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ConnectedMarketing.de: Professor Hennig-Thurau über digitale Mundpropaganda und das Flippermodell

... das Flippermodell: die Botschaften, die hinausgesendet werden, knallen wie beim Flippern an die Bande, werden in eine neue Richtung abgefälscht, bewegen sich in unerwartete Richtungen, sind vielleicht irgendwann einfach weg. Und damit muss man umgehen.

Interessantes Bild, wie sich heute Nachrichten verbreiten.

P.S, Irgendwie spukt mir jetzt die Melodie der Fernsehserie durch den Kopf. Sorry, nicht ganz passend und nicht ganz so ernst gemeint. Passt eher der Pinball Wizard von The Who, im Original-Tommy-Film von Elton John gesungen.

 

Social Media kann dabei helfen, Vertrauen in eine Marke (zurück) zu gewinnen (via SmartBrief)

Social media could help brands recapture trust
About 95% of consumers view advertising as inherently untrustworthy, and fewer than one in 10 consumers take corporate announcements seriously, according to a survey. Yet social-media users are twice as trusting as average consumers, so brands with a high degree of social engagement stand a chance of recapturing their customers' trust, researchers say. eConsultancy.com (5/20)

Ich glaube nicht, daß alleine das Social Media Engagement dazu führt, daß Kundem einem vertrauen und kaufen. Dazu tendieren zuviele sogenannte Marketiers dazu, dieselben platten Nachrichten über Social Media zu verbreiten, wie sie es vorher über die "alten" Kanäle getan haben.

Marketing via Social Media sollte aber meiner Ansicht nach anders sein, authentisch, von identifizierbaren Menschen getrieben, Kritik konstruktiv entgegen nehmend und dialogorientiert. Das erfordert ein ganz anderes Engagement. Fragen beantworten, diskutieren ist komplexer und zeitaufwändiger als eine Anzeige schalten oder eine offizielle Unternehmensmeldung herausgeben. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dialog- und inhaltsorientiertes Social Media Marketing Vertrauen bildet und - man sollte auch das frei aussprechen (dürfen) - dabei hilft, zu verkaufen.

The Social Media Press Release is not the end of the PR agency

You don’t need a PR agency (especially one that does not get the social web). You need a blog.

Very interesting and valuable posting by Maddie Grant on how to write Social Media Press Releases replacing the traditional press release. It is important to realize that you do reach different audiences in the age of the Social Web: traditional media, online media bloggers/digital influencers, and the general public.

There is one point I do disagree. It sounds to easy: Open a blog and you are done. You do still need your agency or at least a capable writer to collect and write your Social Media Press Release. It is even more work to write it up, because you do collect much more information, in particular background (links, pictures etc.).

[DE] Web 2.0 - Alles nur Hype von Cyberjunkies?

Peter Marwan hat auf ZDNet gerade ein Artikel unter dem Titel Web 2.0 für Firmen: Nichts Genaues weiß man nicht  publiziert. Er bezieht sich auf eine aktuelle Umfrage der Agentur PR-Com zu Web 2.0 unter DAX-Unternehmen. Nach dieser Umfrage sind die DAX Unternehmen weit vom strategischen Ansatz von Web 2.0 entfernt:
Die Mehrzahl weiß noch nicht so recht, wie sie die neuen Kommunikationsmöglichkeiten nutzen soll.
Die Umfrage scheint mir sehr stark unter dem Aspekt Nutzung von Web 2.0 für Marketing und PR zu stehen. Das Posting passt zu einigen persönlichen Erlebnissen dieser Woche: Auf dem IBM Breakfast Briefing am Mittwoch in München haben wir das Thema Social Software, Web 2.0 und Enterprise 2.0 auch sehr angeregt (nicht nur unter dem Aspekt Marketing und PR) diskutiert. Dabei kam die Anregung eines Besuchers, dass wir doch auf YouTube Videos zu Lotus Connections, der Social Software-Plattform der IBM, stellen sollten, die die Nutzung erläutern sollten. Die gibt es in englischer Sprache und auch wir als Lotus Deutschland nutzen YouTube unterdessen sehr intensiv. Social Media wird - so schliesse ich aus dieser Diskussion, meinen Erfahrungen und Statistiken der vergangenen Monate - durchaus im Geschäftsumfeld genutzt, um sich zu informieren. Es ist nicht mehr nur die Website des Unternehmens, die Kunden und Interessenten aufsuchen, um sich zu informieren.Das zeigen auch neueste Statistiken aus den USA.
Gegen Mittag gab es dann eine interne Telefonkonferenz, wie wir als IBM denn Social Media in PR und Kommunikation nutzen können. Hier kam der Ansatz, dass man darüber als neuen Kanal Pressemitteilungen und Informationen verteilen könne und solle. Sicherlich ein valides Einsatzgebiet und dies bestätigt auch die Ergebnisse der Umfrage, denn zu oft ist es
Fortsetzung der bisherigen Unternehmenskommunikation mit anderen Mitteln: Informationen über das Unternehmen und seine Angebote stehen mit großem Abstand im Vordergrund
Selbst hierzu gibt es Skeptiker. Bei einem Treffen mit Business Partnern gab es sehr kontroverse Diskussion, wie wichtig nun die Social Media-Aktivitäten von Lotus in Deutschland sind. Einer der Teilnehmer spitzte es zu: "Mich interessiert die Anzahl der Follower auf Twitter nicht. Meine Kunden informieren sich anders." Also alles nur Spielerei eines geschlossenen Kreises von Cyberjunkies und -freaks, die sich im Netz tummeln? Peter Marwan zieht aus der Studie von PR-Com eine solche Schlussfolgerung:
Das ganze Thema Social Media und Web 2.0 wird derzeit noch überbewertet und lediglich durch eine vergleichsweise kleine Gruppe sich gegenseitig selbst lobender, zitierender und referenzierender Menschen vorangetrieben. Da gehören Agenturen und Medienschaffende sicher ebenso dazu, wie Berufs-Surfer und Marketingspezialisten.
Ich bin da etwas anderer Meinung: Ja, im Web 2.0 sind vielleicht vor allem die innovativen Berufs-Surfer unterwegs. Netzwerke wie Xing zeigen aber, dass dort durchaus bereits ernstes Business gemacht wird. Die Zugriffszahlen unserer eigene EULUC-Plattform, wo wir Kunden zeitnah über interessante Produktneuheiten, aber auch Markttrends und -themen informieren, zeigt mir, dass Web 2.0 zumindest als Informationskanal angenommen wird. Und - wieder aus der eigenen Praxis gesprochen - man kann auch schon heute valide Geschäftskontakte und Leads über das Web 2.0 generieren. Ja, ich würde mir noch mehr Interaktion und Kommunikation wünschen, aber hier befinden wir uns - so glaube ich - in der Lern- und Startphase des Mitmach-Web, bei Unternehmen und bei den Nutzern.
Ich würde das auch in einen größeren Zusammenhang stellen wollen, der über die Nutzung von Web 2.0 für PR und Marketing hinausgeht. Hier einige Thesen:
  1. Das Web 2.0 ist heute bereits eine Informationsplattform, die im Business-To-Consumer (B2C)-, aber auch Business-to-Business (B2B)-Umfeld große Bedeutung hat. Informationen und Bewertungen, die man im Web 2.0 findet, sind oder werden wichtiger als die Informationen auf der Web Site des Unternehmens und Anbieters. Genau wie Bewertungen von Hotels und Reisezielen für die private Urlaubsplanung werden solche Informationen auch im Geschäftsumfeld genutzt (werden). Web 2.0 sollte heute unverzichtbarer Teil des Marketing-Mix sein.
  2. Jedes Unternehmen, das in der "Öffentlichkeit" tätig ist, braucht heute eine Web 2.0 PR- und Kommunikationsstrategie. Und wenn es nur dafür ist, in Krisensituationen angemessen reagieren zu können. Dazu passt ja auch der Artikel zum Pressesprecher 2.0 in der FAZ.
  3. Web 2.0 ist mehr als PR und Marketing, Und es ist mehr als neue Art der Kommunikation im Netz, Arbeitsweisen und Technologien des Web 2.0 halten auch in Unternehmen Einzug und sind unausweichlich. Jeff Mann von Gartner hat ja gerade sehr optimistisch prognostiziert, dass 2013 80 Prozent der Enterprise Collaboration Plattformen auf Web 2.0-Technologien beruhen werden. Man wird Blogs, Wikis, Instant Messaging, soziale Netze, Lesezeichen usw. auch professionell in Unternehmen - im Enterprise 2.0 - einsetzen. Hier gibt es eine produktive Wechselwirkung zwischen privater und beruflicher Nutzung von Web 2.0-Arbeitsweisen- und Technologien. Social everywhere nennt es mein geschätzter Kollege Peter Schütt. Web 2.0 Technologien stehen in der Tradition und sind eine Weiterentwicklung von Collaboration, Groupware, eLearning, Knowledge Management und vielen anderen Trends der vergangenen Jahrzehnte.

Ja, wir befinden uns in der Anfangsphase. Ja, ein Inner Circle pusht sich derzeit oft gegenseitig hoch. Aber die geschäftliche Nutzung von Web 2.0 in PR und Kommunikation, darüber hinaus und innerhalb von Unternehmen ist genauso wenig aufzuhalten wie es die Nutzung von E-Mail vor Jahren war. Und ich prognostiziere eine ähnich rasante Entwicklung.

P.S. Auf der ZDNet-Seite gibt es auch einen Abstimmung Zum Status Quo von Web 2.0 in Ihrer Firma. Wenn Sie mitmmachen wollen.

FAZ - Heute kaum der Rede wert - Pressesprecher 2.0: Das Prinzip verstanden?

FAZ ist heute (für mich) keines ausführlicheren Blog-Postings wert - interessant nur der Bericht über die Ausbildung zum Pressesprecher 2.0 in Beruf und Chance (auch weil ein IBM Kollege gerade was zur Pressestelle 2.0 macht, aber sind wir alle ein bisschen ZwoNull?). Es geht darum, Pressesprecher auszubilden, die wissen, was man wo am besten kommuniziert. Und natürlich die Angst vor der Twitterostrophe à la Wolfskin etc.:

Andererseits könne eine negative Nachricht, die man mit Mühe und Not aus der Presse herausgehalten habe, heute eben immer noch per Twitter explodieren. Dann bleibt auch dem modernen Kommunikationsmanager nur die Hoffnung, dass wenigstens der eigene Chef nicht mittwittert.

Welch ein Abschluss für einen Bericht über den Pressesprecher 2.0. Doch nicht verstanden?

Es gibt noch nicht so was wie einen Social Media Experten | Brian Solis - PR 2.0

Additionally, branding one’s self with social media is much different than helping a brand connect with people online.

Sehr überlegenswerter Satz: Selbstvermarktung im Web 2.0 ist etwas anderes als eine Marke, ein Unternehmen oder Produkte zu vermarkten. Aber so ganz stimme ich Brian Solis nicht zu: Es gibt durchaus (auch in Deutschland) Experten, die sich damit auseinandergesetzt haben und auskennen. Neulich bei einem Gespräch mit Richard Joerges und Martin Meyer Gossner haben wir so auf 20 - 30 in Deutschland getippt. Und der letzte Absatz von Brian Solis bringt es dann auch auf den Punkt, was einen Experten (oder wie wir die Person immer nennen) ausmacht.

Im Glashaus ... schon etwas peinlich

Schon etwas peinlich, wenn man selbst im Blog über Geschäftsführer lästert, die sich auf dem Billardtisch räkelnd auf dem Titelblatt eines Magazins präsentieren. Und dann landet man selbst auf dem Titel vom digital business magazin - Gott sei dank nicht räkelnd und ich bin auch nicht durch Bezahlung zum Coverboy geworden. Fa wäre ich schnell pleite. Und ja - da einige Freunde schon lästern -, das Bild ist 5-6 jahre alt :-). Ich bin weis(s)er und älter geworden. 46 Jahre und kein bisschen weise, oder wie heisst es.

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Zaplive Media: Live-Streaming des Vortrags vom GFM Consumer Content

Unser Vortrag von der GFM Consumer Content Veranstaltung vom 18. August in Köln sind aufgezeichnet worden. Um was ging es noch gleich? Ach ja, "„Zwitschern, bloggen, YouTuben – Poken: Mit Web 2.0 Marketing in die Presse und zum Kunden?“. Hier die Links:

Vortrag auf dem IBM Partnercamp 2009: Zwitschern, bloggen, "YouTuben", Poken - Mit Web 2.0 in die Presse und zum Kunden

Gestern haben Thorsten Zoerner, Lars Basche und ich einen Vortrag zu Web 2.0 Marketing gehalten. Hier ist die entsprechende Präsentation auf Slideshare. Lars und ich werden den Vortrag verkürzt auf der Tagung GFM Consumer Content am 18. August in Köln erneut halten.

Und sorry Thorsten, dass ich Dir zuviel Zeit von Deinem Vortragspart gestohlen habe.