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Wiedersehen mit Facebook: Meine digitale Auferstehung - SPIEGEL ONLINE

Meine Konten bei Xing, Facebook und StudiVZ löschte ich alle am selben Tag - ohne jemandem davon zu erzählen. Ich gruschelte nicht mehr und schrieb keine Nachrichten mehr auf Pinnwände. Ich testete öffentlich, worüber viele nachdachten. Denn für SPIEGEL ONLINE protokollierte ich, was in den zehn Tagen danach passierte. Doch der digitale Selbstmord verfolgt mich bis heute. Auch ohne Account blieben die sozialen Netzwerke omnipräsent.

Viele Freunde und Bekannte sprachen mich damals auf mein digitales Ableben an, wir diskutierten, und einige prophezeiten, dass ich nicht lange durchhalten würde. Doch meine Freunde blieben meine Freunde, auch ohne Facebook. Bekannte blieben Bekannte, flüchtige Bekanntschaften schliefen ein.

Ich stimme nicht überein: Ich habe Freunde (zumindest gute Bekannte) über die sozialen Medien gefunden. Es hat auch mein soziales Leben bereichert. Doch klar ist auch, daß es zwei Arten des Kontakts gibt: Die einen Social Networker kenne ich oder kannte ich persönlich. Wir pflegen unseren Kontakt "social". Früher war es das Telefon. Heute ist es nicht mehr nur E-Mail, sondern auch Twitter und Facebook. Die anderen kenne ich nicht oder nur lose persönlich. Aber auch hier gibt es "gute" Freunde und lose Kontakte. Und ich bin überzeugt, daß ich die oder den ein oder anderen auch persönlich treffen werde. Und vielleicht werden wir Freunde - nicht nur auf Facebook.

Facebook schützt nicht vor Einsamkeit - pressetext.austria

Technisch ist es möglich, 500 oder mehr Facebook-Freunde zu besitzen. Über eine gute soziale Vernetzung sagt das aber wenig aus.

So wird der Wiener Psychotherapeut Raphael Bonelli zitiert, der sich auf eine Studie der Universität von Arizona bezieht. Tja, es gibt Friends und Fans auf Facebook und Follower auf Twitter. Ich habe schon einmal vorgeschlagen, diese besser als Bekannte zu bezeichnen. Wirkliche Freunde sind etwas anderes. Soziale Netze können eine Bereicherung sein, wenn sie richtig genutzt werden.

Immer mehr "Freunde" im Netz - ABER: Wem kann ich wirklich noch trauen?

Brendan Hughes hat einen sehr interessanten Artikel The Anatomy of Trust in Social Media auf SocialMediaToday veröffentlicht. Er entwickelt sehr schön, wie man immer mehr "Freunde" im Netz findet. Aber wie weit kann man den Empfehlungen von "Freunden" trauen? Was ist "Empfehlungsmarketing" und was ein ehricher Tipp? Auch hier gilt: Querchecken und Aussagen validieren. Und das Gute im Netz ist, daß kleine Schweinereien doch oft rauskommen. Internet und Social Media sind eine Transparenzmaschine. Zumindest hoffe ich das und will es glauben - trotz aller Marketingstrategien und Manipulationsversuche.

Social Media Platforms

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Social media is helping us grow our trusted networks beyond our close-knit circle of real-world friends. But how much is that trust worth?

Die Social-Media-Blase: Nennen wir es Beziehungsinflation — CARTA

Hypothese: Trotz aller Begeisterung um die sozialen Medien verbindet uns das Internet heute nicht in dem Maße, wie wir glauben. Das Netz ist zum größten Teil ein Ort schwacher und künstlicher oder – wie ich sie nenne – dünner Beziehungen.

Es gibt ja einige, die sich schon über die unterschiedliche Bedeutung des Wortes "Freund" bzw. "Friend" ausgelassen haben. Wenn jemand ein Follower, Fan oder Friend im Netz wird, ist es erst einmal ein Bekannter, eine "dünne Beziehung". Diese "dünne Beziehung" kann sich aber durchaus weiterentwickeln. Das Beispiel, wie sich @bicylist Uwe Hauck für einen Workshop auf der republica im Rahmen des Lotus JamCamps bereiterklärt hatte, ist für mich ein Beispiel, wie aus einer "dünnen" eine reale Beziehung entstehen kann - und durchaus auch eine freundschaftliches miteinander Umgehen.

Ja, vieles im Netz, viele Bemerkungen, die auch ich über Twitter oder Facebook verbreite, sind nicht "inhaltsschwanger". Aber aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, daß mich die "Freunde", die ich über das Netz gewonnen habe, bereichert haben und bereichern. Bis dato ziehe ich eine positive Bilanz.

Freunde "unterhalten" in Zeiten von Twitter und Facebook | Thoughtpick Blog

What happened to real friendship?

I have a feeling that once social media came through the door, real solid friendships jumped out the window, and sadly, never returned! This is very depressing to me, especially since I am one of those who actually claim to be a “good” friend and always insist on face-to-face communication and regular interactions.

Na ja, die Antwort ergibt sich eigentlich von selbst. Ich sehe Social Media als ergänzende Möglichkeit, mit Freunden in Kontakt zu bleiben und von ihnen zu hören. Sie können ja woanders leben, in Südafrika und anderswo. Und ich höre unterdessen mehr von meinen Freunden. Wo man früher mal zu faul war, das Telefon in die Hand zu nehmen, hört man jetzt per Facebook voneinander Und klar: Den gemeinsamen Kneipenabend wird das nicht ersetzen.

Ich glaube auch, dass ich mehr Freunde, zumindest mal gute Bekannte durch Social Media gewonnen habe, mit denen ich nun regelmässig in Kontakt bin und "quatsche". Von da aus eine Bereicherung meines sozialen Lebens.