Filed under: Mac

[DE] Forrester - Macs in die Firmen: User umgehen Apple-Verbot sowieso

Interessanter Beitrag auf Computerwoche.de zum Einsatz von Macs in Unternehmen. Dazu passend diese Präsentation hier, auf die mich Frank Hamm aufmerksam gemacht hat. Hier wird über den Einsatz von Macs bei der IBM präsentiert:

Ich selber nutze nun schon seit geraumer Zeit ein MacBook, iPhone und iPad im professionellen Einsatz bei der IBM und habe darüber auch des Öfteren hier geschrieben.

"Back to the Mac: Apple will mit dem Mac aus der Nische heraus" - Auch für den Einsatz im Unternehmen?

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Handelsblatt

Ich arbeite nun seit Juni 2009 auf einem (privaten) MacBook. Mein Arbeitgeber erlaubt das offiziell. Und ich bin noch immer begeistert. Mit Windows konnte ich in Ruhe Kaffee aufsetzen und eine Zigarette rauchen, bis der Rechner mit allen Tools geladen war. Ja, da sind auch eine Menge Netzwerk- und Security-Tools dabei, die zentral geladen werden. Nichtsdestotrotz: Mein Mac ist in ca. 30 - 60 Sekunden da, ich bin in IBM Netz und wenig später sind alle notwendigen Alltagswerkezuge inklusive Lotus Notes geladen. Das mache mir mal einer auf Windows vor.

Bis auf einen Fall muß ich meinen Thinkpad mit Windows nicht mehr hochfahren. Sinnigerweise ist das die Urlaubstabelle meiner Abteilung, die als OLE-Objekt in eine Notes-Datenbank "embedded" ist ... Alle anderen Anwendungen, die ich im Marketing brauche, laufen unterdessen reibungslos. Anwendungen, die IE6 brauchten (so was gab es), scheinen endlich verschwunden zu sein. Und Notes auf dem Mac erscheint mir sogar flotter als auf Windows - in der Installation, die ratz-patz geht wie in der generellen Performance.

So weit so gut. Wird aber der Mac als Arbeitsplatzrechner im Unternehmen eine Chance bekommen? Ich bin mir nicht sicher bzw. ich habe eher Zweifel. Zweifel, weil ich nicht sehe, daß Apple wirklich darauf auf einen Fokus hat. Ich würde es mir wünschen, einen alternativen Mac-basierten Unternehmensarbeitsplatz mit allen notwendigen Tools von Apple und IBM "definieren" zu lassen. Ich glaube auch, daß die beiden Unternehmen das unterdessen funktional hinbekämen (Lotus Notes 8.5.2 auf dem Mac, Lotus Symphony als Office-Paket, Sametime und vieles andere mehr sind unterdessen gut), aber wie gesagt ...

Wahrscheinlicher erscheint mir, daß der iPad die Adaption von Apple im Unternehmen fördert. Der iPad - und ein bißchen das MacBook Air - sind unterdessen die sexy Tools. Und Besucher von Konferenzen oder Besprechungen, bei denen ich bin, schauen noch immer fasziniert, wenn ich vom iPad aus arbeite. Doch für mich ist der iPad mehr Ersatz für das SmartPhone denn Ersatz für den Mac. Ich lese schnell Mails, Texte, Feeds, PDFs und so weiter. Das "Editieren" findet weiter meistens auf dem MacBook statt.

Und wie gesagt schade. Man könnte zusammen echte Alternativen bieten.

P.S. Das ist natürlich ein persönliches Statement.

P.P.S. Und ja, ich sehe durchaus die "Sünden" und AppStore-Mania von Apple.

P.P.P.S. Und ich hätte nichts gegen Linux, aber da kommt irgendwie client-seitig nicht genug Marketingspeed und Verbreitung drauf.

[DE] Wie ich informiert bleibe: RSS, Google Alerts und Relevants

Ein kleines Posting darüber, wie ich mich informiert halte. Erst einmal  - man muß es bei allen Internet-Pessimisten und Schirrmacher'ischen Bemerkungen einfach nochmals sagen - bekomme ich durch das Netz wesentlich einfacher deutlich qualifiziertere Informationen. Natürlich ist dort draußen eine Unmenge an Informationen vorhanden. Jedoch liegt es an mir, diese gemäß meiner persönlichen und beruflichen Interessen zu selektieren und zu nutzen. Und ich glaube, daß man diese Kulturtechnik, wie man sich Informationen aus dem Netz zieht, lernen und lehren kann - an Schulen oder durch Eltern.

Aber zurück zum eigentlichen Anlaß. Ich nutze derzeit primär 3 Werkzeuge, um informiert zu bleiben:

Für mich selbst überraschend hat sich der von IDG angebotene Dienst names relevANTS bei mir etabliert. Die fleissigen Ameisen arbeiten nach folgendem Prinzip: 

Hierfür überwachen relevANTS mehr als 50 wichtige und internationale Nachrichtenquellen im Internet – in Echtzeit.

Jede neue Meldung analysieren relevANTS mit einem einzigartigen und intelligenten Algorithmus und finden so heraus, ob diese Deinem Interessensprofil entspricht. So bekommst Du nur Meldungen, die auch wirklich wichtig für Dich sind. Alle anderen Meldungen filtern relevANTS aus – ... 

Ich war skeptisch, nicht wegen der fleissigen Ameisen und des "einzigartigen" Algorithmus, sondern wegen meiner Faulheit. Ich muß die Ameisen trainieren, explizit anklicken, was mich interessiert oder nicht interessiert. Und ich habe nicht gerde ezessiv trainiert, trotzdem bringen mir die releVANTS täglich mindestens zwei bis drei interessante Nachrichten, Informationen oder Artikel aus der IT, die ich über meine anderen Kanäle nicht bekomme.

Meine beiden weiteren Informationskanäle sind dann Google Alerts und RSS-Feeds. Über Google Alerts monitore ich bestimmte Kernbegriffe, die mich interessieren. Besonders amüsant ist mein Alert bezüglich Lotus, denn darüber bekomme ich regelmässig auch Formel 1- und Automobil-Nachrichten neben der ein oder anderen Lotus-Blume hin und wieder. Ich spare es mir unterdessen bewusst, meinen Alert entsprechend anzupassen, da durch die mir zugelieferten Nachrichten doch der ein oder andere etwas andere Tweet zu Lotus auf @lotus_de entsteht.

Tja, und dann ist da noch mein RSS Reader, derzeit Vienna, das NetNewswire von Newsgator auf meinem Mac abgelöst hat. Vienna ist ein Open Source-Projekt, zu dem ich gewechselt bin, weil mir die Integration mit Twitter und Facebook besser als in NetNewswire erschien. Das hat sich aber dann doch nicht als das von mir erwartete Killerfeature herausgestellt. Nevertheless, nun bin ich auf Vienna und habe dort meine Feeds gruppiert und "intelligenten" Ordner eingerichtet. Was mir in Vienna fehlt, ist auf jeden Fall, daß die Anzahl der ungelesenen Artikel in den intelligenten Ordnern angezeigt wird. Das sollte hoffentlich zu fixen sein.

Doch das ist nicht die eigentliche Herausforderung mit RSS. Wie soviele andere Nachrichtensüchtige habe ich natürlich zu viele RSS-Feeds abonniert und muß mich dort einschränken. Einschränken in der Zahl der Feeds und Einschränken durch noch bessere Filter in den intelligenten Ordnern, durch die ich die für mich relevanten Informationen einsortiere und selektiere. Momentan habe ich nicht das von Kollegen und Freund Cyber-Junkie @zoernert beschrieben Problem: "Hilfe! Mein RSS Reader ist leer. Was mache ich nun."

E-Mail Newsletter haben bei mir ausgedient. Zwar läuft noch das ein oder andere Abonnement, jedoch reduziere ich die Zahl laufend. Über die 3 genannten Tools habe ich das Gefühl, alle relevanten Informationen zu bekommen, so daß ich auf E-Mails verzichten kann.

P.S. Ich bin auch gerade dabei, meinen Twitter-Client zu re-evaluieren. Seit mehr als einem Jahr habe ich den Sessmic Desktop im Einsatz. Nun habe ich mal Tweetdeck ausprobiert und seit einigen Tagen läuft jetzt Hootsuite auf meinem Rechner. In allen Clients fehlt mir eine wirklich komfortable Möglichkeit, Zwitscherer elegant Twitter-Listen zuzuordnen. Hootsuite gefällt mir momentan sehr gut, da Tweets sehr einfach auf Termin gelegt werden können. Na, mal schauen, was sich so in der Praxis noch ergibt.

Apple Time Capsule und T-Home Entertain können wohl nicht miteinander - schade / Gemischte Erfahrungen mit dem Telekom-Support / Twitter-Account @telekom_hilft

Ende des vergangenen Jahres hab ich mich beschwatzen lassen und bin auf T-Home Entertain Plus mit VDSL 16 Plus umgestiegen. Irgendwie erschien es mir sinnvoller, Filme auf Festplatte zu speichern (statt weiter den ollen VHS Rekorder zu benutzen), komfortabler Aufnahmen zu timen und eine größere Auswahl zu haben. Erste Enttäuschung: Ich mußte bis in den Januar warten bis mein Entertain Plus Anschluß freigeschaltet wurde. Beim Verkaufsgespräch wurde mir suggeriert, daß dies noch vor Weihnachten 2009 passiere. Pustekuchen. 

Aber egal . Im Januar 2010 wurde dann Entertain Plus freigeschaltet. Tja, seitdem habe ich Probleme ... mit dem Empfang über T-Home, mit meiner Datensicherung über Apple Time Capsule. Was habe ich im Einsatz?

Im Arbeitszimmer befinden sich: 

  • meine Eumex Uralt-ISDN Telefonanlage mit 3 Anschlüssen (ISDN, 3 Nummern, private Nummer, Home Office-Nummer und Fax)
  • mein DSL Anschluß mit dem (neuen) Speedport 503 V Router
  • meine Apple Time Capsule 1 GB Festplatte, die ich zur drahtliosen Datensicherung meines Macbooks nutze

Im Wohnzimmer befinden sich:

  • mein Uralt-Fernseher
  • der T-Home Entertain Receiver
  • eine Speedport 301 Bridge (um die Daten vom DSL Router ins Wohnzimmer zu bekommen)

Zwei Notebooks sind im Netzwerk eingebunden:

  • ein Apple MacBook
  • ein Windows Vista Notebook von Toshiba

Tja, klang alles logisch und problemlos., aber die Datensicherung lief (und läuft) seit Januar nicht mehr problemlos. Und beim Fernsehempfang über T-Home Entertain hatte ich eingefrorene TV-Bilder und schwarze Bildschirme.

Was tut man in dem Fall? Man setzt Störungs- und Supportmeldungen bei der Telekom ab. Das habe ich dreimal getan. Keine Lösung des Problems. Ihr Ticket ist geschlossen. Die Leitung ist ok ... Nur frustrierend. Dazu die enervierenden Bemerkungen meiner Göga, neue Technik tauge nix. Mit dem Videorekorder habe alles geklappt ... Das volle Programm ... Das hat dann dazu geführt, daß ich vor knapp einer Woche nochmals eine sehr böse formulierte Supportanfrage abgesetzt habe (und meine persönlichen Telekom-Kontakte ansprach). 

Und siehe da, ohne Eskalation und Eingreifen meiner Kontakte: Herr Kleemann vom Telekom-Support rief an, stellte qualifizierte Fragen nach meiner Konfiguration, rief zu vereinbarten Terminen zurück und heute (Sonntag!) sind wir übereingekommen, daß wohl die Kombination von Apple Time Capsule und T-Home Receiver nicht funzt. Time Capsule ist ausgeschaltet und seitdem klappt der Fernsehempfang problemlos. Vieles deutet also darauf hin, daß diese Kombination (MultiCasting scheint sich zu beißen) das Problem ist. Herr Kleemann versprach mir heute, dies ans Produktmanagement zu melden. Dort werde man die Konfiguration testen und sich bei mir melden. Schaun wir mal. 

Erstmal: Danke an Herr Kleemann. So soll Support sein. Zuverlässig und kompetent. Da lebt man auch mit Problemen! 

Und mein Problem hatte ich dieser Tage auch gezwitschert. Und wieder Überraschung: @telekom_hilft meldete sich. Die Hilfe mußte ich dann nicht mehr in Anspruch nehmen. Siehe oben. Aber auch sehr lobenswert

Tja, toll, wenn ich nicht noch zwei Supportanfragen bei Telekom offen hätte:

  • Beim Abschluss von T-Home Entertain versprach man mir, daß mein freier Hotspot-Zugang erhalten bleibe. Da ich viel unterwegs bin, geniesse ich den freien Zugang an Flughäfen und Bahnhöfen. Nur deshalb habe ich auf Entertain upgegradet (und das auch verbal beim Abschluss des Vertrages und der entsprechenden Audio-Aufnahme so vermerkt). Und nun geht der WiFi-Zugang per T-Hotspot nicht mehr. Dreimal nachgefragt. Auf die Audeio-Aufnahme verwiesen. Aktuelle lapidare Antwort nach der 3. Anfrage: Geben Sie mir nochmals Ihre Daten. Ich fasse es nicht. Frechheit. Als ob die nicht vorliegen oder nachgeschlagen werden können.
  • Und die T-Mobile Mailbox meiner Frau funzt nicht mehr, seitdem sie ein neues Handy im Einsatz hat. Statt Voice Mail kommt die Aufforderung, eine SMS zu senden, um zurückgerufen zu werden ... Nach T-Mobile-Webseite die entsprechenden Codes zur Aktivierung der Mailbox gesendet, aber hat bisher nichts genutzt. Mal schaun, wie das weitergeht. Werde mal gleich Supportanfrage absenden.

Fazit: 

  • Herr Kleemann, sein Support und Engagement machen Hoffnung. So soll Support sein.
  • Der Twitter-Account @Telekom_hilft macht Mut.
  • Die Supportanfrage bezüglich Hotspot frustriert.
  • Die vergeblich versuchte Aktivierung der Mailbox frustriert.

Bleiben sehr gemischte Gefühle ...

Ach ja, ich wollte mir zu meinem Geburtstag einen neuen Flachbild-Fernseher anschaffen und den idealerweise in der oben genannten Konstellation mit Apple Macbook etc. nutzen. Den Fernseher als Monitor nutzen, über den Fernseher aufs Internet zugreifen: Internet@TV, Wireless DLNA. Ob das mit dem Mac funzt? Ob das in der oben genannten Konfiguration klappt? Habe mir Irgendwelche Tipps und Hinweise, was man nehmen sollte?

Events, Events, Events: Mac-, Blackberry-, SAP-, Enterprise 2.0- und DNUG-Konferenz

Das werden geschäftige 10 Tage für Lotus in Deutschland. Wir sind auf den folgenden Events vertreten:

  • MacOS X als Plattform für Enterprise Collaboration: IBM Vortrag auf der i-meeting '09 von Torsten Hoffmann http://www.mac-konferenz.de/ am 9. und 10. November 2009 in Köln
  • Um mobile Lotus-Lösungen auf dem Blackberry geht es bei unserer Präsenz auf dem Blackberry Innovation Forum am 10. und 11. November in Frankfurt.
  • Alloy, die Integration von SAP in Lotus Notes, wird auf dem SAP Automotive Symposium am 10. und 11. November in Berlin ein wichtiges Thema
  • Und beim Enterprise 2.0 Summit zwischen dem 10. und 12. November in Frankfurt ist IBM als Sponsor vertreten. Unser Kunden Markus Bentele wird am 11. November in Frankfurt aus der Enterprise 2.0-Praxis berichten. René Werth und ich nehmen an Podiumsdiskussionen teil
  • Und dann geht es zur DNUG Herbstkonferenz nach Fulda. Dort treffen sich zur DNUG-Konferenz die Lotus-Kunden zwischen dem 16. und 18. November. Am 16. November findet Arbeitskreise vor der eigentlichen Konferenz statt, am 17. und 18. startet die eigentliche Konferenz
Selbst werde ich wohl nur das Enterprise 2.0 Summit und die DNUG schaffen. Schade. Würde auch gerne zur Max-Konferenz fahren, aber das wird leider eng. Wer auf den Konferenzen vertreten ist, einfach vorbeischauen. Würde mich freuen.

Mehr Sex-Appeal bitte - für Linux

Am gestrigen Samstag ist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Bereich Technik und Motor mit einem Bericht über Ubuntu als Betriebssystem aufgemacht worden. Fast einge ganze Seite Erfahrungen von Michael Spehr, interessant geschrieben für Einsteiger in das Thema. Hier einige Kernaussagen: „Überhaupt ist Ubuntu unglaublich schnell, selbst auf sehr alten Maschinen.“

Das kann man nun ja nicht von jedem Betriebssystem sagen. Die vollständige Zitierung von „typischen Windows-Marotten und -Nervereien“ spare ich mir an dieser Stelle. Das kennt ja nun jeder gut genug. Auch Problemchen mit Treibern werden von Spehr behandelt. Als Fazit zieht er: „Ein großartiges, modernes Betriebssystem ohne Zicken und Zumutungen. Das müsste der neue Standard werden, zumindest in Schulen.“

Ein sehr positives Fazit und nicht nur der Einsatz in Schulen sollte überdacht werden. Die Zeit einer Betriebssystem-Diktatur ist vielleicht wirklich und hoffentlich vorbei. Nun sehe ich selbst in der IBM viele Kollegen, die Linux – oft Ubuntu – einsetzen. Für mich hat das immer noch den Geruch, dass dies meist Techies sind, die selber gut schrauben können. Der „gemeine Büroanwender“ oder der „spielzeuggetriebene Oft-gar-nicht-mehr-so-jung-Jungmanager“ scheinen den Einsatz von Linux noch zu meiden, so meine Beobachtung.

Auch ich habe mich nicht für den Einsatz von Linux, sondern mir stattdessen einen Mac angeschafft. Mac ist einfach zu bedienen. Die Oberfläche schlechthin, modern, innovativ und intuitiv. Und es gibt das iPhone, den iPod, Time Capsule und viele andere nette Toys rund um den Mac. Opfer des Marketings. Und ja: ich weiss Mac und Apple sind schw...teuer ... Eine sehr geschätzte Kollegin, die sich gerade privat ein - typisch Frau – rotes Netbook angeschafft hat, hat sich wegen iTunes gegen den privaten Einsatz von Ubuntu entschieden.

Was will uns das sagen? Also ich persönlich bin auf die Marketingaussagen von Apple voll hereingefallen und habe deshalb unterdessen den Mac im Einsatz. Andere entscheiden sich aus Bequemlichkeit gegen Linux. Sie wollen sich nicht umgewöhnen. IT-Abteilungen scheuen meist den vermeindlichen Aufwand, ihre Anwender umzustellen, obwohl unterdessen sicherlich mehr und mehr Anwendungen auch unter Linux verfügbar sind. Vielleicht ändert sich das nun angesichts des Kostendrucks?

Zumindest ein wesentlicher Faktor, warum Linux noch nicht so erfolgreich ist, wie es sein sollte, ist aber der fehlende Sex-Appeal. Vor Jahren wurde stolz der Blackberry hergezeigt, dann das iPhone. Nun scheint das superflache Mac Airbook hip zu sein. Kein Manager will bisher mit Linux auf dem Golfplatz protzen. Mein Haus, mein Auto, meine Frau, meine Kinder, mein Linux – so weit ist es (noch) nicht gekommen. Und die Netbook-Welle, die eine Linux-Chance wäre, ist die vielleicht schon am Abklingen? Oder geht da noch was? Ich bin fest davon überzeugt, dass Linux Management-Unterstützung braucht. Und Management-Toys for big Boys helfen ungemein dabei

Und nun zum Informations- und Werbeblock:

Im Open Company Center der IBM in Stuttgart kann man sich hervorragend auch zu diesem Thema informieren. Hier werden alternative Clients und IT-Strategien gezeigt. Mehr finden Sie unter http://www.ibm.com/de/ibmforum/occ/. Gerne kann ich auch Kontakt zu Experten in unserem Haus herstellen.

Ganz neu ist ein von IBM gesponsortes White Paper zum Thema Linux auf dem Desktop und Kostenreduktion unter http://www.freeformdynamics.com/fullarticle_subscribe.asp?aid=678

P.S. Ich werde Linux sicherlich irgendwann einmal ausprobieren, im Selbsttest.

P.P.S. Der Lega Disclaimer. Das da oben ist meine persönliche Meinung und nicht ein IBM-Statement.

[DE] Vom Leben als IBM'er, der einen Mac einsetzt – Spinnerei oder alltagstauglich?

Nun habe ich also ernst gemacht. Seit mehr als 3 Wochen nutze ich nun einen etwa 2 Jahre alten Apple Macbook 13 Zoll 667 Mhz mit 3 GB Arbeitsspeicher und 500 GB Festplatte als Arbeitsgerät. Es ist mein eigenes Gerät, aber IBM erlaubt es, den privaten Computer für die Arbeit einzusetzen. Ich hatte es ja schon vor längerem angekündigt, aber es brauchte dann doch eine Weile, bis ich über meinen Schatten gesprungen bin. An einem Wochenende konnte ich in wirklich kurzer Zeit mein Gerät für den Einsatz im IBM Netzwerk konfigurieren.

Der Technik-Teil (soweit ich technisch bin)
Ich bin ein OTTO, ein Other Than Traditional Office-employee, also jemand, der nicht latent im Firmenbüro arbeitet. Ich bin viel unterwegs und arbeite oft – da ich sehr viel am Telefon bin  und Kollegen durch meine Vieltelefoniererei störe – zuhause. Deshalb war mein erster Schritt: Den VPN Client für den Zugriff von zuhause installieren. Und das ging problemlos. Schwupps, war ich im IBM Netzwerk.

Danach der nächste wichtige Schritt: Ich habe Lotus Notes 8.5 aufgespielt, meine ID und Datenbanken rüberkopiert. Unterdessen bin ich auf einer 8.5.1 Beta, die mir noch einige Vorteile bietet, beispielsweise die Integration mit der Aktivitätenverwaltung von Lotus Connections. Schließlich habe ich Lotus Symphony standalone als Office-Paket konfiguriert.
Ach ja, und ich benutze weiter Firefox statt Safari, weil ich die vielen AddOns zu schätzen weiss und ich meine Bookmarks komfortabel synchronisieren kann. Und Twitter-Tools gibt es für den Mac auch en masse. Unterdessen arbeite ich mit dem Seesmic Desktop, da ich dort sehr komfortabel mehrere Twitter-Accounts bearbeiten  kann. Thwirl und Tweetdeck laufen aber auch unter Mac OS.

Zum Chatten mit Googletalk, MSN, Yahoo und so weiter hab ich noch Adium aufgespielt. Adium könnte ich sogar für Chatten über Sametime nehmen, aber da bin ich dann doch beim nativ in Notes eingebauten Sametime geblieben. Und da ich ein exzessiver RSS User bin – ich habe ca. 30 – 40 Feeds abonniert - und das Fenster in der Notes Sidebar zu klein bei vielen Feeds ist, habe ich NetNewsWire installiert.

Die IBM Foren Mac@IBM und einige Kollegen waren eine wirkliche Hilfe bei der Einrichtung des Macbooks. Die Mac-Community in der IBM ist eine eingeschworene Gemeinschaft und ich bin bei weitem nicht der erste, der einen Mac benutzt. So what? Warum schreibe ich diesen Blogeintrag? Ich denke einmal, dass ich eher der „gemeine Anwender“ bin. Alle anderen Kollegen, die einen Mac benutzen, sind technisch versiert (was man von mir in der Tiefe nun nicht sagen kann).

Aber zurück zu den Praxiserfahrungen: Ich konnte erstaunlich schnell loslegen und den Mac produktiv benutzen. Und was sind nun die Erfahrungen: Bisher bin ich an zwei web-basierten Anwendungen gescheitert, die eigentlich im Browser problemlos laufen sollten. Beide sind Gott sei dank nicht strategisch, aber Fakt ist, sie laufen leider nicht. Es bliebe noch die Option, Parallels für den Mac einzusetzen, mit dem ich Windows-Anwendungen unter Mac OS laufen lassen kann. Diesen Schritt bin ich noch nicht gegangen, da noch keine wirklichen Schmerzen aufgetreten sind.

In den IBM Lokationen habe ich noch Probleme mit dem Wireless-Zugang. Per Kabel komme ich problemlos ins IBM Netz. Und über VPN komme ich wireless von überall ins IBM Netzwerk.

An der Usability einiger Lotus-Anwendungen unter Mac OS sollten wir noch arbeiten. Da ginge noch vieles besser, aber es sind nur Randgebiete. Generell laufen Notes, Symphony und Sametime problemlos und stabil. Mac-Betakomponenten für Lotus Quickr habe ich erhalten, aber noch nicht wirklich ausprobiert. Das bleibt noch in einer ruhigen Stunde zu tun.

Ich bin ein unterdessen eingefleischter Fan von iPod und iPhone (schon lange vor Benutzung des Mac als Arbeitscomputer). Hier stört mich natürlich, dass ich meine Kontakte und  Termine noch nicht vernünftig synchronisieren kann, aber hier ist ja Abhilfe mit Notes 8.5.1 in Sicht. Explizit abraten muss ich von Pocketmac. Pocketmac verspricht die Synchronisierung zwischen Notes und iPhone, leistet dies aber nicht (wie in vielen Foren nachzulesen ist). Vor dem Anbieter kann man nur dringend warnen und ich zweifele auch daran, dass ich meine 30 Euro wiedersehen werde.

Am 13 Zoll Macbook stört mich ein wenig der Monitor, der zwar exzellent, aber etwas zu klein ist. Durch meinen Lenovo T60p war ich schnon etwas verwöhnt. Unterdessen steht ein 24 Zoll TFT Monitor auf meinem Schreibtisch, wenn ich zuhause arbeite.

Absolut begeistert bin ich von der Geschwindigkeit des Macs: Ich habe aus Spass paralllel den Mac und den Lenovo unter Windows XP hochgefahren. Ein Riesenunterschied. Der Mac ist blitzschnell da, der Windows XP-Rechner braucht ewig (obwohl dieser Rechner vor 1 Jahr neu aufgesetzt habe). Auch die Lotus-Software inklusive Lotus Notes läuft deutlich performanter.

Ich vertraue einer Apple TimeMachine, die laufend meinen Rechner sichert. Ein gutes Gefühl, dass quasi automatisch eine Datensicherung läuft.

Die Bedienung des Mac ist für mich – nach einer Eingewöhnungsphase – deutlich intuitiver und produktiver. Er unterstützt besser bei dem, was wir in der IBM Smarter Work nennen. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Noch habe ich sicherlich noch nicht alle Funktionen und Arbeitsvorteile entdeckt, aber schon jetzt möchte ich den Mac nicht mehr missen. Intensiv nutze ich beispielsweise die Spaces, mit denen ich mir virtuelle Arbeitsbereiche für das Web, für Twitter und RSS, für die Office und E-Mail und privaten Einsatz konfiguriert habe. Blitzschnell kann ich hin und herschalten.

 

Die Management-Summary
Der Mac ist (für mich) eine echte Alternative als Arbeitsplatzrechner. Er ist schneller und wesentlich komfortabler als ein Windows-PC. Als eher kreativ orientierter Arbeiter vermisse ich nur sehr wenige Anwendungen, die nicht laufen. Das mag – es wäre zu verifizieren – bei Anwendern anders ein, die SAP und ähnliche Standardanwendungen einsetzen. Ich würde mir mehr Unterstützung von der lokalen IT wünschen, für die nur Linux und Windows existieren (was im Grunde genommen zu verstehen ist, aber Wünsche darf man ja äussern). Toll wäre es, wenn der Mac offiziell in der IBM in Deutschland als Arbeitscomputer akzeptiert und beschaffbar wäre. Momentan ist es ja eine private Investition.

Und ich würde mir mehr Unterstützung und Kooperation von Apple wünschen. Hier ist mir noch nicht klar, wie ernst Apple wirklich den Mac als professionellen Business Computer nimmt. Gerade in der Konstellation Lotus-Software und Mac könnte man gemeinsam sehr interessante Angebote und Alternativen schnüren, aber die Kooperationswilligkeit ist leider sehr „eingeschränkt“.

Und zum psychologischen Faktor: Ja, es ist cool, den Mac als IBM'er einzusetzen. Auf der DNUG habe ich Aufsehen erregt, in den IBM Büros tue ich es noch und auch auf externen Veranstaltungen und bei Vorträgen staunen die Besucher immer wieder. Jemand von IBM, der einen Mac benutzt. Ich gebe zu, es mach Spass, auch wenn dieses sein als Avantgardist ziemlich teuer für den eigenen Geldbeutel ist.

P.S. Dies ist ein persönliches Posting und repräsentiert keine offizielle IBM Meinung,

P.P.S. Ich hoffe, dass einer meiner Kolleginnen und Kollegen, die Linux produktiv einsetzen, hier einmal ihre Erfahrungen posten.
Das Original-Posting ist im IBM BlueBlog erschienen.

[DE] Apple – Valide Unternehmensplattform oder noch immer Avantgarde-Spielzeug? - ODER - Weck den Leoparden in mir

 Vorweg genommen. Ich mag Apple. Trotz des Simpson-Videos mit Steve Mobs und dem Mapple-Store. Ich besitze einen iPod, ein iPhone, ein TimeCapsule und habe meiner Frau vor 1 Jahr ein MacBook gekauft. Und um ganz ehrlich zu sein: Das Macbook kann über Bootcamp mit MacOS Leopard und Windows XP hochgefahren werden. MacOS weckt jedoch nur den Leoparden in mir ... Meine Frau ist zu bequem, sich umzugewöhnen (und ich bin zu träge, Sie einzuarbeiten).


Nun ist die Macworld vergangen und dort gab es einige nennenswerte Ankündigungen. Cisco wurde für die WebEx und MeetingPlace Unterstützung auf dem iPhone ausgezeichnet. Und wir als IBM haben auf der Macworld die Verfügbarkeit von Lotus Notes 8.5 für MacOS, Linux und Windows angekündigt. Dies führte dann zu folgender Stellungnahme von Irwin Lazar im Enterprise 2.0 Blog:
"Have we finally reached the point where Apple is viewed as a serious enterprise platform rather than a nuisance from IT’s perspective, and a costly excess from the view of management? I’d argue that we have."
Ist Apple also auf dem Weg zur validen Unternehmensplattform oder noch immer Avantgarde-Spielzeug? Zu einfach und ein wenig zu provokativ, die Frage. Auf jeden Fall muss zwischen iPhone und Mac unterschieden werden. Das iPhone hat einen Siegeszug angetreten,

... ist supergut zu bedienen,
... ist ein Statussysmbol und Gadget gerade auch für Manager,
... hat Features wie Video nicht, die man gerade vom cleveren Branchenprimus Apple erwarten würde

Für die berufliche Nutzung des iPhones ist es absolut wichtig, dass Cisco nun mehr anbietet. Und sicher ist es auch überfällig, dass wir als IBM nun endlich mit iNotes Ultralite und der angekündigten ActiveSync-Unterstützung endlich eine professionelle Nutzung der Lotus-Werkzeuge auf dem iPhone erlauben. Ja, das iPhone ist unterdessen ein Business Handy und muss entsprechend unterstützt werden.

Etwas anderes scheint noch immer Mac im Unternehmen zu sein. Noch immer scheint das eher die Ausnahme und das Privileg von Kreativberufen zu sein. Verlage – ja, Springer hat sich für den Mac entschieden -, Werber, Journalisten, Blogger – die arbeiten mit dem Mac. Aber daneben? Es scheinen doch oft noch die Anwendungen, die Branchenlösungen zu fehlen, die so etwas möglich machen.

Ach ja, auch einige Kollegen in der IBM arbeiten auf Mac. Es ist erlaubt und wird sogar gefördert. Bei Big Blue also der weisse oder metallfarbene Mac statt des schwarzen Lenovo-Thinkpads. Ich werde – so mir einer der Kollegen mal freundlicherweise unter die Arme greift und mir den Mac VPN-fähig macht (ich muss per VPN ins IBM Netz kommen) – wohl auch den Versuch starten, einmal beruflich Mac-basiert zu arbeiten. Und ich werde es geniessen, bei Kongressen und Konferenzen auf die Bühne zu gehen und dann sichtbar den weissen Mac aufzuklappen (wie gesagt, das Macbook ist ca. 2 Jahre alt) und das Erstaunen in manchen Gesichtern zu sehen. Und mal schauen, vielleicht berichte ich dann hier über meine Erfahrungen.

Warum ist aber gerade unsere Ankündigung, dass Notes 8.5 und die freie Office-Suite Symphony auf MacOS verfügbar sind (bzw. in Kürze sein werden) so wichtig. Mac-User können jetzt die Vorteile von Notes 8.5 nutzen und in eine moderne Kollaborationsumgebung eingebunden werden. Sie können nahtlos mit Kollegen, die Linux auf einem Netbook einsetzen, Linux-Power Usern und Windows-Anwendern zusammenarbeiten und diskutieren. Das Unternehmen haben die Wahl für ihre Anwender oder Anwendergruppen das Betriebssystem zu wählen, das am besten passt und am günstigsten ist. Und alle arbeiten im Enterprise 2.0 trotzdem zusammen. Geht so etwas mit Exchange?

Und Symphony ist eine valide Office-Alternative für Unternehmen, die jenseits der Micrsoft Office-Knechtung auf offenen Standards arbeiten und dabei eine professionellen Unternehmenssupport wollen. Notes 8.5, Symphony und unser iPhone-Support sind also ein weiterer wichtiger Schritt zu einer offenen Enterprise Collaboration-Umgebung, die dem Kunden die Wahl lässt.