social Communications and Collaboration. Social media can be divided into: (1) Social networking —social profile management products, such as MySpace, Facebook, LinkedIn and Friendster as well as social networking analysis (SNA) technologies that employ algorithms to understand and utilize human relationships for the discovery of people and expertise. (2) Social collaboration —technologies, such as wikis, blogs, instant messaging, collaborative office, and crowdsourcing. (3) Social publishing —technologies that assist communities in pooling individual content into a usable and community accessible content repository such as YouTube and flickr. (4) Social feedback - gaining feedback and opinion from the community on specific items as witnessed on YouTube, flickr, Digg, Del.icio.us, and Amazon. Gartner predicts that by 2016, social technologies will be integrated with most business applications. Companies should bring together their social CRM, internal communications and collaboration, and public social site initiatives into a coordinated strategy.
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Social Analytics. Social analytics describes the process of measuring, analyzing and nterpreting the results of interactions and associations among people, topics and ideas. These interactions may occur on social software applications used in the workplace, in internally or externally facing communities or on the social web. Social analytics is an umbrella term that includes a number of specialized analysis techniques such as social filtering, social-network analysis, sentiment analysis and social-media analytics. Social network analysis tools are useful for examining social structure and interdependencies as well as the work patterns of individuals, groups or organizations. Social network analysis involves collecting data from multiple sources, identifying relationships, and evaluating the impact, quality or effectiveness of a relationship.
Das sind meine beiden Favoriten unter den Top 10 strategischen Technologien für 2011. Ich denke, wir müssen unterdessen das größere Bild zeichnen, in dem wir Social Software hinter dem Firewall, Social Collaboration zwischen Unternehmen und den offenen Austausch im Netz via Social Media mit Kunden, Partner und Interessenten im Blick haben.
Dabei sollte es nicht - wie es Jeffrey Mann dieser Tage auf einem Seminar auch sagte - um Diskussionen um Begriffsdefinitionen von Social Media bis Enterprise 2.0 gehen sondern um das Gesamtbild und eine Gesamtstrategie. Die folgende Visualisierung aus einem Vortrag von Susan Scrupski finde ich schon sehr hilfreich, um das Gesamtbild im Blick zu haben:
Zum Thema Social Analytics: ich glaube, hier sind wir (und auch ich persönlich) noch ganz am Anfang des Verstehens, was damit möglich ist und ich freue ich darauf, mehr zu lernen.
Six areas mentioned at that conference as areas ripe for Enterprise 2.0 improvement were:
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Sales acceleration
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Better inventory replenishment
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Time savings
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Faster ramp up of new employees, faster to productivity
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More diversity in collaboration groups that can lead to better innovation
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Reduced training costs
All six of those areas are attached to numbers in your balance sheet. If you improve your management of them by applying Enterprise 2.0 tools to make them more efficient, you should be able to see the results in your balance sheet as better financial performance numbers.
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And if your goal is to reveal the value of Enterprise 2.0 – whether you’re using SharePoint or Cisco, or SAP, or IBM, something else -- figuring out what pain exists in the processes your employees are engaged in and then eliminating that pain is the best thing you can do. Adoption will take care of itself if what you give them makes their business processes more effective.
To the point. Obviously I do not like people using these other tools mentioned, but theoverall message of Ethan Yarbrough is absolutely right. We need to apply Enterprise 2.0 implementations and tools to relevant business processes to be more successful on the road to an Enterprise 2.0. Otherwise we will forever have the ROI discussions and Enterprise 2.0 tools seen as nice-to-have and not a must!
In our use of the term, social software encompasses the software tools and platforms that allow dynamic, informal, and shared communication across an expanding group of individuals. In our personal lives, most of us are familiar (or becoming familiar) with social software tools, but most of us have not experienced them extensively in the enterprise. Unfortunately, social software advocates haven't done a very good job of communicating the value these tools bring to the enterprise. While social software may well improve relationships, build trust and community, and tap into a greater diversity of ideas, these vague promises do little to convince skeptical executives concerned primarily with business performance.
This is a shame because social software can be tightly linked to business performance improvement.
Interessante Artikelserie von John Hagel III and John Seely Brown von Deloitte zum Thema Enterprise 2.0 und Cloud. Neben diesem Posting zum Unternehmenswert von Social Software im Unternehmen ist auch das Posting zur sich potenzierenden Wirkung von Social Software und Cloud lesenswert. Passt auch sehr gut zu meinen Thesen Die Mauern werden fallen. Nur habe ich neben Cloud Computing und Social Software auch noch Mobility und neue Arbeitsformen als weitere Faktoren genannt, die den Weg zum Unternehmen 2.0 ebnen.
Weitere Meinungen und Erfahrungen von ihm können Sie auch in seinem Blog und künftig hier bei silicon.de nachlesen.
Der ein oder andere meiner Blogbeiträge wird nun auch auf silicon.de erscheinen. Den Anfang haben wir mit Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft ist das Soziale Netzwerk gemacht. Freue mich sehr über diese neue Kooperation.
Sameer Patel of The Sovos Group notes that one of the primary benefits of social networking is helping employees within an enterprise find each other based on skills and areas of expertise. "Conversely, Facebook's identify profile today doesn't offer this and HR wouldn't want us sharing this competitive data openly anyway," says Patel.
Patel also notes the lack of context specific functionality in Facebook Groups. "As I've written about before, collaborative functionality needs to show up at the source of the event or problem - inside CRM, BI, and ERP applications where process output needs to be either corrected or enriched by people coming together," he says.
I see the lack of enterprise features such as LDAP integration and sub-groups/granular access control as a bigger inhibitor.
Eine sehr provokative Frage. Ich denke, daß hier viele gute Gründe dagegen sprechen, vor allem Sicherheits- und Data Privacy-Bedenken. Auch scheint es mir, als ob Facebook doch noch mehr im privaten Umfeld gefragt ist und die Leute sich noch beruflich eher auf Netzwerken wie XING oder LinkedIn herumtreiben.
Wobei ich zugebe, daß hier meine Meinung sich unterdessen wandelt und ich in meiner Rolle als Market Segment Manager für die Lotus-Marke der IBM sehr ernsthaft überlege und kommende Woche auch mit Kollegen diskutieren werde, ob wir unsere Aktivitäten und unsere Fan Page auf Facebook nicht ausbauen sollten. Aber das ist ein anderes Thema.
Ich denke, in Facebook fehlen auch viele Funktionen, Integrationen und Sicherheitsmechanismen, die eine Social Software für den Unternehmenseinsatz braucht: Blogs, Wikis, Lesezeichen, Aktivitäten, übergreifende Suche und vieles andere mehr. Nichtsdestotrotz kann man als Anbieter von Enterprise Social Software von Facebook lernen und sollten deren Funktionalität und Erweiterungen als Anregung rege beobachten.
Das Posting hat mich auch dazu angeregt, darüber nachzudenken, welche Rolle Social Software "on premise" hinter dem Firewall (im IBM Fall Lotus Connections) und in der Cloud (im IBM Fall LotusLive) spielen kann und wird. In LotusLive kann ich geschlossene Gruppen und Communities bilden. Ich kann auch Communities unternehmensübergreifend definieren, beispielsweise um gemeinsam an Projekte zu arbeiten. John Hagel III und John Seely Brown schreiben über The Power of the Social Cloud: Die Konvergenz von Cloud Computing und Social Software sei ein Katalyst, um Probleme zu diskutieren und zu lösen.
Wieviele soziale Netzwerke wird es künftig geben? Beruflich und privat, öffentlich und geschäftlich, in der Cloud und "on premise"? Welche Rollen spielen künftig Business-Netzwerke wie und eher private Netzwerke? Ich glaube, eine Matrix, welches Netzwerk nutze ich für was und welches unterstützt welche Tätigkeit, welche unterschiedlichen Funktionenbieten die verschiedenen Netzwerke würde durchaus einmal Sinn machen, um den Wahnsinn sozialer Netzwerke zu bezwingen.
P.S. Und "Wahnsinn" nicht mißverstehen. Ich bin ein absoluter Fan von Social Software und Netzwerken, sowohl im Unternehmen, zwischen Unternehmen, im Web 2.0 wie auch im privaten Umfeld. Ist Euch bestimmt noch gar nicht aufgefallen ;-)
Social Is a Business Tool --
- 60% --> the amount of time the average worker spends being social (collaborating) in pursuit of goals (Dion Hinchcliffe)
- 40% --> Amount of a creative team's productivity MIT researchers found to be directly attributable to social interaction (MIT)
- 7% --> Average productivity increase among employees with extensive digital networks (MIT)
- 30% --> Average productivity increase among employees with extensive face-to-face networks (MIT)
- 20% --> Average increase in employee satisfaction among companies that implemented social media tools (McKinsey)
Ein hervorragendes Posting von Ethan Yarbrough zum Einsatz von Social Media und Social Software im Unternehmen. Ethan nennt 5 Punkte, warum Social Media im Unternehmen kein Spielzeug sondern ein Produktivitätswerkzeug sind. Es schließt sich an mein Posting an, daß Soziale Netzwerke das Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft sind.
Manches Mal ist es schwierig, den Wert von sozialen Netzwerken für den Einsatz im Unternehmen an diejenigen zu vermitteln, die sich nicht laufend auf Xing, Facebook und im Web 2.0 tummeln. Dabei sind viele Einsatzszenarien gar nicht so kompliziert und nur eine logische Weiterentwicklung existierender Werkzeuge, die man kennt. Jedes größere Unternehmen hat ein Mitarbeiterverzeichnis oder eine Telefonliste. Das persönliche Profil in Social Software wie Lotus Connections ist eine Weiterentwicklung dieses Mitarbeiterverzeichnisses. Es ist ein sicheres Facebook oder XING für Unternehmen, in der Regel hinter dem Firewall.
Und natürlich erweitert ein solches soziales Netzwerk die Funktionalität eines herkömmlichen Mitarbeiterverzeichnisse. Natürlich habe ich die „normalen“ Kontaktinformationen zur Verfügung: Telefonnummern, Adresse, Lokation, Vorgesetzter, Jobrolle und so weiter. Diese gewohnten Basisinformationen werden aber durch diverse Zusatzinformationen ergänzt.
Ich kann Kollegen taggen, d.h. Ihnen bestimmte Attribute zuordnen. Jemand ist ein Experte für Social Software. Also bekommt er den entsprechenden Tag. Über solche Tags finde ich dann später Kollegen wieder, die eben potentiell Experte und Ansprechpartner zu einem Tag, zu einem Thema sind. Da nicht nur Personen sondern generell alle möglichen Informationen wie Blog- und Wikieinträge, Dateien oder Lesezeichen „getaggt“, also verschlagwortet werden, kann ich über die Liste der Tags oder die beliebte Tagwolke mit einem Klick vielfältige Informationen zu einem Schlagwort einsehen.
Twitter ist in aller Munde, aber Microblogging hat unterdessen auch Einzug in Social Software für den Unternehmenseinsatz gehalten. Ich kann per Microblogging eingeben, woran ich arbeite oder wo ich heute bin. Hört sich erst einmal trivial an, aber einige Geschäftspartner setzen das unterdessen bewußt und konsequent ein, um sich im Team gegenseitig zu informieren, woran wer gerade arbeitet. Und persönlich habe ich darüber auch schon erfahren, wer gerade wo ist und mich dann zum Kaffee verabredet.
Ich habe über das Profil weitere Informationen zur Verfügung, die der jeweilige Mitarbeiter erstellt oder bearbeitet hat. Ich kann direkt seine Blogbeiträge einsehen. Ich sehe, in welchen Wikis er mitarbeitet. Seine Dateien befinden sich im Zugriff (so er sie freigegeben hat). Auf diese Weise finde ich beispielsweise die neuesten Präsentationen von Kollegen, die ich dann selbst wieder verwenden kann. Ich bekomme als quasi ein soziales Profil, das viel mehr ist als nur die Visitenkarte des Kollegen.
In Kombination mit Software für Unified Communication und Instant Messaging sehe ich die „Präsenz“ des jeweiligen Kollegen. Was heißt das? Mir wird angezeigt, ob er für einen Chat verfügbar ist, ob er in einem Meeting weilt oder nicht gestört werden kann. Direkt aus dem Profil kann ich ihn anchatten oder auch mit integrierter Telefonie vom Computer aus anrufen. Umgekehrt kann ich über Unified Telephony steuern, wie und wo ich erreicht werden will. Wenn ich im Büro bin, kommt der Anruf auf meiner Büronummer an. Unterwegs wird mein Telefon angewählt, zuhause meine Home Office-Nummer.
Deutlich gesteigert werde kann der Wert noch, wenn das Profil mit den genannten Informationen nicht nur auf der Intranet-Seite Mitarbeiterverzeichnis verfügbar ist. Dort muß die Information natürlich zur Verfügung stehen. Was aber, wenn die persönliche Visitenkarte, das Profil, mit den wichtigsten Infos auch direkt in anderen Unternehmensanwendungen eingeblendet wird. Ich bin in meinem E-Mail-Programm – egal ob Outlook oder Exchange -, bewege die Maus über einen Namen und bekomme dessen Visitenkarte eingeblendet. Ich kann direkt sehen, wo sich die Person befindet, kann sie oder ihn sofort anrufen oder anchatten oder eben seine Blogbeiträge und Dateien öffnen. Und das ohne explizit ins Intranet wechseln zu müssen. Dies bedeutet volle Integration des Mitarbeiterverzeichnisses mit den neuen sozialen Funktionen als integraler Bestandteil des gewohnten, täglichen Arbeitsplatzes und steigert nochmals Akzeptanz und Nutzung..
Soziale Netzwerk beziehungsweise Social Software für den Einsatz im Unternehmen sind eine große Chance, bewährte Mitarbeiterverzeichnisse aufzubohren und deutlich funktional zu erweitern. Das Thema Knowledge Management oder Wissensmanagement geistert schon seit vielen Jahren durch Unternehmen und Presse: Wissen bewahren, Wissen einfacher zur Verfügung stellen können. Die Funktionen, die wir aus dem Web 2.0 kennen, können dabei neuen Schub verleihen. Viele – gerade die Millenials und Digital Residents – kennen die Funktionalität aus dem privaten Gebrauch. Sie wissen, was Blogs, Wikis und Bookmarks sind und haben kein Problem, dies dann auch unternehmensintern zu verwenden. Und gerade die jungen Leute erwarten auch, daß sie solche Funktionalität im Unternehmen zur Verfügung haben.
Warum also die Digital Residents nicht abholen und die anderen Mitarbeiter nicht sukzessive an solche Themen heranführen, um Personalentwicklung und Wissensmanagement zum Nutzen des Unternehmens zu betreiben? Und das mit einem integrierten Ansatz auf Basis einer Social Software-Plattform und nicht einzelner verstreuter, nicht miteinander verbundener Wikis und Blogs. Ich bin der festen Überzeugung, daß das Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft ein soziales Unternehmensnetzwerk sein wird. Und wer sich am Sozialismus im Begriff soziales Netzwerk stört ersetze das Wort mit Unternehmensnetzwerk oder eben Mitarbeiterverzeichnis.

E-Mail und Voice - das gute alte Telefonieren - sind demzufolge die Tools, die am meisten zu Produktivität und Erfolg am Arbeitsplatz beitragen. Damit einhergehend werden in der Studie von Plantronics Social Media mal plakativ abgewatscht:
“Posting or reading updates on popular social/professional networking sites and blogs was identified as the least critical communications activity for business productivity”.
Hier fehlt mir doch der differenzierte Blick. Im Unternehmen - im Enterprise 2.0 - spielen die entsprechenden Werkzeuge durchaus eine wichtige Rolle für die Produktivität, wie John Brunswick korrekt bemerkt:
Enterprise 2.0 Enables Business Productivity ... Without Enterprise 2.0 capabilities it would be difficult for organizations to
* Communicate asynchronously across geographies * Scale expertise in the enterprise / unlock tacit knowledge through ongoing discussions * Browse and search contextualized, collective knowledge, to continue adding insights * Locate and interact with peers centered around areas of practice
... Social technologies are very relevant to enhancing an organization's ability to execute. AIIM's defines Enterprise 2.0 as "a system of web-based technologies that provide rapid and agile collaboration, information sharing, emergence and integration capabilities in the extended enterprise" - seems like that would be excellent for business productivity and a key part of "How we Work".
Und Zack Whittaker schreibt auf ZDnet, daß die Generation Y das Bild ändern werde:
As the Generation Y slowly start to integrate themselves as part of the ‘legitimate’ workforce, the numbers will change over the years and will probably only make sense in hindsight.
Ich denke, eine differenziertere Analyse ist notwendig als sie in der Plantronics-Studie durchgeführt wurde. Ja, es gibt noch sehr viele - wahrscheinlich die Mehrheit - die E-Mail- (und Datei-orientiert) arbeiten. E-Mails und damit einhergehend Dateien und Attachments werden auch nicht verschwinden. Und auch Telefonieren behält seine Berechtigung. Diese Kommunikationswege werden aber mittel- oder gar kurzfristig durch die neuen Technologien substituiert werden. Und damit einhergehend wird sich auch die Wahrnehmung wandeln, E-Mail trage in hohem Maße zur Produktivität und Erfolg im Geschäftsalltag bei. Die Annahme erstaunt mich eh, denn täglich erfahre ich, wie E-Mail-Pingpong und Dateianhänge zu ineffizienter Kommunikation und inkonsistenter Informations- und Dateibeständen beitragen. Wir werden alle lernen müssen, die richtigen Werkzeuge für den richtigen Zweck einzusetzen. Und dies wird eine neue Mixtur von E-Mail, Voice, Conferencing und Social Media sein.
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