[DE] Digital Naiv oder Digital Native. Eher Digital Resident. Meine privaten Gedanken rund um Arbeitswelt, Technologie, Netz, Essen, Fußball und mehr ................................... [EN] Digital Naive or a Digital Native. More likely a Digital Resident. My privateThoughts around work, technology, the web, food, football ...
Great to watch this video and hear all the statements on the rise of networks and groupware:
And today seems to be the day of looking back: Found this great postingYou Know You're From IT In 1990s If ... Now - after all - I know, I spend some time in IT.
Es sind Wochen der Konferenzauftritte, Redaktionsbesuche und Podiumsdiskussionen: von der Social Media Konferenz in München über die DMS in Stuttgart bis zum Enterprise 2.0 Meetup in München. Und kommende Woche (ab 8. November) geht es weiter. Morgen wird es einige interessante Nachrichten geben und am Mittwoch bin ich auf dem Convention Camp in Hannover. Mal schauen, ob mein Vortrag in der Open Space-Veranstaltung "genommen" wird. Am 15. November geht es dann zur DNUG nach Frankfurt. Zusammen mit Lars Basche werde ich dort am Vortrag einen Social Media Praxis-Workshop durchführen und auch noch am 17. November einen weiteren Vortrag halten.
Besonders anregend war in er vergangenen Woche das Enterprise 2.0 Meetup. Auf diesee Veranstaltung, die maßgeblich durch Jen Schröter und Friedel Patzak organisiert wird, gab es eine sehr rege, lebhafte und inspirierende Diskussion, aus der ich einen Aspekt hier nochmals aufgreifen möchte, da ich mich "mißverstanden" fühle:
Hier hat mich Martin Lindner (mit dem ich noch eine sehr anregende Diskussion geführt habe) doch wohl etwas falsch interpretiert Lotus Connections ist sicher kein aufgebohrtes E-Mail-Adressbuch-Cockpit. Es handelt sich um eine vollständige Enterprise 2.0-Plattform, die alle wichtigen und notwendigen Services von Social Software umfasst: Das reicht vom sozialen Profil der Anwender über Microblogging à la Twitter zu Blogs und Wikis, Datei Sharing und Aktvitätensteuerung bis hin zu gemeinsam geteilten Lesezeichen. Natürlich können sich die Anwender in Communities organisieren. Und alles kann getaggt und auch über Tags wieder gesucht bzw. gefunden werden. Bei Lotus Connections merkt man sofort, daß es eine von Grund auf für das Enterprise 2.0 entwickelte Plattform ist und kein Produkt, wo man derzeit mühsam versucht soziale Funktionen anzubauen.
Jeder Anwender, der sich privat im Web 2.0 bewegt, versteht Lotus Connections intuitiv, denn es kombiniert die Funktionen eines Geschäftsnetzwerks mit Funktionen à la Delicious, WordPress und Dropbox. Nur sind die im privaten Web 2.0 separierten Dienste in Lotus Connections integriert und von Grund auf für den professionellen oder Unternehmenseinsatz konzipiert. Und es gibt zahlreiche Referenzen: von BASF, Rheinmetall über die Plattform der deutschen Lotus-Kunden (EULUC) bis hin zu IBM developerWorks mit 8 Millionen Mitgliedern. Lotus Connections ist auf dem Blackberry als nativer mobiler Client verfügbar. Die iPhone-Version von developerWorks zeigt, wie sich das Produkt auf dem Apple Device anfühlt und auch Android-Versionen dürften nicht weit weg sein. Auch deshalb sprechen wir von Social everywhere ...
Lotus Connections ist ein Social Software-Powerhouse, das ständig erweitert wird. Weitere Funktionen kommen in Kürze hinzu ... Und Lotus Connections kann hervorragend in bestehende Arbeitsumgebungen integriert werden, von Lotus Notes - wie oben erwähnt - bis zu Microsoft-zentrischen Umgebungen. Die Profilkarte von Connections ist ebenso in Microsoft- wie Lotus-Umgebungen in vollem Funktionsumfang verfügbar. Hier zeigt sich einmal mehr, was wirkliche Offenheit im Gegensatz zum bewussten Schaffen von Abhängigkeitsspiralen bedeutet. Offensichtlich müssen wir diese Nachrichten noch wesentlich besser in den Markt kommunizieren, um den personenzentrierten Ansatz von IBM gegenüber dateizentriertem Sharing zu begegnen. Wir bewegen uns vom Zeitalter der Dateien in das Zeitalter des Social Business, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Bleibt zu hoffen, daß Entscheider sich das wirklich in der Tiefe anschauen und sich nicht mit 50 %-Lösungen und Marketing zufrieden geben.
Martin referenziert in seinen Tweets direkt (oder indirekt) auch auf Luis Suarez und seine Thesen rund um ein Leben jenseits der Inbox. Luis versucht bewußt, seine Kommunikation aus dem E-Mail Posteingang hin zu sozialen Medien zu verlagern. Das ist in vielerlei Beziehung begrüssenswert. Wie oft ärgere ich mich persönlich über Kolleginnen und Kollegen, die große Dateianhänge per E-Mail versenden statt sie nur per Link zu teilen. Wie oft nerven mich die berühmten "Announcement-E-Mails" mit Nachrichten, die viel besser per Wiki oder Blog kommuniziert werden könnten. Die Liste der "Verfehlungen" ließe sich fortsetzen.
Jedoch gehört aus meiner Sicht auch ein differenzierter Blick auf das Leben jenseits der Inbox. Ich glaube, daß es weiter einen Posteingang braucht. Dieser Posteingang sieht aber ganz anders aus als der, den wir heute kennen. In dem Posteingang von Morgen laufen alle Informations- und Aktivitätenströme zusammen, die für den jeweiligen Anwender relevant sind. In der Zukunft werden E-Mails mit Aktivitätenströme aus SAP oder anderen Tools in zusammengeführt in einem universellen Posteingang, dem Posteingang der Zukunft und der Zukunft von E-Mail. Statt von einem Posteingang zum nächsten zu springen, von E-Mail zu SAP zu BPM Tools und relevanten News, werden die Nachrichten und Aufgaben nicht nur an einer Stelle zusammengeführt. Sie werden dort auch direkt bearbeitet.
Im Grunde sind Hippie 2.0 Luis und ich uns einig. E-Mail ist für viele Dinge heutzutage nicht geeignet und zeitgemäß. Die Zusammenführung und Vereinfachung der Arbeit durch Zusammenführung aller Nachrichten- und Aufgabenkanäle dagegen ist visionär und zukunftsweisend. Das ist der Posteingang der nächsten Generation, der aber nicht mehr E-Mail-, sondern persönlich und aufgaben- oder prozesszentriert ist.
Dieser Beitrag ist mal wieder eine persönliche Stellungnahme.
Enterprises deploy collaboration and social software to allow employees to more effectively address business problems and identify business opportunities. This software helps users find content from which they can learn and locate other people with whom they can collaborate. Success will depend on how well the application enables users to find what they are seeking, so application designers and administrators must understand which user experiences create successful outcomes–and which lead to failure.
...
Examination of collaboration activity sequences reveals specific patterns of actions that lead to successful collaboration outcomes; application designers can build those patterns into the application to maximize successful knowledge transfer and collaboration. ....
This model of analytics-driven change can take on added power through the use of real-time analytics to dynamically alter the user experience. By observing and analyzing an individual’s current actions and work role, and comparing that to historical data, systems can automatically suggest not only valuable content and people that have knowledge, but also tools that will help the user actively collaborate with others to accomplish a task.
Social analytics is still relatively young, compared to business intelligence activities that focus on structured data residing in enterprise systems. However, the basics of data analysis apply just as well to collaboration as to other types of business activity. In collaboration, as in financial transactions, post-usage analysis provides insight, but dynamic analysis–when executed and applied correctly—can add even more value.
Great posting on the combination and integration of Analytics into Collaboration and Enterprise 2.0 platforms. The next generation of Social Software needs to incorporate these features to make knowledge workers even more productive! Look out for the next version of Lotus Connections!
Sameer Patel of The Sovos Group notes that one of the primary benefits of social networking is helping employees within an enterprise find each other based on skills and areas of expertise. "Conversely, Facebook's identify profile today doesn't offer this and HR wouldn't want us sharing this competitive data openly anyway," says Patel.
Patel also notes the lack of context specific functionality in Facebook Groups. "As I've written about before, collaborative functionality needs to show up at the source of the event or problem - inside CRM, BI, and ERP applications where process output needs to be either corrected or enriched by people coming together," he says.
I see the lack of enterprise features such as LDAP integration and sub-groups/granular access control as a bigger inhibitor.
Eine sehr provokative Frage. Ich denke, daß hier viele gute Gründe dagegen sprechen, vor allem Sicherheits- und Data Privacy-Bedenken. Auch scheint es mir, als ob Facebook doch noch mehr im privaten Umfeld gefragt ist und die Leute sich noch beruflich eher auf Netzwerken wie XING oder LinkedIn herumtreiben.
Wobei ich zugebe, daß hier meine Meinung sich unterdessen wandelt und ich in meiner Rolle als Market Segment Manager für die Lotus-Marke der IBM sehr ernsthaft überlege und kommende Woche auch mit Kollegen diskutieren werde, ob wir unsere Aktivitäten und unsere Fan Page auf Facebook nicht ausbauen sollten. Aber das ist ein anderes Thema.
Ich denke, in Facebook fehlen auch viele Funktionen, Integrationen und Sicherheitsmechanismen, die eine Social Software für den Unternehmenseinsatz braucht: Blogs, Wikis, Lesezeichen, Aktivitäten, übergreifende Suche und vieles andere mehr. Nichtsdestotrotz kann man als Anbieter von Enterprise Social Software von Facebook lernen und sollten deren Funktionalität und Erweiterungen als Anregung rege beobachten.
Das Posting hat mich auch dazu angeregt, darüber nachzudenken, welche Rolle Social Software "on premise" hinter dem Firewall (im IBM Fall Lotus Connections) und in der Cloud (im IBM Fall LotusLive) spielen kann und wird. In LotusLive kann ich geschlossene Gruppen und Communities bilden. Ich kann auch Communities unternehmensübergreifend definieren, beispielsweise um gemeinsam an Projekte zu arbeiten. John Hagel III und John Seely Brown schreiben über The Power of the Social Cloud: Die Konvergenz von Cloud Computing und Social Software sei ein Katalyst, um Probleme zu diskutieren und zu lösen.
Wieviele soziale Netzwerke wird es künftig geben? Beruflich und privat, öffentlich und geschäftlich, in der Cloud und "on premise"? Welche Rollen spielen künftig Business-Netzwerke wie und eher private Netzwerke? Ich glaube, eine Matrix, welches Netzwerk nutze ich für was und welches unterstützt welche Tätigkeit, welche unterschiedlichen Funktionenbieten die verschiedenen Netzwerke würde durchaus einmal Sinn machen, um den Wahnsinn sozialer Netzwerke zu bezwingen.
P.S. Und "Wahnsinn" nicht mißverstehen. Ich bin ein absoluter Fan von Social Software und Netzwerken, sowohl im Unternehmen, zwischen Unternehmen, im Web 2.0 wie auch im privaten Umfeld. Ist Euch bestimmt noch gar nicht aufgefallen ;-)
Manches Mal ist es schwierig, den Wert von sozialen Netzwerken für den Einsatz im Unternehmen an diejenigen zu vermitteln, die sich nicht laufend auf Xing, Facebook und im Web 2.0 tummeln. Dabei sind viele Einsatzszenarien gar nicht so kompliziert und nur eine logische Weiterentwicklung existierender Werkzeuge, die man kennt. Jedes größere Unternehmen hat ein Mitarbeiterverzeichnis oder eine Telefonliste. Das persönliche Profil in Social Software wie Lotus Connections ist eine Weiterentwicklung dieses Mitarbeiterverzeichnisses. Es ist ein sicheres Facebook oder XING für Unternehmen, in der Regel hinter dem Firewall.
Und natürlich erweitert ein solches soziales Netzwerk die Funktionalität eines herkömmlichen Mitarbeiterverzeichnisse. Natürlich habe ich die „normalen“ Kontaktinformationen zur Verfügung: Telefonnummern, Adresse, Lokation, Vorgesetzter, Jobrolle und so weiter. Diese gewohnten Basisinformationen werden aber durch diverse Zusatzinformationen ergänzt.
Ich kann Kollegen taggen, d.h. Ihnen bestimmte Attribute zuordnen. Jemand ist ein Experte für Social Software. Also bekommt er den entsprechenden Tag. Über solche Tags finde ich dann später Kollegen wieder, die eben potentiell Experte und Ansprechpartner zu einem Tag, zu einem Thema sind. Da nicht nur Personen sondern generell alle möglichen Informationen wie Blog- und Wikieinträge, Dateien oder Lesezeichen „getaggt“, also verschlagwortet werden, kann ich über die Liste der Tags oder die beliebte Tagwolke mit einem Klick vielfältige Informationen zu einem Schlagwort einsehen.
Twitter ist in aller Munde, aber Microblogging hat unterdessen auch Einzug in Social Software für den Unternehmenseinsatz gehalten. Ich kann per Microblogging eingeben, woran ich arbeite oder wo ich heute bin. Hört sich erst einmal trivial an, aber einige Geschäftspartner setzen das unterdessen bewußt und konsequent ein, um sich im Team gegenseitig zu informieren, woran wer gerade arbeitet. Und persönlich habe ich darüber auch schon erfahren, wer gerade wo ist und mich dann zum Kaffee verabredet.
Ich habe über das Profil weitere Informationen zur Verfügung, die der jeweilige Mitarbeiter erstellt oder bearbeitet hat. Ich kann direkt seine Blogbeiträge einsehen. Ich sehe, in welchen Wikis er mitarbeitet. Seine Dateien befinden sich im Zugriff (so er sie freigegeben hat). Auf diese Weise finde ich beispielsweise die neuesten Präsentationen von Kollegen, die ich dann selbst wieder verwenden kann. Ich bekomme als quasi ein soziales Profil, das viel mehr ist als nur die Visitenkarte des Kollegen.
In Kombination mit Software für Unified Communication und Instant Messaging sehe ich die „Präsenz“ des jeweiligen Kollegen. Was heißt das? Mir wird angezeigt, ob er für einen Chat verfügbar ist, ob er in einem Meeting weilt oder nicht gestört werden kann. Direkt aus dem Profil kann ich ihn anchatten oder auch mit integrierter Telefonie vom Computer aus anrufen. Umgekehrt kann ich über Unified Telephony steuern, wie und wo ich erreicht werden will. Wenn ich im Büro bin, kommt der Anruf auf meiner Büronummer an. Unterwegs wird mein Telefon angewählt, zuhause meine Home Office-Nummer.
Deutlich gesteigert werde kann der Wert noch, wenn das Profil mit den genannten Informationen nicht nur auf der Intranet-Seite Mitarbeiterverzeichnis verfügbar ist. Dort muß die Information natürlich zur Verfügung stehen. Was aber, wenn die persönliche Visitenkarte, das Profil, mit den wichtigsten Infos auch direkt in anderen Unternehmensanwendungen eingeblendet wird. Ich bin in meinem E-Mail-Programm – egal ob Outlook oder Exchange -, bewege die Maus über einen Namen und bekomme dessen Visitenkarte eingeblendet. Ich kann direkt sehen, wo sich die Person befindet, kann sie oder ihn sofort anrufen oder anchatten oder eben seine Blogbeiträge und Dateien öffnen. Und das ohne explizit ins Intranet wechseln zu müssen. Dies bedeutet volle Integration des Mitarbeiterverzeichnisses mit den neuen sozialen Funktionen als integraler Bestandteil des gewohnten, täglichen Arbeitsplatzes und steigert nochmals Akzeptanz und Nutzung..
Soziale Netzwerk beziehungsweise Social Software für den Einsatz im Unternehmen sind eine große Chance, bewährte Mitarbeiterverzeichnisse aufzubohren und deutlich funktional zu erweitern. Das Thema Knowledge Management oder Wissensmanagement geistert schon seit vielen Jahren durch Unternehmen und Presse: Wissen bewahren, Wissen einfacher zur Verfügung stellen können. Die Funktionen, die wir aus dem Web 2.0 kennen, können dabei neuen Schub verleihen. Viele – gerade die Millenials und Digital Residents – kennen die Funktionalität aus dem privaten Gebrauch. Sie wissen, was Blogs, Wikis und Bookmarks sind und haben kein Problem, dies dann auch unternehmensintern zu verwenden. Und gerade die jungen Leute erwarten auch, daß sie solche Funktionalität im Unternehmen zur Verfügung haben.
Warum also die Digital Residents nicht abholen und die anderen Mitarbeiter nicht sukzessive an solche Themen heranführen, um Personalentwicklung und Wissensmanagement zum Nutzen des Unternehmens zu betreiben? Und das mit einem integrierten Ansatz auf Basis einer Social Software-Plattform und nicht einzelner verstreuter, nicht miteinander verbundener Wikis und Blogs. Ich bin der festen Überzeugung, daß das Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft ein soziales Unternehmensnetzwerk sein wird. Und wer sich am Sozialismus im Begriff soziales Netzwerk stört ersetze das Wort mit Unternehmensnetzwerk oder eben Mitarbeiterverzeichnis.
Statusmeldungen sind Stimmungsbarometer, virtuelle Klowand und Bühne zur Selbstdarstellung zugleich - mit anderen Worten: der Spiegel des Online-Ichs. Praktisch alle großen sozialen Netzwerke bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, ihre Kontakte mit diesen kurzen Nachrichten auf dem Laufenden zu halten. Doch was sich oft nur an Freunde oder Verwandte richtet, gerät schnell an eine größere Öffentlichkeit. Die richtigen Einstellungen und Verhaltensregeln helfen, peinliche Pannen zu vermeiden.
Leider wird in dem Artikel erst einmal vor potentiellen negativen Auswirkungen von Status-Meldungen gewarnt. Die möglichen Nutzeneffekte gerade auch im beruflichen Umfeld werden leider nicht dargestellt. Einige unser Geschäftspartner und auch Bekannte nutzen das unterdessen in ihren Unternehmen, um Transparenz im eigentlichen Sinne des Wortes zu schaffen und haben die Mitarbeiter aufgefordert, jede Stunde kurz zu schreiben, an was sie gerade arbeiten. Dafür kann man natürlich öffentliche Netze wie Twitter oder Facebook oder aber auch Microblogging-Services in internen sozialen Netzen wie beispielsweise Lotus Connections nutzen.
Ich habe hier durchaus auch persönlich positive Erfahrungen gemacht: Ein Kollege bekommt mit, daß ich im Büro in Ehningen bin und wir treffen uns auf einen Kaffee, um Dinge zu besprechen. Kolleginnen und Kollegen erfahren über Projekte, an denen ich arbeite und geben dazu Input. Habt Ihr noch Beispiele, wie Ihr Microblogging nutzt, gerade auch im beruflichen Umfeld? Würde mich über Kommentare freuen.
Und natürlich ist es auch in diesem Fall wieder eine Frage der Aufklärung und Ausbildung, wofür solche Dienste gut sind und was man vermeiden sollte. Aber bitte keine Panikmache: Microblogging und Zwitschern sind nicht per se schlecht und gefährlich.
[Ich habe mal meine persönliche Stellungnahme zum Thema Lotus versus Microsoft aus der EULUC-Plattform hier in meinen privaten Blog kopiert. Dürfte eventuell ja den ein oder anderen interessieren. Aus dem prallen Leben im IT-Wettbewerb.]
Eine persönliche Stellungnahme
Heute ging die Meldung über den Ticker, daß Daimler künftig für E-Mail Outlook statt Lotus Notes einsetzen wird. Angeblich gäbe es dadurch signifikante Effizienzgewinne - was mich sehr verwundert. Zudem habe ich erstaunlicherweise gehört, daß Lotus Domino basierte Anwendungen weltweit weiter laufen und man sogar derzeit die neueste Notes-Version einspiele. Wir in der IBM halten die Entscheidung für Exchange (natürlich) fachlich für falsch. Und andere Kunden wie gerade aktuell Singapore Airlines entscheiden sich für Lotus Notes. BASF setzt auf Social Software von IBM, wie in dieser Präsentation auf Slideshare zu sehen ist. Es gibt unzählige weitere Beispiele.
Des Öfteren wird im Markt übersehen, wie Microsoft die Kunden in eine schwer umkehrbare Abhängigkeit von ihrem Technologie-Stack zwingt. Wenn Du, lieber Kunde, die neuesten Funktionen von Sharepoint 2010 benutzen willst, mußt Du das neueste Office 2010 benutzen. Und übrigens brauchst Du auch den SQL Server und natürlich den Windows Server. Und Deine Anwendungen solltest Du bei dieser Gelegenheit gleich auf .NET umstellen. Deine Telefonanlage brauchst Du auch nicht mehr. Schmeiß sie gleich raus und ersetze sie durch den Office Communication Server. Einmal in dieser Abhängigkeitsspirale kommt der Kunde dann nicht mehr ohne große Folgekosten weg von Produkten aus Redmond. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Und erstaunlich, wie all die Sicherheistlücken, die ständig in MS-Produkten auftreten, von Vielen geflissentlich ignoriert werden.
Parallel dazu beobachte in den vergangenen Monat eine durch aus bewußt geschürte Tendenz, Lotus Notes als uncool und unmodern darzustellen, oder gar Gerüchte über ein Ende von Lotus zu streuen. Diesem ganzen Unsinn müssen die Kollegen und ich derzeit latent begegnen. Und daß obwohl Lotus Notes/Domino in den vergangenen Jahren unter Schutz der Kundeninvestitionen grundlegend modernisiert wurde und weiter wird. Lotus Notes/Domino wurde auf Eclipse-Basis gestellt, einem modernen Programmiermodell, das Standard an den Universitäten ist. Der Notes-Client wurde überarbeitet, ist ebenso benutzerfreundlich wie Outlook und läuft zudem auf Windows, Linux und Mac. In der neuen Notes-Seitenleiste können vielfältige Anwendungen hinzugeklickt werden, von der Integration mit SAP bis zu Web 2.0 Werkzeugen. Die Xpages-Technologie erlaubt es, Notes-Anwendungen in modernem Look-and-feel im Webbrowser laufen zu lassen.
Alte, vor Jahren programmierte Notes-Anwendungen laufen auch heute noch im Sinne von Investitionsschutz für den Kunden in der modernisierten Umgebung. Ob man so lange Microsoft-Anwendungen und Dateien unverändert benutzen kann? Wahrscheinlich eher nicht. Wer sich die Produktreleases der vergangenen 2 Jahre ansieht, kann nicht übersehen, wie Notes/Domino konsequent und kontinuierlich weiterentwickelt wurde und wird. Nicht umsonst hat Gartner Notes – und nicht Outlook - als den E-Mail der Zukunft bezeichnet.
Lotus Notes war und ist mehr als E-Mail. Es war schon immer auch eine Anwendungsplattform, auf der Tausende von Lösungen laufen. Und mit dem Project Vulcan zeigt die IBM, wo die Entwicklung von Lotus Notes und der anderen Lotus-Produkte hingehen wird. Wir konsolidieren E-Mails, Workflows, RSS-Feeds, Aktivitäten, verschiedenste Arbeitsströme in einer universellen Inbox. Dort können die Benutzer direkt ohne in separate Anwendungen wechseln zu müssen, ihre Aufgaben erledigen. Social Analytics stellt dem Benutzer kontextsensitiv die Information zur Verfügung, die bei der Bearbeitung der Aufgaben hilft. Funktionalitäten des Project Vulcan werden – wie auf der Lotusphere 2010 angekündigt – im 4. Quartal auf LotusLive Labs zur Verfügung gestellt, damit sich Entwickler Feedback und Vorschläge zu den neuen Features geben können. Spätestens Project Vulcan wird das Spiel ändern und Lotus wieder in die Führungsposition bringen.
Ja, wir machen uns das Leben als Lotus-Marke der IBM oft selbst schwer. Microsoft nennt alles einfach Sharepoint. Daß sich dahinter vielfältige Module und ein Unzahl von Servern verbergen, wird elegant verschwiegen. Wir machen es etwas komplizierter. Unsere Produkte heißen Quickr und Connections, das Portal WebSphere Portal. Die Business Intelligence-Lösungen liegen in einer anderen Marke der IBM. Dies ist natürlich wesentlich schwieriger am Markt zu erklären.
Und wir tragen die Bürde der Offenheit mit uns herum. Unsere Lösungen laufen immer auf verschiedener Infrastruktur, von den Clients bis zu den Servern. Dies erweckt natürlich auf den ersten Blick den Eindruck, daß die Lösungen kompliziert sind. Wer jedoch Wert auf Offenheit und Leitungsfähigkeit legt, wird feststellen, daß wir in nahezu allen Lösungsbereichen den Microsoft-Lösungen deutlich überlegen sind und deshalb auch missionskritische Anwendungen für unsere Kunden realisieren können. Dafür gibt es genug Kundenbeispiele.
Lotus ist heute sicher mehr als Lotus Notes und bietet in vielen Bereichen die wesentlichere leistungsfähigere Lösung, Lösungen die nicht nur auf Windows-Clients und -Servern laufen. Nur einige Beispiele: Missionskritische Webseiten wie lufthansa.com laufen auf WebSphere Portal und zeigen, wie leistungsfähig die Portal- und Webtechnologie von IBM ist. Mit LotusLive definieren wir den Arbeitsplatz in der Cloud und bauen diesen funktional laufend aus. Lotus Connections ist das Facebook für Unternehmen und integriert alle notwendigen sozialen Dienste auf einer Plattform. Wir haben hier eine riesige Expertise, denn wir leben das Enterprise 2.0 in der IBM und reden nicht nur darüber.
Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zum Marktbegleiter. Die Microsoft-Produkte basieren noch auf dem alten Datei-Paradigma der 80er Jahre. Dateien sharen, Dateien bearbeiten. Kein Wunder. Davon lebt ja Microsoft heute noch. IBM ist mit den Lotus-Produkten konsequent den Weg zum Enterprise 2.0 gegangen und zeigt, wie künftig gearbeitet wird. Wir rücken den Menschen und seine Arbeit – nicht die Datei – in den Mittelpunkt und adaptieren heute schon Trends, die sich durchsetzen werden. Funktionalitäten, wie die Benutzer sie aus dem Web 2.0 kennen, sind heute schon Bestandteil unserer Software. Wir unterstützen konsequent verschiedenste mobile Endgeräte (und nicht nur Windows Mobile). IBM Lösungen setzen auf den Menschen, auf Innovation und nicht auf Dateien.
IBM hat eine klare Vision und einen Masterplan, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen wird, wie man smarter arbeiten wird. Diese Vision treiben wir mit dem Project Vulcan voran. Wir müssen diese Vision losgelöst von Produktnamen viel besser im Markt verkünden. Das ist die Aufgabe. Und Rückschläge werden wir dabei zu verkraften wissen.
Warum ist das Unternehmen 2.0 nicht aufzuhalten? Vier Megatrends verstärken sich gegenseitig und reißen die traditionellen Mauern der Unternehmen (und Verwaltung) nieder. Zu den Trends einige Beispiele aus meinem Arbeitsalltag bei IBM und wie ich die Megatrends nutze. Die Idee für diese Präsentation, die ich u.a. in verkürzter Form auf der Fachmesse DMS Expo in Stuttgart halten werde, ist auf unser Lotus-Anwenderkonferenz, der DNUG, im Juni 2010 entstanden.
Mein eh schon etwas in Mitleidenschaft gezogener Glaube an die Allmacht und Allwissenheit von Analysten ist diese Woche dramatisch weiter ins Wanken gekommen. Ich hatte zusammen mit dem Kollegen Michael Hoffmann eine Telefonkonferenz mit einem Analysten zum Thema Mobility und Unified Communications. Die Telefonkonferenz verlief chaotisch und es kam dabei heraus, daß gesagter bekannter Mitarbeiter eines der renomiertesten weltweiten Analystenhäuser ganz offensichtlich seine Hausarbeiten nicht gemacht hatte.
Wir sprachen über Lotus Sametime Unified Telephony (SUT), unsere Lösung zur PC-gestützten Telefonie und Collaboration. Er war der festen Überzeugung, mit dem Produkt könne man nicht nach außen telefonieren. Dies ist eine der wesentliche Funktionen von SUT und natürlich Bestandteil der Produktfunktionalität. Dies war schon schlimm genug und man kann nun sagen, wir bei IBM haben unsere Arbeit nicht gemacht und besagten Herrn nicht gut genug informiert. Das ist vielleicht teilweise richtig. Doch die Ignoranz, daß er diesen Fakt gar nicht zur Kenntnis nehmen wollte und seine Meinung nicht ändern wollte, fand ich noch schockierender. Hinzu kam, daß er noch das Angebot eines Marktbegleiters komplett falsch darstellte. Dieser wolle PBX'en (existiernede Telefonanlagen) integrieren und ergänzen. Genau dieser Marktbegleiter hat desöfteren u.a. durch Senior Management verkündet, man brauche keine Telefonanlage mehr, solle diese rauswerfen und nur noch die Lösung besagten Marktbegleiters betreiben ...
Der Analyst kam gerade von einem Kunden und hat wohl diesen zum Thema beraten ... Ich will hier um Gottes willen keine globale Aburteilung von Analysten vornehmen. Dort gibt es genug kompetente und sachkundige Ansprechpartern, die viel Erfahrung und Wissen bieten. Die Gespräche mit einigen dieser Damen und Herrn schätze ich ungemein, da hier sehr viel von der Kenntnis des Marktes und der Kunden profitieren kann. Ich möchte aber durchaus epxlizit hier dazu auffordern, die Aussagen der Analysten auf Werthaltigkeit und Korrektheit zu prüfen und zu hinterfragen. Wer solch offensichtliches Unwissen hat - und dazu noch die Arroganz hat, Fakten zu ignorieren -, wie der genannte Herr, der hat den Titel Analyst nicht verdient und der ist auch die Dollares nicht wert, die man für die "Beratung" zahlen muß. Drum prüfe, wer sich binden beziehungsweise für eine Lösung entscheiden will ...
Wen das Thema IBM Lotus Sametime Unified Telephony interessiert, der kann sich hier ein detalliertes White Paper herunterladen.
Letzten Mittwoch ist sie wohl freigegeben worden, myDeveloperWorks auf dem iPhone. Dahinter verbirgt sich eine riesige Entwickler-Community, die sich auf Basis Lotus Connections austauscht. Wer sich also für Softwareentwickelung und Diskussion mit anderen Entwicklern interessiert, kann sich die App installieren (aber natürlich auch ganz normal im Browser an der Community teilnehmen). Und wer Lotus Connections, "Social software for business that is as easy as Facebook" mobil erfahren und zeigen will, sollte sich die App auch installieren. Hier einige Screenshots und Links: