Filed under: Internet

Von Nullen und Einsen: Die Daten kriegt man nicht mehr in die Tube - WirtschaftsWoche

Die Freigabe großer Informationsmengen kann nämlich schlichtweg auch dazu dienen, Interessantes zu verstecken. Trotz großer Fortschritte in der Datenbank- und semantischen Wortanalysetechnik kann es sein, dass man es mit einer Nadel im Datenhaufen zu tun bekommt. Und Journalisten und Aufklärer sind bislang nicht oder nur unzureichend darauf vorbereitet, jagten sie bislang doch Geheimnissen in der realen Welt nach, nicht Geheimnissen in bereits auf der Festplatte liegenden Gigabyte-Bergen.

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In einer offenen Gesellschaft zu leben, in der immer mehr Menschen immer mehr Zugriff auf wichtige Daten haben, mag den ein oder anderen erschrecken und >harte Reaktionen hervorrufen. Doch ein Zurück gibt es nicht. Journalisten und Experten, Nutzer und Whistleblower müssen das Beste daraus machen. In die Tube geht diese Zahnpasta nicht mehr.

Ich will hier gar nicht auf das Thema Analytics eingehen. Da tut sich ja eine Menge. Viel wichtiger ist mir die Bemerkung von Ben Schwan zur offenen Gesellschaft. Das Internet ist eine Transparenzmaschine. Das mag dem ein oder anderen nicht schmecken, aber es ist zum Glück nicht zu ändern.

Digital Naiv-Postings nun auch ab und an auf silicon.de

Weitere Meinungen und Erfahrungen von ihm können Sie auch in seinem Blog und künftig hier bei silicon.de nachlesen.

Der ein oder andere meiner Blogbeiträge wird nun auch auf silicon.de erscheinen. Den Anfang haben wir mit Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft ist das Soziale Netzwerk gemacht. Freue mich sehr über diese neue Kooperation.

Silicon

Wie aus skeptischen Senioren begeisterte Surfer werden - SPIEGEL ONLINE

Senioren gelten als Internet-Nachzügler, mitunter gar als skeptische Technik-Verweigerer. Der wahre Grund dafür, zeigen nun Daten des Sozialforschungsinstituts Infas, ist bei vielen ein Informations-Defizit: Wenn Nutzen und Kosten klar sind, werden aus skeptischen Senioren begeisterte Surfer.

Interessante Studie, die manche Vorurteile ausräumt. Ich denke, "Usability" und Aufklärung ist das wesentliche Thema. Ich habe dabei meine Mutter vor Auge, die mein iPad sah und sofort anfing, damit herumzuspielen. Es muß nicht immer Ei-Pätt sein, aber mir zeigt es, daß die Endgeräte einfach intuitiver werden müssen und Tablets sind eine Chance.

IE9 beta not enough to keep IE market share over 60% mark

IE9 beta not enough to keep IE market share over 60% mark

2010 will be remembered as the year when Chrome took off despite Microsoft's attempts to hold on to its shrinking browser market share. It looks like Internet Explorer's two months of market share gains were an aberration. Other trends are continuing as before: Firefox is steady between 20 and 25 percent share, Chrome is steadily moving forward, and Safari trudges onward. Opera, meanwhile, is still hanging on to the leftover scraps. Everyone but Microsoft saw at least a modest market share gain in September.

Hoffen wir mal, daß es hier zu ausgewogeneren Marktanteilen kommt, aber die Bequemlichkeit manches Anwenders (und mancher IT-Abteilung) Halten den IE auf dem Niveau. Erstaunlich: Immer noch 15 % sind auf dem besonders sicherheitsanfälligen Internet Explorer 6!

[DE] Kampf ums eigene Internet-Ich oder einfach nur gutes Weberlebnis ?

Woraus schließt das Unternehmen, dass die mich interessieren können? Aus meinem früheren Kauf- und Surfverhalten. Meine Zukunft wird eine algorithmische Ableitung der Vergangenheit. Aus diesen Online-Splittern meiner selbst ziehen die Unternehmen Schlüsse, mit denen sie wiederum mich beeinflussen. Mir werden heutzutage via Internet ja nicht nur Bücher vorgeschlagen, sondern auch Reisen, Freunde und sogar Lebenspartner, die rein rechnerisch zu mir passen.

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Sie alle spähen uns aus. Dabei geht es weder um "Big Brother" noch Weltherrschaftsphantasien, sondern um simples Geschäft. Google, Apple oder Amazon gehören heute zu den profitabelsten Unternehmen der Welt. Sie verkaufen uns Produkte und uns als Produkt wiederum an die Wirtschaft.

Ich denke, an vielen Stellen wird die Diskussion heute zu einfach geführt. Ja, die bekannten Protagonisten sammeln Daten über uns, unser Klickverhalten und vermarkten das. Möchte ich auf Amazon nicht vielleicht sogar auf Grund meiner bisherigen Käufe weitere Empfehlungen, die zu meinen Interessen passen? Ist das Manipulation meiner Kaufinstinkte oder willkommener Service?

Oder ein anderes Beispiel aus dem realen Webleben: Ich bewege mich auf einer Web Site. Klicke mich durch. Und aufgrund meines Klickverhaltens zieht die Web Site (beziehungsweise die eingesetzte Web Analytics- und Marketing Automation-Software) Schlüsse und präsentiert mir Inhalte, die mich interessieren könnten. Predictive Web nennt man das. Oder nennen wir es besser Personalisierung. Das klingt doch viel freundlicher und harmloser. Oder?

Und ich oute mich hier. Als Marketiingverantwortlicher will ich natürlich wissen, für was sich meine Kunden interessieren? Ich möchte wissen, was der einzelne, individuelle Besucher meiner Web Site sucht. Und ich möchte ihn zielgerichtet "targeten" können. Oh nein, das klingt schon wieder negativ und manipulativ. Sollte ich es besser so formulieren: Ich möchte ihm natürlich einen außergewöhnlich angenehmen Aufenthalt auf meiner Web Site bereiten, damit er zufrieden ist, die Informationen findet, die er sucht, und eventuell sogar etwas bei mir kauft. Ooops. jetzt habe ich das Wort kaufen verwendet. Das hat bei uns in Deutschland schon wieder einen schlechten Beigeschmack.

Ist also das Sammeln von Daten, Kauf- und Klickverhalten nun Fluch oder Segen - oder etwas dazwischen? Diese Frage wird derzeit zu oft schwarz und weiß diskutiert. Aus meiner Sicht darf ein Unternehmen (bzw. die Analyse-Software auf seiner Web Site) Daten darüber sammeln, wie ich mich auf seiner Web Site bewege, und kann mir darauf basierend auch Informationen und Empfehlungen geben. Eine Grenze ist für mich sicher, wenn so gewonnene Informationen über mich ohne meine Zustimmung an Dritte weitergegeben werden. Das kann und darf nicht sein.

Tja, aber wo fängt als Big Brother an und wo greifen "normale", akzeptable Marketingmechanismen? Die Diskussion gehört versachlicht und Regeln müssen definiert werden. Und die Anwender müssen aufgeklärt werden, was mit ihren Daten im Web passiert, vor allem, wie Daten verwendet werden.

"Exceptional iPad Experience": iPad erfordert speziell angepasste Portal- und Webseiten (und Apps)

Das iPad funktioniert gestenbasiert, darum müssen Entwickler eine iPad-App konsequent darauf ausrichten. Dazu kommt Apples Anti-Flash-Politik, die wohl die Einführung von HTML5 noch beschleunigen wird.

Apple hat sozusagen die Usability für Tablet-PCs und Touch-Only-Geräte neu erfunden und de-facto zum Standard erklärt. Einmal mehr – ist man geneigt zu sagen – wenn man sich an die Revolution bei den MP3-Playern mit dem iPod erinnert. Aber es gilt auch, die Apple Usability richtig zu interpretieren. Zum einen wird auf dem iPad mittels Gesten navigiert, Maus und Keyboard entfallen. Das verspricht eine komplett neue Haptik und die Bedienung wird vom Menschen als natürlicher empfunden.

via t3n.de

Interessantes Posting auf t3n, das sich mit meinen Erfahrungen als iPad-Neueinsteiger deckt. Doch es nicht nur eine Formatfrage. Ja, Webportale und Apps werden im Format des iPad (und kommender weiterer Tablets) angepasst werden müssen, vor allem aber muß die Webseite, das Portal oder Anwendung für die "Fingerbedienung" optimiert werden.

Das ist mir dieser Tage beim Testen von Twitter-Clients bewußt geworden. Die iPhone-Twitter-Clients sind einfach nicht optimal auf dem iPad zu benutzen. Das iPad gibt durch den größeren Bildschirm ganz andere Möglichkeiten und diese müssen von der App oder dem Portal unterstützt werden. Nur so kommt es zur "Exceptional iPad Experience" beziehungsweise "Exceptional Web Experience".

Was mich dieser Tage darüber hinaus beeindruckt hat, ist das Video mit 1,5 Jährigen und dem iPad und meine Mutter: Sie besuchte mich am Samstag, sah mein neues Spielzeug. Ich demonstrierte ihr ein bisschen, wie ich es benutze, Stellen vergrößere und verkleinere. Sie war begeistert und fing sofort an, selbst zu navigieren. Beide Beispiele zeigen mir das Veränderungspotential des iPads und von Tablets und das meiner Meinung nach nicht nur im Consumer-Markt sondern auch in Unternehmen. Auch dort werden Tablets Einzug halten.

A third screen that publishers and marketers cannot ignore - eMarketer

“An improved user experience, and the ability to access an ever-expanding variety of content from the cloud, will attract many new mobile content consumers in the next five years.”

US Mobile Content Revenues, by Segment, 2009-2014 (millions)

Mobile Content Soars Thanks to Device and Network Advances is the title of the article - interesting statistics. Very focussed on consumer business, but how does this fit to B2B? What does this mean for mobile portals as part of an Exceptional Web Experience?

Perfectly fits to two initiatives and events we are currently running at IBM Lotus Germany:

  • IBM Web Take-off on Sep. 16 in Frankfurt discussing Project Northstar and the Exceptional Web Experience

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Digitale Identität: Das Ende des freiwilligen Internets – | ZEIT ONLINE

Die Zeit des Opt-In-Internets ist vorbei und auf das Opt-Out ist kein Verlass. Der Kontrollverlust macht keinen Halt vor Internet-Nicht-Nutzern. Im Netz existiert bald eine Repräsentation von jedem, ob wir wollen, oder nicht. Man kann das ignorieren. Verschwinden aber wird das virtuelle Profil dadurch nicht. Es wird wachsen und immer wichtiger werden, auch für das Offline-Leben. Man kann versuchen, mit Anwälten und vielen Briefen dagegen anzukämpfen, aber diesen Kampf wird man auf lange Frist verlieren. Wer Teil der Welt ist, wird Teil des Internets sein.

Es bleibt nur eine Chance: es beeinflussen. Es gibt effektivere und bessere Möglichkeiten, Einfluss auf das eigene Bild zu nehmen, als es verpixeln zu lassen. Man sollte seine Daten selber in die Hand nehmen, an seinem öffentlichen Bild arbeiten. In der stofflichen Welt überlegen wir auch, was wir wem erzählen und was besser nicht – wir gehen bewusst mit unserem Wissen und unserem Selbst um.

Ein beeindruckendes Fazit der Situation. Doch kann (oder will ) ich Michael Seemann nicht auf ganzer Linie Recht geben. Ich denke schon, daß Data Privacy-Regularien und Opt-Out-Optionen notwendig sind - und auch durchgesetzt werden sollten.

Aber generell: Ja, man muß an seinem eigenen Bild arbeiten, Dafür ist - wie schon so oft gesagt und geschrieben - Aufklärung und Ausbildung notwendig: im Kindergarten, in der Schule, an der Uni, an der VHS ... everywhere.

Makaber (aber treffend angesichts der Schmidt'schen Logik) die Bemerkung zu Gesichtserkennung:

Gesichtserkennungssoftware ist noch nicht ausgereift. Aber sie läuft ...

Eric Schmidt, der Chef von Google, räsonierte unlängst, dass Jugendliche ab einem bestimmten Alter ja ihren Namen ändern lassen könnten, wenn sie ihrer Vergangenheit im Internet entfliehen wollten. Das mag absurd sein, für viele aber noch irgendwie denkbar. Doch wer wird sich sein Gesicht operieren lassen, wenn er seine Vergangenheit loswerden will?

[DE] Gekommen um zu bleiben? – Was Kunden von Unternehmen online erwarten

Bestehende Kunden lange binden und viele neue lukrative Kunden gewinnen, sind Ziele, die jedes Unternehmen hat. In einer Zeit, wo in vielen gerade Business-2-Consumer Segmenten eCommerce Normalität ist, wo Passagiere ihre Tickets online bestellen, Amazon nahezu zum Synonym für den Bücherkauf geworden ist und sogar vermehrt Lebensmittel über das Internet gekauft werden, heißt es für Unternehmen immer mehr: Wer online den besten Rundum-Service bietet, dem bleiben die Kunden treu. Rundum-Service heißt heute nicht mehr nur eine optisch ansprechende und funktionale Webseite. Dies ist heute Standard, den ein selbstbewusster Kunde erwartet. Unternehmen müssen nun den nächsten Schritt tun und auf verändertes Verhalten der Kunden reagieren. Der Kunde 2010 tauscht sich in sozialen Netzwerken über Produkte und Dienstleistungen aus, sucht Tipps und Erfahrungen und will auch die Möglichkeit haben, schnell in Dialog mit dem Unternehmen zu treten. Und er ist mobil. Er möchte die Webseite mit allen Services auch auf seinem Smartphone oder Tablet nutzen können. Exceptional Web Experience ist das Buzzword, das all dies zusammenfasst: Mach Deinen online Kunden rundum glücklich.

Ein Ergebnis der IBM CEO Studie 2010 lautet: 88% der Unternehmenschefs möchten näher beim Kunden sein. In sehr vielen Branchen bedeutet das heute, dass man vor allem online nahe am Kunden sein muss. Jedoch verstehen Unternehmen und ihre Kunden unter „Nähe“ oft Unterschiedliches. Denn für viele Verbraucher sind bestimmte Dinge schon heute alltäglich, woran Unternehmen noch gar nicht denken.

Die eigene Website stellt für Unternehmen auch in Zeiten von Social Media immer noch die wichtigste Plattform dar, auch wenn bereits diskutiert wird, ob die Unternehmenswebsite in Zeiten von Facebook nicht überflüssig wird. Aber nicht nur wenn es um das Verkaufen von Produkten geht, ist die eigene Seite immens wichtig.

Es geht mittlerweile eben nicht mehr nur darum, den Kunden eine schöne, bunte Website mit Bildchen zu präsentieren. Der Nutzer von heute geht selbstbewusster in die Interaktion mit den Unternehmen und fordert mehr. Für ihn ist es ganz natürlich, daß er sich im Netz kundig macht, Preise vergleicht, Bewertungen liest, bevor er etwas kauft. Und das übrigens nicht nur bei Consumer-Produkten sondern gerade auch im B2B-Umfeld, wie entsprechende Studien nachweisen.

Es gibt sechs Eckpunkte, die Unternehmen beachten müssen, wenn sie ihre Kunden online mehr bieten möchten:

Einheit von Design und Funktionalität

Viele Websites opfern die einfache Benutzbarkeit und Flexibilität einem bunten, wahnsinnig „kreativen“ Design. Ud umgekehrt sind viele Websites optisch eher spartanisch, bieten dafür aber eine gute Übersicht und einfache Bedienbarkeit. Der Mittelweg, also von beidem ein bisschen, ist hier nicht die Lösung. Vielmehr geht es darum, beide Grundsätze zu verbinden und dem Nutzer damit ein optimiertes Gesamtpaket zur Verfügung zu stellen.

Ein gutes Beispiel für eine solche Einheit in Design und Funktionalität ist die Website der Lufthansa, für die das Unternehmen im letzten Jahr auch unter anderem einen Preis im Bereich Web Development erhalten hat.

Kontext

Jeder Kunde ist anders, hat andere Interessen und Vorlieben. Dementsprechend erwartet jeder Kunde etwas anderes von einer Website. Die Herausforderung für Unternehmen ist es, jedem Kunden das Gefühl zu geben, dass die Website für ihn gemacht wurde, dass er also schnell dort ankommt, wo er hin will und möglichst auf einen Blick das für ihn Relevante überblicken kann.

Neben den persönlichen Interessen und Verhaltensweisen können beim Thema Kontext noch weitere Dinge eine Rolle spielen, wie etwa der Aufenthaltsort, das Endgerät oder die bevorzugten sozialen Netzwerke. Kontext herstellen können, bedeutet – und das soll auch nicht verschwiegen werden - Daten über den Kunden, sein Vorlieben, seine Klickwege und Interessen sammeln, analysieren und möglichst automatisch auswerten. Nur so kann der Kontext hergestellt werden.

Social Everywhere

Mehr und mehr Kunden kontaktieren das Unternehmen nicht mehr nur direkt über die Hotline oder die E-Mail an den Kundenservice. Die Kunden lassen sich nicht mehr vorschreiben, wo sie ihre Fragen oder auch ihre Kritik gegenüber dem Unternehmen abladen. In den vergangenen Jahren haben wir den Siegeszug dessen gesehen, was man Social Media oder das Social Web nennt. Kunden tauschen sich auf Facebook miteinander aus, sie lassen ihren Frust in Blogs ab oder stellen Fragen auf Twitter, wofür sie früher die Kundenhotline angerufen haben.

Das hat natürlich auch ganz konkrete Auswirkungen auf Kundenservice und Einkaufsverhalten. Der heutige Internetnutzer fordert mehr von Unternehmen als einfach nur präsent zu sein. Unternehmen sollen (und müssen) zuhören, auf neudeutsch gesagt „monitoren“, was gerade in den Social Media über sie geschrieben wird. Sie müssen reagieren, anworten und die Chance zum Dialog bieten, egal ob auf der eigenen Website oder über Kanäle wie Facebook oder Twitter. Social Commerce ist hier das Stichwort, also die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden sowie der Kunden untereinander.

Unternehmen müssen sich dieser Veränderungen bewusst sein und entsprechend reagieren. Sie sollten daher in ihre Website bestimmte Komponenten aus dem Social Web integrieren und gleichzeitig die Menschen dort abholen, wo sie sind: in Facebook, Twitter oder Blogs.

Mobilität

Die Zukunft des Internets ist mobil. Dies zeigt nicht nur der Hype um iPhone und iPad oder die Android-Smartphones. Auch die Zahlen sprechen dafür: Laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen nutzen 2010 bereits 27,6 Prozent der Gesamtbevölkerung in den Vereinigten Staaten das Internet über mobile Endgeräte. Im Jahr 2014 sollen dies bereits 44 Prozent sein. In Deutschland sieht dies noch etwas anders aus, aber auch hier geht der Trend ganz klar zum mobilen Endgerät. Laut der aktuellen ARD/ZDF Onlinestudie gehen in diesem Jahr 13 Prozent der deutschsprachigen Onlinenutzer über 14 Jahren auch über ihr Handy oder Smartphone ins Internet. Bei den 14- bis 19-Jährigen sind dies bereits 21 Prozent. Auch der Branchenverband Bitkom weist in einer aktuellen Studie nach, dass die mobile Internetnutzung unter den Deutschen steigt und spricht davon, dass das Internet per Handy den Massenmarkt erobere.

Die Nutzer wollen dabei prinzipiell all das auch mobil machen können, was sie auch von ihrem PC oder Laptop aus machen, ob per Browser oder über eine App. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, sonst erreichen sie viele ihrer Kunden nicht mehr, die ins mobile Internet abwandern. Eine moderne Website muss also auch mobil verfügbar sein. Und verfügbar sein heißt dabei auch, auf die Oberfläche und spezielle Benutzerführung der Geräte zugeschnitten sein. Eine Website auf einem Smartphone sieht anders aus wie auf einem Tablet oder einem Notebook. Und die Bedienung per Maus am PC unterscheidet sich vom Touchscreen und der Bedienung mit den Fingern.

Integration

Dies bedeutet für Unternehmen, dass sie sich viel stärker um das Thema Integration kümmern müssen. Sie müssen nicht nur ihre Kundenbeziehung auf die mobilen Endgeräte und in die Social-Media-Welt hinein ausweiten, also CRM und Marketingmaßnahmen entsprechend ausbauen. Sie müssen auch intern enger zusammenarbeiten, das heißt Abteilungen innerhalb des Unternehmens, wie etwa PR, Marketing, Support und Forschung & Entwicklung, müssen ein effektives Team bilden. Und natürlich bedeutet es auch, dass Anwendungen – von CRM bis zum Support-System – in die Website nahtlos integriert werden müssen, um so als ein integraler Bestandteil der Seite im Sinne einer Exceptional Web Experience zu erscheinen.

Die traditionellen Grenzen innerhalb eines Unternehmens lösen sich auf. Themen, die früher vielleicht ausschließlich bei der IT oder beim Marketing angesiedelt waren, erhalten einen übergreifenden und damit strategisch bedeutenderen Charakter. Je schneller sich Unternehmen von ihren althergebrachten Vorstellungen verabschieden, desto besser sind sie gerüstet für die vielfach neuen Herausforderungen.

Messbarkeit und Analyse

All diese Punkte sind dabei nicht nur Spielereien, sondern erfüllen einen ganz bestimmten Zweck. Daher ist es wichtig, den Erfolg der Aktionen zu messen, sowohl auf der eigenen Website, als auch bei Maßnahmen auf Social Media-Plattformen oder mobilen Endgeräten sowie Online Werbekampagnen. Umfassende Analysen des Online-Verhaltens der Nutzer, wie es zum Beispiel das von IBM übernommene Unternehmen Coremetrics ermöglicht, sind nötig. Denn nur durch die Erfassung zuverlässiger und umfassender Daten aus verschiedenen Quellen und die Rückkopplung dieser Daten etwa mit den Marketingzielen kann ein Unternehmen eigene Online-Angebote auf die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche der Kunden ausrichten und damit dafür sorgen, dass diese bleiben und wiederkommen.

Unternehmen haben angesichts des zunehmenden Wettbewerbs keine Zeit zu verlieren, ihre Websites zu überarbeiten. Dies ist nicht mehr nur ein Luxusprojekt, das man mal machen kann. Es ist heute geschäftliche Notwendigkeit, denn – so zeigen Studien – Websites, die nach den genannten Prinzipien gestaltet werden, generieren eben deutlich mehr Umsatz und binden Kunden ans Unternehmen.

Eine „Exceptional Web Experience“ ist dabei nicht nur Aufgabe der Marketing-Abteilung. Marketing sitzt sicher im „Driver Seat“, aber natürlich müssen IT und Kundendienst genauso wie der Vertrieb in die Aktitiväten eingebunden werden.

Und vergessen wir nicht: Viele Kunden wünschen sich, dass sie so schnell wie möglich umgesetzt wird, denn sie sind schon viel weiter. Wenn Unternehmen es wirklich ernst meinen mit der Aussage, näher bei ihren Kunden sein zu wollen, dann müssen sie sich beeilen, um sie einzuholen.

 

IBM veranstaltet am 16. September in Frankfurt eine Konferenz zum Thema Exceptional Web Experience. Dort werden wir unsere Vision der Webpräsenz der Zukunft (Codename Project Northstar) vorstellen. Neben Sprechern der IBM referieren u.a. auch die Lufthansa über ihre Portalimplementierung. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Weitere Links und Materialien zum Thema:

 

Advertising: How Facebook Became the Biggest CRM Provider - Advertising Age - Digital

For many marketers, their Facebook fan bases have become their largest web presence, outstripping brand sites or e-mail programs either because a brand's traditional web-based "owned media" is atrophying or because more consumers are migrating to social media.

In my opinion wrong question: Facebook OR corporate web site. Companies need a supplemental strategy integrating and combining the Facebook Fan Page and the Corporate web site. And they need to go away from the corporate web site as colorful shop-window and proceed to a web site offering dialog and communication with integration of social media for their customers. Companies need to provide an exceptional web experience and value on their site. This is the way to go.

P.S. And their is obviously a difference between B2C and B2B.