Nach einiger Zeit mal wieder Zitate aus meiner Samstagslektüre der FAZ, die ich erwähnenswert, also zitierungswürdig, finde ... Ich fange mit Sport an, da das der Teil der Zeitung ist, den ich gemäß aller Klischées zuerst lese:
Was müsste also am Wochenende geschehen, um die Vorkommnisse dieser Woche ohnesgleichen zu toppen? ... Und beim Südgipfel in Stuttgart müsste Mario Gomez seinem Bayern-Kollegen Arjen Robben ein Bein stellen, wenn der Niederländer gerade dabei ist, zum Elfmeter anzulaufen. Bevor Robben sich aufrappeln kann, schießt Gomez selbst und widmet den Treffer seinem Freund Arjen. Das wär doch was.
FAZ, 10.12.2011 - Seite 31, Bundesliga 16.Akt
Stimmt! Witzig finde ich den Beitrag auf Seite 3 zur Hutlosen Gesellschaft:
Der Hut gehörte über viele Jahrhunderte hinweg zum Mann wie seine Männlichkeit und vor kurzem noch zum Bürger wie seine Bürgerlichkeit. Er war weit mehr als nur Mode. Wo ist er geblieben? es gibt ihn noch. Wo er getragen wird, steht er nicht mehr für uniformen Konservativismus, sondern eher für dessen Gegenteil.
Mir fallen Hüte immer an zwei Stellen besonders auf: An Flughäfen, New York oder anderen Städten bei orthodoxen Juden und in der Jugendszene, wo er als Modeacessoir scheinbar hipp ist Und bei Hut denke ich natürlich auch an Udo Lindenberg :-)
Holger Schmidt analysiert in Der Lounge auf Seite 13 das Endspiel um das Internet und vergleicht Apple, Google, Facebook und Amazon unter verschiedenen Aspekten: Köpfe, Stratgie, Geld.
Apple, Google, Facebook und Amazon dringen in die Domänen der Nebenbuhler ein und suchen die Herrschaft im Netz. Die Börse wettet auf Amazon und Facebook - und macht die Rechnung ohne Apple und Google.
Sollte der Artikel von Holger Schmidt online sein, ergänze ich hier den Link. Diese Analysen scheinen gerade in zu sein. Der Spiegel hat die Woche auch damit aufgemacht:
Hier der Trailer von SpiegelTV.
Ich bin Fan und werde das mein ganzes Leben sein. Das lässt sich nicht auslöschen, das ist unmöglich. Da sind meine Wurzeln, da bin ich aufgewachsen, der Borussia habe ich alles zu verdanken. Deswegen ärgere ich mich manchmal ja auch so.
Ich bin und bleibe Netzer-Fan. Er war und ist einfach ein Typ, der schon früher mal quer gestanden hat, und dabei Hirn. Und seine Liebeserklärung an Borussia - und natürlich die vorhergehende Analyse - finde ich einfach Klasse.
Bezeichnend (und für mich erstaunlich), dass er kein Wort über Eberl verliert.
© obs Gladbacher Fußball-Legende Netzer: „Unserer großen Zeit ging ein Wachstum über mehrere Jahre voraus“
Der Verlauf der bisherigen Bundesliga-Saison ist für einen eingefleischten Gladbach-Fan schon sehr erstaunlich und erfreulich: Die Mannschaft spielt konsequent an der Spitze mit und das unterdessen auf hohem Niveau. So kommt es am nächsten Spieltag zum Duell Borussia - Borussia, Zweiter gegen Erster (und ich diskutiere hier nicht, wer die wahre Borussia ist). Diese bisherige Saisonleistung war sicher so nicht zu erwarten. Zwar bin ich davon ausgegangen, dass die Mannschaft in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben würde, aber mit einer solchen Platzierung habe ich sicher nicht gerechnet.
Woran liegt es? Ich denke, es kommen eine Reihe von Faktoren zusammen. Aus der Schiessbude der Bundesliga ist eine defensiv besonders starke Einheit geworden, die kaum Chancen zulässt und konsequent gegen den Ball arbeitet. Ter Steegen ist eine Bank im Tor und man mag gar nicht mehr an Bailly oder Heimeroth in der abgelaufenen Saison zurückdenken. Die Abwehr steht stabil und ist im Gegensatz zur letzten Runde von grösserem Verletzungspech verschont geblieben. Ob Dante, Stranzl oder Brouwers - wer immer ran muss, bringt in der Innenverteidigung seine Leistung. Jantschke und Daems spielen stabile Aussenverteidiger.
Und im defensiven Mittelfeld steht die Doppelsechs mit Neustädter, Nordtveit und Marx. Auch hier sind wieder drei fast gleichwertige Spieler für die beiden Sechserpositionen da. Und diese gerade beschriebene Defensivabteilung - hier und da ergänzt - funktioniert bisher herausragend. Das kann gar nicht hoch genug bewertet werden und geht im Trubel rund um Reus leider nur allzuoft unter. Trainer Lucien Favre hat es vor allem geschafft, diesen Defensivverbund herauszuarbeiten, der nun schon seit Wochen stabil steht. Zu Beginn der Saison - manch einer vergisst das nach dem 5:0 gegen Werder und dem 0:3 in Köln zu leicht - gab es durchaus einige Spiele mit wenigen Chancen und nicht berauschender Offensive. Die Defensive stand aber fast immer und ließ nichts zu, gerade auch bei den 1:0 Siegen.
Und natürlich klappt es jetzt auch nach vorne. Zu Reus ist schon genug geschrieben worden. Für einen Borussen-Fan bleibt nur zu hoffen, dass er noch eine Weile für Gladbach kickt. Auch hier geht wieder ein bisschen unter, dass auch der Rest der Offensivabteilung funktioniert. Arango spielt - endlich - eine hervorragende Saison. Herrmann ist derzeit bärenstark. Und Hanke verblüfft mich von Woche zu Woche. Ich gebe zu, dass ich Anfang 2011 nicht verstanden habe, warum Eberl Hanke geholt hat. Jetzt bin ich von ihm und seiner Rolle als Ballverteiler mehr als beeindruckt. Diese neue Rolle und Position geht sicher auch wieder zu guten Teilen auf Favre zurück. Durch all diese starken Leistungen fiel kaum auf, dass ein De Camargo wieder lange Zeit verletzt war und erst jetzt wieder fit ist. Eine positive Randnotiz ist auch Bobadilla. Hier besteht durchaus doch wieder Hoffnung, dass er den Durchbruch schafft.
Wenn man sich nun die Liste der Stammspieler anschaut, fällt auf, dass es noch kein Neuzugang der neuen Saison in die Stammelf geschafft hat. Weder Leckies noch Young, weder Rupp, Zimmermann, Wendt oder Otsu haben (bisher) den Sprung geschafft. Die Stammelf besteht aus Spielern, die schon zu Beginn der Krisensaison und davor dabei waren und den Neuzugängen zur Saisonhälfte. Die Stammkräfte sind größtenteils von Verletzungen verschont geblieben und drei der vier Winterzugänge haben der Ägide Frontzeck-Eberl haben voll eingeschlagen: Stranzl, Nordtveit und Hanke. Ich habe bewusst Ära Frontzeck-Eberl geschrieben. Die beiden haben die genanntem Spieler (plus Fink, der nicht eingeschlagen ist) geholt. Dabei geht es sicherlich nicht darum, die Verdienste von Favre zu schmälern, der einen riesigen Anteil an der Entwicklung hat. Auch die Entschlackung des Kaders muss erwähnt werden: Idrissou, Matmour, Levels, Andersen sind ganz weg gegangen oder ausgeliehen.
Besonders beeindruckend finde ich die unaufgeregte Art von Favre, der das Team bisher auf dem Boden gehalten hat. Die Mannschaft hat von Woche zu Woche konstant eine konzentrierte Leistung gebracht und in letzter Zeit herausragend gespielt. Hoffen wir, dass es - gerade auch gegen Dortmund - so bleibt. Was am Ende der Saison dann dabei herauskommt, ist offen. Vergessen wir nicht, dass wir am 14. Spieltag sind und noch 60 Punkte vergeben werden. Ich will nicht das Schreckensbeispiel Frankfurt der vergangenen Saison an die Wand malen - und glaube auch nicht, dass Borussia einen solchem Absturz erleben wird. Ich hoffe einfach, dass man so weiterarbeitet und dann wird ein gutes, gar herausragendes Ergebnis für Gladbach rauskommen (und ich rede hier nicht von der Meisterschaft). Die Sympathien vieler, vieler Fans in Fussball-Deutschland haben wir derzeit sicher.
Wer hatte in der vergangenen Saison vor der Runde mit einer solcher Leistung der Borussia gerechnet? Wer hätte zu Beginn des Jahres noch einen Pfifferling auf den Klassenverbleib gewettet. Ja, ich hatte noch ein wenig Hoffnung, doch es war nur ein Körnchen. Lange Zeit hielt die Vereinsführung (und auch ich) Michael Frontzeck die Treue, der die Mannschaft ja 2009/10 sicher zum Klassenerhalt fûhrte. Doch nach der Heimniederlage gegen Stutgart musste etwas passieren. Es war offensichtlich, dass Frontzeck es nicht schaffen würde. Dann kam, sah und siegte Lucien Favre, nicht ohne Holperer. Ich mag gar nicht an das Eigentor von Bailly gegen Kaiserslautern denken. Doch nach einer Weile stabilisierte (Oder sollte ich favresierte schreiben?) sich die Mannschaft und legte eine beeindruckende Serie hin, u.a. mit einem Sieg gegen den späteren deutschen Meister, und schaffte in der Relegation verdient den Verbleib in der 1. Liga. Und wie zu Beginn der Runde 2010/11 stellt sich die Frage quo vadis Borussia. Zieht endlich, endlich, endlich Kontinuität in der sportlichen Führung und eine kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft ein? Natürlich hoffen es Borussia-Fans wie ich. Und wir hoffen, dass Favre wirklich der Perspektivtrainer ist, den er so eimdrucksvoll ruhig, gelassen, engagiert und sympathisch in der Rückrunde gab. Da war ja auch mal die Entlassung bei der Hertha nach einer zuvor herausragenden Saison. Doch ich bin einmal optimistisch bezüglich der Favre'sierung. Was hat sich bei der Mannschaft getan? Mit ter Stegen scheinen wir nun wirklich ein Riesentalent zwischen den Pfosten zu haben - und es ist gut, dass der gegelte Bailly weg ist. Für diesen Typ Torwart hab ich trotz aller Verdienste dee Saison 2008/09 einfach nichts übrig. Hoffen wir also, dass ter Stegen stabil seine Leistung bringt. Das, was er in den 8 - 9 Spielen zeigte, war ausnehmend gut, aber eine Saison dauert 34 Spiele. Massgeblich für den Klassenerhalt war die Stabilisierung der Abwehr. Stranzl und Dante sind hier sicher als Innenverteidiger erste Wahl und mit Brouwers steht ein weiterer starker Mann dahinter. Auf den Aussenbahnen haben sich Daems und Jantschke durchgesetzt, beides keine Flankengötter, aber stabil in der Defensive. Daems wird durch den schwedischen Zugang Wendt unter Druck gesetzt. Jantschke scheint bei Favre mehr als nur einen Stein im Brett zu haben, wie der anstehende Abgang von Levels zeigt. Sicherlich massgeblich zu einer guten Defensive beigetragen haben auch Nordtveid und Neustädter, die unter Favre als Doppelsechs gesetzt waren. Beide scheinen mir jedoch in der kreativen Spieleröffnung nicht unbedingt ihre Stärken zu haben. Aber vielleicht müssen sich auch als Gegengewicht zu Arango und Reus wirken und ein weiterer zu Kreativer wäre eher kontraproduktiv? Schwer zu sagen. Für mich ein Hoffnungsträger bleibt Patrick Herrmann, der sicher mehr als nur gute Ansätze hat. Das Problem wird hier sein, ob die Mannschaft einen Reus und einen Herrmann zur gleichen Zeit auf dem Platz verkraften kann. Aus Karlsruhe sind mit Rupp und Zimmermann zwei neue Kräfte gekommen, bei denen sich die Frage stellt, welchem Weg sie gehen? Werden sie à la Reus sofort einschlagen, der nun bereits die zweite bärenstarke Saison gespielt hat. Brauchen sie à la Neustädter eine Runde Anlaufzeit? Oder schaffen sie nicht den Sprung von 2. in die 1. Liga. Hier muss ich an Andersen denken, bei Düsseldorf einer der stärksten Innenverteidiger der 2. Liga, der den Sprung erst einmal nicht schaffte, den wir aber hoffentlich noch nicht abschreiben müssen. Auch zu Juan Arango muss ich ein Wort verlieren. Er hat in der Rückrunde sicher nicht schlecht gespielt, doch hatte ich mir vom venezulanischen Nationalspieler deutlich erwartet. Hier wäre eine Alternative durchaus wünschenswert. Zu einem weiteren Spieler habe ich ein skeptisches Verhältnis: Mike Hanke. Doch muss ich gestehen, dass ich seine Spiele als "Ableger" hinter der Spitze hängend gut fand. Nur wie stabil wird er spielen und trainieren? Der Australier Leckie hat in den Vorbereitungsspielen einen guten Eindruck hinterlassen, doch sind Vorbereitung und Bundesliga sicher zwei verschiedene Stiefel. Vorne bleibt zu hoffen, dass de Camargo endlich einmal von grösseren Verletzungen verschont bleibt, doch scheint er einfach anfällig zu sein. Er ist der mitspielende Knipser, den die Borussia gut gebrauchen kann. Tja, und es gibt noch einen weiteren Neuzugang: Bobadilla ist aus Griechenland zurück. Ich glaube, dass der unter Favre durchaus die Chance hat, endlich den Durchbruch zu schaffen. Schaun wir mal. Ob Idrissou bleiben wird, ist wohl fraglich. Und zum potentiellen Manchester-Neuzugang Joshua King kann man noch nicht viel sagen. Favre scheint grosse Dinge von ihm zu halten. Neben den genannten Spielern arbeitet er wohl auch mit einigen Nachwuchskräften, so dass durchaus auch noch der ein oder andere neue Name auftauchen kann. Der Kader müsste aus meiner Sicht eigentlich das Potential haben, souverän einen stabilen Mittelfeldplatz zu erspielen. Doch wie wird das Team performen, wenn der Saisonstart mit Niederlagen beginnt? Bayern und Schalke sind nicht das einfachste Programm zum Start. Ich drücke (natürlich) der Mannschaft und Lucien Favre alle Daumen. Hoffentlich baut man mit Favre wirklich etwas auf. Mein Tipp ist - durchaus optimistisch - ein 9. oder 10. Platz. Und mit einem Kumpel habe ich die Wette laufen, dass die Borussia vor dem FCK liegen würde. Schaun wir also mal. Noch eine Abschlussbemerkung zum Management und Maxi Eberl. Man hat sehr, sehr lange an Frontzeck festgehalten. Das empfand ich als sehr sympathisch, auch wenn dann der Trainerwechsel massgeblich zum Klassenerhalt beigetragen hat. In der Winterpause wurden dann noch zur Amtszeit von Frontzeck, vielleicht mit ihm, Spieler wie Stranzl, Nordtveid, Hanke und Fink geholt, von den mindestens zwei eingeschlagen haben. Eine durchaus sehenswerte Bilanz. Trotzdem bleibt das Management von Königs über Bonhof abwärts zu Eberl nicht erst nach der versuchten Effenberg'schen Palastrevolution unter verstärkter Beobachtung. Spannend zu beobachten wird sein, welche Rolle Hans Meyer im Präsidium spielen wird. Über und hinter der Borussia hängt immer der Schatten der so erfolgreichen 70'er Jahre. Davon träumen die Fans, auch wenn wir von diesen Zeiten weit weg sind. Auf eine Renaissamcd hoffen die Fans seit fast 2 Jahrzehnten. Wirtschaftlich scheint der Club stabil. Nun hoffen wir weiter auf einen sukzessiven sportlichen Aufstieg.
Jetzt sind noch 2 Spieltage, die Borussia ist auf Platz 17 und wir hoffen wieder. Diese Hoffnung hatte ich - ich gebe es zu - schon aufgegeben, denn der Abstand schien zu gross und Niederlagen gegen direkte Begleiter im Abstiegskampf (Stuttgart, Kaiserslautern) gingen zuhause verloren. Aber die Mannschaft hat Moral gezeigt, drei von vier Spielen gewonnen und in Mainz sehr unglücklich verloren. Die Chance ist gering, die Spiele gegen Freiburg und Hamburg sind noch nicht gewonnen, aber die Hoffnung ist zumindest wieder da. Und vor allem überzeugt auch die Mannschaft in den vergangenen Wochen mit ihrer Einstellung.
Ist das nun alles ein Verdienst von Lucien Favre? Nicht alles, aber er leistet sicher einen grossen Beitrag. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Verstärkungen vor seiner Zeit bei Borussia von Eberl und Frontzecke geholt wurden. Mit Stranzl und Nordtveit ist es endlich gelungen, die Defensive zu stabilisieren und das war die Achillesferse der Borussia. Ich habe ja schon vor dieser Saison darüber geschrieben. Andere Nezugänge haben sicher nicht in gleichem Maße eingeschlagen (Fink oder auch Hanke) und gerade beim genannten Stürmer habe ich so meine Zweifel (und hoffe, dass ich falsch liege). Auch scheint das Torwartkarusell endlich zur Ruhe gekommen zu sein und vielleicht haben wir mit ter Stegen nun einen Keeper gefunden, der als junger Kerl stabil sein Leistung bringen wird.
Es braucht also jetzt viel Glück - wie schlägt sich Köln in Frankfurt - und zwei Siege, die erst noch erkämpft werden müssen. Ein langer Weg, aber auch im schlimmsten Fall machen mir die vergangenen Wochen Mut. Im Falle des Falles, den ich mir als Gladbach-Fan nicht ausmalen möchte, machen mir gerade die jungen Spieler Mut. Ein de Camargo, ein Reus, ein Dante und ein Arango (von dem ich mir in den Jahren eigentlich mehr als Führungsspieler erwartet hatte) sind im schlimmsten Fall sicher nicht zu halten. Selbst beim Klassenerhalt dürfte es bei dem ein oder anderen der Genannten schwierig sein. Spieler wie Herrmann, Neustädter, Jantschke oder ter Stegen geben aber Hoffnung und man kann eventuell ein leistungsfähiges Gerüst an Spielern behalten und gleich wieder durchstarten.
Hätte man den Trainer früher wechseln müssen? Hinterher ist man immer schlauer und heute würde jeder ja sagen. Favre scheint wirklich gute Arbeit zu leisten und wieder einmal hoffen wir, dass endlich ein Trainer mittelfristig bei der Borussia bleibt und etwas aufbaut. Das hatte ich aber auch mit Frontzecke nach der vorherigen Saison gehofft. Schaun wir mal.
Reus zu Bayern, wie es jetzt bei Doppelpass und anderswo zu hören ist? Was soll Marco dort? Sich hinter Robben, Ribery, Kroos und Konsorten einreihen. Der Patz von Reus ist bei Bayern besetzt und er wird dort nur eine Chance bekommen, wenn die besagten Spieler ausfallen. Und Bayern muss ja eigentlich grosszügig auf eine Verpflichtung verzichten, da wir ja den Hannoveranern 3 Punkte gestohlen haben ...
Effenberg als Sportdirektor? Ich gebe zu, dass ich dazu noch keinen Daumen hoch oder runter recke. Eine sehr schwierige Frage, aber ich glaube man sollte Effes Fähigkeiten nicht unterschätzen. Er ist kein Loddar.
Es bleibt also spannend rund um Gladbach.
Und es gilt weiter kräftig die Daumen drücken, dass es vielleicht doch noch klappt.
Wer hätte es vor der Saison nach einem 12. Platz gedacht? Ich habe zwar lange grosse Schwächen in der Defensive gesehen, aber nie mit einem Abstiegsplatz gerechnet. Nun liegen wir auf dem letzten Platz und eine Rettung scheint nahezu unmöglich. Und es ist zur Trennung von Michael Frontzeck gekommen, die ich aber aber in dieser Situation auch für unausweislich halte. Trotz zweier Auswärtssiege hat er es auch in der Rückrunde nicht geschafft, dass zu Hause Punkte geholt und Undiszpliniertheiten aufhören. Schade, Michael und alles Gute.
Wie geht es weiter? Ein Retter oder besser Abstieg abhaken und auf einen Neustart in der 2. LIga hinarbeiten. Den Versuch der Noch-Rettung wird es wohl auch aus rein wirtschaftlichen Gründen geben (müssen). Ob der Retter dann gegebenenfalls den Neuaufbau in der 2. Liga startet ...
Schaun wir mal. Es bleibt zugegebenermaßen etwas Ratlosigkeit. Was hat man bei der Borussia in den vergangenen 10 Jahre alles versucht. Investitionen bis zum Exzess mit Advocat, Versuch, gute alte Zeiten mit Heynckes wieder heraufzubeschwören, Neustart mit Jos Luhukay, Ablösung von Jos und Rettung durch Hans Meyer, komfortabler Mittelfeldplatz mit Frontzeck und nun das.
Vielleicht hätte man Jos ... Das vielleicht ist leicht gesagt. Meine Sympathie geht zu einem Weg à la Freiburg oder Mainz, aber wird man das wagen, wird das Umfeld die Geduld dafür haben?
Und kurzfristig: Wer wird die Rettung versuchen? Wieder Hans Meyer? Ein Ralf Rangnick wird kaum diesen Harakiri-Job annehmen. Der träumt von anderen Sphären. Schaun wir mal.
Mein Posting auf Facebook:
Borussia trennt sich von Michael Frontzeck . http://ow.ly/3Vyqg | #Gladbach - Ging wohl nicht mehr anders, aber ob es noch hilft? http://www.borussia.de/de/aktu elles-termine/news/borussia-news/news-detailansicht.html?tx_ttnews%5Bt...
Stefan Pfeiffer "Dem Borussen und Menschen Michael Frontzeck bleibt an der Stelle für die sportliche und private Zukunft alles erdenklich Gute und viel Erfolg zu wünschen." http://fohlen-hautnah.de/news/borussia-trennt-sich-von-michael-frontzeck/
Und gestern meine Forderung zum Rücktritt von Frontzeck:
Zeit für Neustart bei #Gladbach - Frontzeck sollte gehen und man den Neustart in der 2. Liga planen - Mission Klassenerhalt ist gescheiter
Jörg Allmann Sei doch nicht so skeptisch. Der Rand ist gerade mal 2 Siege entfernt. Leider lauert dort der FCK.
Stefan Pfeiffer Nee, Jörg, die stellen sich zu dumm an. x mal Führung, dann rote Karte, dann 3 Punkte weg. Ich weiss nicht, wie oft das in der Saison der Fall war. Und Frontzeck kriegt die individuellen Fehler und Ausraster nicht in den Griff.
Und ja, immer noch: Borussia Mönchengladbach: Die Hoffnung auf wiederkehrende goldene Zeiten stirbt zuletzt, seit Jahren schon
Ja, die Stürmer müssen öfters treffen. Keine Frage. Das eigentlich Problem liegt aber für mich in der Defensive. Wir haben in der vergangenen Saison zu viele Gegentore und zu viele Klatschen kassiert. Ich glaube, daß Michael Frontzeck dringend in der Defensivarbeit ansetzen muß. Und diesbezüglich bei unserem Kader etwas skeptisch.
Das hatte ich Ende Juli zur neuen Saison zu meiner Borussia geschrieben. Schwächen in der Defensive und leider hat sich es in einem Maße bewahrheitet, wie ich es nicht gedacht oder befürchtet hätte. Das Defensivverhalten ist eine Katastrophe, teilweise hervorgerufen durch Verletzungen und auf der anderen Seite verschuldet durch persönliche Fehler. Da benutzt man gerne das Wort unentschuldbar. Wer aber selbst Fußball gespielt hat, weiß, daß Fehler passieren und im schlimmsten Falle zu Gegentoren führen. Nur passieren diese Fehler bei der Borussia in einer Fülle, die katastrophale Folgen hat.
Was mich besonders bedenklich stimmt, waren die Klatschen, die wir kassiert haben. In der vergangenen Saison Hannover, in dieser Runde Frankfurt und Stuttgart. Das kann einmal passieren, aber nicht dreimal. Ich vermisse in der Mannschaft den Charakter und die Führungskräfte, die in solchen Situationen den Laden zusammenhalten. Die Klatschen sind ja teilweise mit Brouwers und Dante passiert, deren Fehlen oft als Ursache der Misere genannt wird. Leider haben sich auch beide Torhüter nicht mit Ruhm bekleckert, zuerst Bailly mit Fehlern und immer wieder einschlagenden Weitschüssen, nun Heimeroth als Fliegenfänger. Der gesamte Defensivverbund funktioniert nicht, angefangen von den Außenverteidigern bis zum defensiven Mittelfeld und zur Defensivarbeit. Daems und Levels sind - so scheint es - feine Kerls, aber ihnen scheint doch hier und da die Schnelligkeit und Qualität zu fehlen. Marx und Bradley kriegen das defensive Mittelfeld nicht dicht.
Eine große Enttäuschung ist für mich Arango, der sicher kein Defensivkünstler ist. Er wurde aber einmal als Führungsspieler gekauft und das ist er sicher nicht. Er fällt - wie viele andere - nur in die Kategorie Mitläufer. Und das dürfte das oben schon skizzierte Problem sein. Es fehlen die oder der Führungsspieler, die auch mal verbal und von der ganzen Körpersprache das Kommando übernehmen. Die devote, geknickte Körper- und Kopfhaltung kann man sich kaum anschauen. Idrissou - dazu braucht man nichts zu sagen. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet und gegebenenfalls sollte man Konsequenzen ziehen. Bobadilla verzeihe ich seine rote Karte. Er war mit Herzen und Einsatz in der Saison dabei und der südamerikanisch, temperamentvolle Aussetzer sei verziehen. De Camargo gibt Hoffnung. Daß, was von ihm zu sehen war, sah gut aus.
Lichtblicke sind für mich Reus, Herrmann und Neustädter, eventuell auch Wissing. Das sind für mich 3-4 junge Kerls, der viel Talent haben und denen der Führungsspieler fehlt, an dem sie sich auch mal aufrichten können. Vielleicht brauchen wir eine Kampfsau mit auch dreckiger Spielweise wie einen van Bommel, damit sich die Mannschaft an so jemanden orientiert. Man denke an einen Effenberg. Dort sehe ich - Hanke hin, oder Hanke her - den größten Handlungsbedarf: einen charakterstarken Defensivspieler für das Mittelfeld holen. Und - sorry, lieber Heimeroth und Bailly - vielleicht sollten wir über einen anderen Torhüter nachdenken.
Die Mannschaft hat theoretisch das Potential und die Stuttgarter haben in der vergangenen Saison gezeigt, daß man unten rauskommen kann. Dazu muß sich aber sofort im Januar einiges ändern. Ich drücke natürlich alle Daumen, denn den dritten Abstieg muß ich nicht erleben (und das Gelästere der lieben Kumpels ertragen). Zur Trainersituation: Aus der Ferne ist es sehr schwer zu beurteilen, ob Frontzeck Fehler macht. Prinzipiell finde ich es gut, daß man zusammensteht und die Krise gemeinsam bewältigen will. Der Druck vom sicherlich anspruchsvollen und schwierigen Umfeld ist riesengroß. Der Zusammenhalt ist Risiko, aber auch eine Chance. Ich wünsche (mir und) dem Management- und Trainerteam, daß sie es zusammen schaffen und dann auch gestärkt aus dieser Krise herausgehen, um nach dem Modell Werder Bremen gute Zeiten zu haben und schlechte Zeiten gemeinsam durchzustehen.
The issues that confront modern organizations are precisely the issues which confront football teams. .... But perhaps the greatest lesson football has for business is the value of coaching. Too often, in business, coaching is mistaken for counseling or mentoring, to the detriment of the organization. ... Whatever you think about football, an analysis of its management gives us a profound understanding of the corporate managerial task.
Analogien und Vergleiche sind ja immer schön, auch wenn sie natürlich hier und da hinken. Und ich muß auch an die beiden Klatschen meiner Gladbacher gegen Frankfurt und Stuttgart denken.
Tief im Unterbewusstsein der immer noch zahlreichen Gladbacher Sympathisanten aus ganz Deutschland ist weiter die Illusion verankert, es könnte wieder so werden wie im goldenen Zeitalter des fünfmaligen deutschen Meisters. „Sobald Borussia ein oder zwei Kontertore macht, denken viele Leute hier, hurra, wir sind wieder in den Siebzigern“, sagt ein Reporter, der den Klub seit vielen Jahren begleitet. Diese Vision ist erst einmal gegenstandslos. Vielleicht waren die hohen Niederlagen gegen Frankfurt und Stuttgart doch zu etwas gut.
Stimmt. Wir - die wir die goldenen 70er Jahre erlebt haben - träumen alle von einer Renaissance der Borussia. Und wir sahen die Borussia auch auf einem guten Weg. Die deftigen Niederlagen gegen Frankfurt und in Stuttgart waren nach dem Hannover-Debakel der vergangenen Saison 3 extrem deftige Dämpfer, die an der Defensivstärke der Borussia und am Charakter vieler Spieler doch stark zweifeln lassen. Aber bitte nehmt uns nicht die Hoffnung ...
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