Welch ein Artikel im Feuilleton der FAZ vom heutigen 15. Mai 2010 gegen Peter Kruse (noch nicht online verfügbar, Link folgt asap hier nun der Link). Edo Reentz ledert so richtig gegen Kruse und sein Firma Nextpractice ab. Dazu zitiert er Dietmar Moews:
"Kruse ist der Hyper-Schwobler des Internets, vergleichbar nur mit Franz Beckenbauer im Fußball oder mit Peter Sloterdijk im Literaturbetrieb. Mit seiner Brachialrethorik, seiner enorm schnellen Sprechgeschwindigkeit, welche dem Zuhörer keine Chance zu einem klaren gedanken lässt, vermittelt er die Illusion, er hätte unglaublich Bedeutendes und Wegweisendes mitzuteilen."
Eigentlich habe - so der Artikel - Kruse nichts wirklich Erkenntnisreiches zu sagen. Das Handeln sei vielmehr rein wirtschaftlich ausgerichtet. Heftige Kritik wird in dem Artikel auch an den Studien und Erkenntnissen von nextpractise geäußert.
Ich gebe Reents Recht, wenn es um die Verherrlichung und kritiklose Anbetung auch nicht-irokesenschnitt-tragender Ikonen und Rockstars des Web 2.0-Zeitalters geht. Auch hier gehört eine gesunde Skepsis gegenüber den vermeindlichen Heilsbringern dazu. Da scheint mir die Web 2.0-Generation sich genau so zu verhalten wie es auch meine Generation und Generationen vorher mit ihren jeweiligen Stars getan hat. Jedoch bietet das Netz auch mehr Möglichkeiten zur öffentichen Kritik und zum Widerspruch gegen diese Stars. Da scheint mir schon ein Widerspruch zu liegen.
Kruse habe ich persönlich kurz auf der republica kennengelernt und mich mit ihm vor der Tür bei einer Zigarette ausgetauscht. Sinnigerweise haben wir über die Netz-Kritik einer gewissen Tageszeitung gesprochen, die oft (zumindest im Feuilleton) alles, was im Web 2.0 passiert, negativ bewertend über einen Kamm schert. In diesem Gespräch erschien mir Kruse sehr engagiert und authentisch und ich freute mich schon auf seinen Auftritt am 23. April auf dem Lotus JamCamp in Ehningen. Zu dem kam es dann wegen - so Nextpractise - vulkanbedingter Terminkollisonen und -verschiebungen nicht. In Vertretung von von Kruse hielt Frank Schomburg den Vortrag "Strategie am Limit". Dieser bezog sich ja auch auf eine aktuelle Studie von Nextpractise und ich persönlich fand ihn nicht inhaltslos. Die erläuterten Mechanismen und die Unterscheidung in Digital Residents und Digital Visitors erscheint mir oft sinnvoller, als die vereinfachende Klassifizierung nach Alter und Generation.
Selbst wenn keine neuen bahnbrechenden Erkenntnisse enthalten sein sollten, werden viele Dinge behandelt, die kommunikationswürdig sind und die vermittelt werden sollten. Und auch das ist eine Aufgabe: die Vermittlung relevanter Inhalte an ein breiteres Publikum. Und das tut Kruse sicher gut. Blind anbeten und gedankenlos antizipieren, ist sicher nicht empfehlenswert. Aber kann sich ja auch durchaus kritisch und kontrovers mit seinen Thesen und Interviews auseinandersetzen.
Ich habe es ja schon in meinem persönlichen Resumé geschrieben. Wir wissen noch nicht, ob es wieder ein Lotus JamCamp geben wird. Die Chancen sind da, aber kann man man so etwas wiederholen? Ist so etwas einzigartig? Auf jeden Fall werden wir die Ergebnisse von Tour, Jam und Camp aufarbeiten und dann auch an die Community zurückgeben. Daneben bin ich sicher, daß viele der Kontakte weiter bestehen und wir die ein oder andere individuelle Aktion zusammen durchziehen werden. Doch denken wir auch darüber nach, ob und in welchen Form wir vielleicht im kommenden Jahr erneut ein Lotus JamCamp durchführen wollen, können, dürfen, sollten. Unsere Lessons learned und einige auch persönliche Ideen und Fragen zur Diskussion: - Business, Unternehmen verstehen zu großen Teilen noch nicht das Barcamp-/Open Space-Prinzip. Da müssen wir weiter Aufklärungsarbeit leisten und wahrscheinlich brauchen wir weiter feste Keynotes, "prominente" Sprecher und Vorträge, an denen man sich "festhalten" kann (und die als Rechtfertigung beim Chef dienen können, das JamCamp zu besuchen).
- Um noch mehr Business-Leute zum Camp zu bringen, müssen wir es wohl komplett in die Arbeitswoche legen. Ein Event am Wochenende ist eher untypisch und wenn ein Business-Vertreter am Samstag teilnehmen will, bedarf es in manchen Unternehmen expliziter Zustimmung des Betriebsrats. Also lasst uns in die Woche gehen.
- Eventuell macht es Sinn, einen Tag mehr als konventionelle Konferenz zu organisieren, den zweiten dann als Open Space/Barcamp aufzuziehen, um so Teilnehmer heranzuführen, die ein Barcamp-Prinzip nicht kennen. Kommentare dazu sind sehr willkommen.
- Wir haben uns übernommen, gleichzeitig Online Jam und Bustour durchzuführen. Die Busbesatzung war nicht oder kaum in der Lage, online mit zu jammen. Selbst bloggen und zwitschern kam oft zu kurz. Da sind einfach technische (UMTS-Verbindung) und multi-tasking Grenzen gesetzt. Es scheint mehr Sinn zu machen, "nur" eine Comunity zum JamCamp zu haben und diese zu "befeuern".
- Der Registrierungsprozess mit Eingabe der kompletten Kontaktinfo zur Community auf ibm.com hat wohl manchen ferngehalten (obwohl die Registrierung zu nichts verpflichtet, gibt man heutzutage nicht mehr gerne Daten ein). Hier müssen wir über Alternativen nachdenken, eventuell die Community von ibm.com weg zu verlagern. Klar möchten und würden wir weiter Lotus Connections als Plattform benutzen wollen.
- Camp in Ehningen: Ich glaube, wir sollten in Ehningen bleiben, auch wenn es nicht im Zentrum der Republik liegt. Ehningen ist die Zentrale und der Campus der IBM in Deutschland und bietet auch die notwendige Infrastruktur. Eure Meinung?
- Im unterdessen riesigen und umfassenden Programm der re:publica gehen wir unter. Wie kann man ein Lotus JamCamp dort besser positionieren? Welches Konzept könnte da ziehen?
Neben all diesen Ideen, Fragen und Statements interessiert mich natürlich auch und besonders, wer in 2011 wieder mitmachen würde, als Mitreisender im Bus, als Gastgeber einer Station, als "Redner" auf dem Camp, als Partner und Sponsor. Lasst mir Euer Feedback zukommen. Hier, per E-Mail, Telefon, Chat, in der JamCamp Community, whereever. P.S. Da wir das Lotus JamCamp natürlich auch "dokumentieren", bin ich auch an Hinweisen und Links über Berichte interessiert. Das ein oder andere entgeht uns vielleicht doch.
So, ich kann es doch nicht lassen und bin online, nach 10 Stunden Schlaf, leicht abgeklungener Erkältung nun live auf Balkonien mit Blick auf den Grill, der später angeworfen werden wird. Gerade habe ich das Abschlußvideo unserer Bustour von TV Noir & bythefire.tv gesehen. Denke, wir werden das morgen auf YouTube und in der JamCamp Community auf ibm.com live stellen. Ich gebe zu, da kam schon etwas Wehmut auf, daß die Tour vorbei ist. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel und das Runde muß in das Eckige und das Spiel dauert 90 Minuten und, und, und ... (Kaiserslautern ist aufgestiegen, was Jörg Allmann besonders freut).
Doch im Ernst: Wir haben 10 intensive Tage hinter uns, die sehr dicht waren. Auf der re:publica haben wir am 14. April das Lotus JamCamp gestartet, mit einer zu mäßig besuchten Aufführung des "Anhalters durch das Enterprise 2.0". Danach gab es interessante, intime Workshops zu ganz verschiedenen Themen rund um "Smarter Work" und Arbeitswelt der Zukunft. Der Vulkan kam uns dazwischen und verursachte eine überstürzte Abreise aus Berlin am 16. April.
Und am 19. April ging dann die Bustour los. Ich bin erst in Hannover dazugekommen und dann mit dem Team durch Deutschland getourt. Und diese Tour war ganz speziell und einzigartig. Wir haben verschiedenste Stationen besucht - von der Redaktion von t3n über den Webmontag zur Bertelsmann Stiftung nach Bonn zur Telekom und zur Eröffnung des Institutes for Business Collaboration nach Koblenz. Von dort aus sind wir nach Karlsruhe zur KIT und Karlshochschule und dann nach Walldorf zur DISA (Deutschen IBM SAP Akamdemie). Tags drauf haben wir die Uni Mannheim, die Popakademie und dann die XING Lounge zum Thema Governance Risk Management und Compliance besucht. Ein ganz buntes und vielschichtiges Programm, das ich bewusst nochmals aufgezählt habe, denn der ein oder andere Busttourolant konnte sich schon nicht mehr erinnern. Rund 400 Personen sollten wir während der Bustour an allen Stationen getroffen haben.
Und am 23. April ging dann das eigentliche Camp in Ehningen mit über 100 Teilnehmern los. Begrüssung und beeindruckende Keynote von Frank Schomburg, der in Vertretung von Peter Kruse den Kulturraum Internet vorstellte. Ein herausragender Start in das Camp. Und auch danach ging es Schlag auf Schlag. Dr. Carsten Ulbricht zu E2.0 und Recht, Jörg Kantel, Harald Kiehle, Andreas Pleschek, andere Vorträge und Diskussionen in den anderen Räumen des Camps. Danach nochmals der "Anhalter durch das Enterprise 2.0" in der vollen Fassung und ein Get Together. Und am Samstag ging es weiter mit rund 50 Teilnehmern, engagiert, motiviert, kontrovers und qualitativ hochwertig. Abschluß dann durch Nicole Simon, die durchaus provokante Thesen vom Aufeinanderprallen von Digital Natives und Enterprise 2.0 vertrat und mit den Anwesenden diskutierte. Ende des Camps nachmittags.
Während der 10 Tage zwischen dem 14. und 24. April lief der Online Jam unter jamcamp.ideajam.net. Bis dato sind 90 Ideen aufgelaufen, die bewertet, kommentiert und diskutiert wurden. Diese werden wir uns in den kommende Wochen zusammen mit den ganzen Blog- und Onlineberichten anschauen, um ein inhaltliches Resumé des Lotus JamCamps zu ziehen und an Punkten und Inhalten weiter zu arbeiten.
Mein ganz persönliches Resumé: Ich habe in meiner Laufbahn schon sehr viele Seminare und Konferenzen organisiert. Dies war die inhaltlich dichteste Veranstaltung, die ich bisher erlebt habe. Wir sind sachte auf der re:publica gestartet und haben dann aber so richtig Gas gegeben. Die Bustour war einzigartig. Das Klima, die Toleranz und die Diskussionen im Bus und an den Stationen war vielfältig und oft sehr tief gehend. Die Dokumentation der Tour durch TV Noir / bythefire.tv. hat der ganzen Tour nochmals einen besonderen Aspekt gegeben.
Das Camp on Ehningen bot dermaßen viele inhaltliche Highlights, daß man leider nicht alle geniessen konnte. Vor allem aber war die Atmosphäre und die Beteiligung der Teilnehmer bemerkenswert. Ich habe so manche Businesskonferenz erlebt, wo nur noch zugehört wird. Auf dem Camp wurde mitgemacht, engagiert, mit Tiefgang und mit Herz. ich glaube, für manch einen von uns IBM'ern, der nur noch konventionelle und konsumierende Events gewohnt ist, war dies ein echter Augenöffner.
Persönlich habe ich viele neue wertvolle Kontakte gewonnen und mich vernetzt. Und ich bin ganz sicher, daß viele davon jenseits des JamCamps weitergehen und gepflegt werden. No doubt about that.
Wird IBM wieder so etwas veranstalten? Wir wissen es noch nicht. Zumindest brauchen wir Euer Feedback und Input. Aber dazu mehr in einem separaten Post.
Und ich will auch persönlich DANKE sagen: Danke an das IBM Team rund um Bianca und Beate, die das maßgeblich organisiert haben und denen ich mit meinen wüsten Ideen und meinem Perfektionismus auf die Nerven gehen durfte. Danke an Martin Koser und auch an Ulrike Reinhard, die uns beraten und vernetzt haben. Merci, Peter Schütt, der viele Ideen und Anregungen gab, und Thorsten Zoerner, der mir viel Webbiges nahebringt. Danke an Regina, Tex und Flo von TV Noir für die Dokumentation. Danke an Julia, Clemens und Andreas von New Thinking und der re:publica. Danke an Peter, unseren Busfahrer. Danke an Helmut Barz, unseren Regisseur des Anhalters, Ralph Turnheim, den Hauptdarsteller, und an Gunther und das Team von CPP. Und danke natürlich an alle "Stationen" und die Menschen, die uns dort empfangen haben. Die Bus-Besatzung vergesse ich natürlich auch nicht. War ein Riesenspass. Chapeau.
Und schön, daß eine IBM uns das möglich gemacht hat.
Hier nochmals das Mission Statement für das Lotus JamCamp. Daran sollten wir das Event messen:
Auf dem JamCamp diskutieren Teilnehmer aus Wirtschaft und Verwaltung, Studenten und Lehrbeauftragte, Blogger und Digital Natives und IBM Mitarbeiter, wie Technologien und Konzepte wie Cloud Computing, Enterprise 2.0, Open Source den Arbeitsplatz von heute und morgen beeinflussen und wie die Auswirkungen auf Unternehmen, Gesellschaft und den Einzelnen sein werden.
Auf dem JamCamp wollen wir uns auf die Themen konzentrieren. Es gilt: keine Unternehmensfolien, keine Produktwerbung etc.
So, der Online Jam des Lotus JamCamps ist losgegangen. Gestern haben wir ihn mit den ersten beiden Akten aus "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" gestartet. Nachmittags gab es dann erste Diskussionen rund um die 4 Idea Spaces des Online Jams los. Hier findet Ihr den Jam: https://jamcamp.ideajam.net. Die 4 Themen des Jams sind - Arbeitsplatz und Arbeistwelt der Zukunft,
- Enterprise2.0, Datenschutz & Datensicherheit
- Ganz konkret - Wie sieht der persönliche Nutzen aus und
- Social Media Marketing - Zukunft oder Hype?
Anmelden und mitmachen. Wir versuchen den Jam live von der republica zu füllen, haben aber leider desöfteren Netzprobleme hier. Unser Programm heute (15. April) in der Kalkscheune: Gerade läuft Linux als Alternative mit Uwe Hauck. Um 11:30 Uhr kommt Ole Wintermann von der Bertelsmann Stiftung mit Ulrike Reinhard zur Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit: Science as a public good. Um 13 Uhr starten wir einen Workshop, wo wir die neue Webpräsenz des Instituts für Business Collaboration der Uni Koblenz designen. Stichwort: Wie sollte heute eine moderne Webpräsenz aussehen?
So, nun ist es quasi soweit. Kommenden Mittwoch geht die re:publica in Berlin los, und damit auch das Lotus JamCamp. Morgen ist die Generalprobe zu "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" bei CPP in Offenbach. Eine Kurzfassung bzw. die ersten Akte werden wir dann auf der re:publica um 13 Uhr spielen. Mit neuer Hauptdarstellerin und in modifizierter Form. Die Version, die wir für die Dokumentenmanager auf der DMS 2009 uraufgeführt haben, ist nun web-biger geworden - hoffentlich, so mit Augmented Reality, location based Services und dem Nerd-Cyber-Junkie-Kram. Das neue BUCH wird in Kürze hier live gestellt.
Diese Aufführung, die zeigt, wie Digital Naiver, Unternehmensbürokrat und normaler Mitarbeiter aufeinanderprallen, ist dann auch der Start zum Online Jam, den wir zwischen dem 14. und 24. April durchführen. Hier kann jeder online mitdiskutieren und mitlesen. Der Jam geht am Mittwoch unter der URL http://jamcamp.ideajam.net/ live. In vier IdeaSpaces werden die Themen Wie sehen der Arbeitsplatz und die Arbeitswelt der Zukunft aus?, Enterprise 2.0, Datenschutz & Datensicherheit - Herausforderungen und Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter sowie Ganz konkret – Wie sieht der persönliche Nutzen von Enterprise 2.0 und Smarter Work aus? und Social Media Marketing – Zukunft oder Hype? diskutiert. Das Thema persönlicher Nutzen werde wohl ich mit einem kurzen Impulsvortrag starten dürfen. Den Arbeitsplatz der Zukunft moderieren @Baerlinizer René Werth und Cyber-Junkie Thorsten Zoerner, Enterprise 2.0 und Recht kommen von Arnd Layer und Martin Koser und Social Media schließlich kicken Anika Geisel und Lars Basche "off".
"Anheizen" werden wir den Online Jam durch Workshops und Diskussionen auf der re:publica und dann später unsere Bustour durch Deutschland. Am 14. April nachmittags starten wir im Quatsch Comedy Club die 4 Themen in einem Workshop und werden den Jam mit den Ideen und Kontroversen füttern. Am nächsten Tag geht es dann in der Lounge in der Kalkscheune mit verschiedenen Workshops weiter. @Byclist Uwe Hauck wird um 10 Uhr mit einem Impulsvortrag das Thema Linux als Desktopalternative in modernen Büroumgebungen, den Wechsel wagen anreißen. Danach moderiert Ulrike Reinhard einen Workshop. Thema und Abstract folgen in Kürze. Nachmittags dreht sich alles um das Thema moderne kollaborative, kommunikative Website. Die Uni Koblenz, wo wir ein neues Institut für Business Collaboration eröffnen, braucht für dieses Zentrum eine Webpräsenz. Wie diese aussehen könnte und sollte, welche Web 2.0-Features auf der Seite verfügbar sein sollten, ist Thema des Workshops ab 14 Uhr. Die Ergebnisse des Workshops wollen wir dann als ersten Prototypen auf dem Camp in Ehningen zeigen. An der Agenda für den 16. April, dem letzten Tag der re:publica, arbeiten wir noch. Mehr dazu hier in Kürze.
Tja, dann ein freies Wochenende und unser Lotus JamCamp-Bus fährt von Berlin aus los. Am 19. April geht es nach Hannover zu einem Redaktionsbesuch bei t3n. Abends sind wir beim Webmontag in Hannover, um dann noch nach Gütersloh weiterzufahren. Morgens am 20. April diskutieren wir bei der Bertelsmann Stiftung das Thema Science as a good und fahren dann zur Telekom nach Bonn weiter. Hier stehen Themen rund um Social Media und Enterprise 2.0 auf der Agenda. Um 17 Uhr müssen wir dann in Koblenz sein, wo Professor Petra Schubert das neue Kompetenzzentrum für Collaboration eröffnet. Wer mehr zum Event (und zur Fete) in Koblenz wissen will, kann auf Twitter dem Hashtag #jamko folgen. Und dann geht es am 21. April in den Süden. Und mir geht jetzt erstmal die Puste aus. Zur weiteren Tour und zum eigentlichen Camp in Ehningen mehr in einem separaten Blogbeitrag.
Natürlich werden wir Jam, Tour, re:publica, Camp auf Twitter und in Blogs multimedial begleiten! Tja, auf jeden Fall bin ich sehr aufgeregt und gespannt auf Theateraufführung (Lampenfieber), Workshops und interessante Diskussionen. Freue mich einige von Euch endlich mal live und nicht nur virtuell kennenzulernen, um mal einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Trotz allen Potentials des Webs 2.0 - siehe beispielsweise wie @bicyclist und ich den Workshop auf der re:publica definiert haben - ist ein Face-to-Face Meeting nicht zu ersetzen, wenn es geographisch möglich ist. Und das eine muß das andere ja nicht ausschießen, sondern kann und sollte sich wo möglich ergänzen.
Und last but not least: Ich hoffe auf Eure Teilnahme, auf der re:publica, im Online Jam, an den Stationen der Bustour und auf dem Camp in Ehningen. Freu mich (und zähle und hoffe) drauf.
Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Was sind die Erwartungen der Digital Natives, wenn sie in die Berufswelt einsteigen? Und umgekehrt: Was erwarten Unternehmen von neuen Mitarbeitern? Was bedeutet mobiles Arbeiten und Home Office künftig? Was heißt Enterprise 2.0 aus Sicht der Unternehmen und aus Sicht der jungen Generation?
Dies sind nur einige der Fragen, die wir auf dem Lotus JamCamp #LJC zusammen diskutieren wollen. Digital Natives kommen mit Vertretern aus Unternehmen und öffentlicher Verwaltung zusammen, um miteinander über die Arbeitswelt von heute und morgen zu sprechen. Gestartet wird diese Aktion mit einem einwöchigen Online Jam; der Startschuss für dieses Online-Massenbrainstorm fällt auf der re:publica #rp10 am 14. April in Berlin.
Nach der re:publica geht es dann vom 19. bis zum 23. April mit dem JamCamp-Bus auf Deutschlandtour. Im Bus sind Blogger, Digital Natives, Studenten und IBM'er. UND es sind noch Plätze frei.
Wir besuchen am 19. April im Tourbus Wolfsburg, diskutieren mit am Webmontag in Hannover, besuchen am 20. April die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh, um dort zu diskutieren, wie eine Institution wie die Bertelsmann-Stiftung das Web 2,0 nutzen kann, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern. Danach geht es zur Telekom nach Bonn, wo Enterprise 2.0 im Mittelpunkt des Gesprächs steht. Nach Zwischenstopp in Köln fahren wir zur Uni Koblenz, um das dortige Competence Center für Collaboration zu besuchen und dessen Eröffnung zu feiern. Weiter geht es am 21. April nach Karlsruhe zu Diskussionsstopps am KIT, dem laut FAZ „deutschen MIT“, und zur Karlshochschule. Dieser Tourtag endet in Walldorf im ISICC, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von SAP und IBM.
Am 22. April fahren wir zur Universität Mannheim, bevor es nach Stuttgart geht. In der Schwabenmetropole besuchen wir das Mercedes-Benz Museum und nehmen anschließend an der 1. XING CM Lounge teil. Dort steht das Thema Compliance in einer Anhörung im Mittelpunkt. Und am 23. April geht es mit dem Bus dann zum eigentlichen Camp nach Ehningen auf den IBM Campus. Die genaue Tour des Busses geht in Kürze hier online.
An allen Orten wollen wir mit interessierten Personen, Unternehmen und Organisationen spannende Themen und Trends rund um den Arbeitsplatz der Zukunft diskutieren. Und das Interesse ist schon riesengroß.
Zur Logistik: Zuerst einmal ist der Bus ein cooler Tourbus. Wir werden also wie eine Rockband komfortabel durch Deutschland düsen. Die Übernachtungen während der Tour werden von IBM übernommen. An den Stationen (und im Bus) gibt es Verpflegung und sicherlich viel Spaß. Auch werden einige Sponsoren die Tour unterstützen. So stellt Kodak den Mitreisenden Videokameras, um direkt von der Tour zu filmen. Begleitet wird die ganze Tour von einem Team von TV Noir, die die Tour filmisch dokumentieren werden.
Interessiert, beim ersten rollenden JamCamp der Welt dabei zu sein? Dann schickt bitte hier eine kurze „Bewerbung“ an uns, warum Ihr mitmachen und was Ihr aktiv beitragen wollt. Ende März werden wir – IBM und re:publica – gemeinsam eine Auswahl treffen und die Teilnehmer informieren.
Gemeinsamer Bus der re:publica und IBM geht von Berlin aus auf Deutschlandtour bis nach Stuttgart zum Lotus JamCamp IBM ist auch im vierten Jahr Partner der re:publica in Berlin. Nach dem großen Interesse am Thema Online Jam im vergangenen Jahr führen IBM und re:publica diesmal einen Jam zusammen durch. Dabei geht es um das Thema intelligenteres Arbeiten und das Verhältnis zwischen Unternehmen und Digital Natives. Und auch nach der re:publica geht es weiter: Eine Woche nach dem Event in Berlin veranstaltet IBM auf ihrem Campus in Ehningen bei Stuttgart das Lotus JamCamp. Vertreter aus Unternehmen diskutieren dort mit Social Software-Interessierten über den Arbeitsplatz von morgen. Die Brücke zwischen den beiden Veranstaltungen schlagen der Online Jam und eine Bustour durch Deutschland, die die re:publica ihrerseits als Partner begleiten wird. Beides wird in Berlin gestartet. Seit ihrem Beginn im Jahr 2007 unterstützt IBM die re:publica in Berlin, die sich zu Deutschlands größter Social Media-Konferenz entwickelt hat. Im Berliner Friedrichstadtpalast und in der Kalkscheune treffen sich vom 14. bis zum 16. April rund 3.000 Menschen und diskutieren über Themen wie Innovation, Identitäten im Web, Augmented Reality und viele weitere Aspekte der Social Media Revolution. Das übergreifende Motto ist das Echtzeitweb – "nowhere". Auch IBM trägt diesem Motto Rechnung. In der etwas anderen Keynote am 14. April geht es darum, welche Erfahrungen ein Digital Native im Unternehmensalltag als Anhalter durch das Enterprise 2.0 macht. Dies ist zugleich der Start des Online Jams, der am 24. April mit dem JamCamp beendet wird. In diesem moderierten Massenbrainstorming werden die Themen, Ideen und Ansätze rund um den Arbeitsplatz der Zukunft und das sogenannte Enterprise 2.0 diskutiert und bewertet. Während der drei Tage in Berlin steht für die Teilnehmer ein Raum zur Verfügung, in dem sie jammen können und Antworten auf Fragen rund um den Jam bekommen. Die Teilnahme ist natürlich auch darüber hinaus von überall über das Internet möglich.  „Durch die langjährige Zusammenarbeit mit IBM im Rahmen der re:publica konnten wir viele Erfahrungen und Ideen am Schnittpunkt von innovativer Webwelt und internationalen Unternehmen sammeln. Wir freuen uns, nun schon zum vierten Mal gemeinsam mit IBM die re:publica zu gestalten“, so Andreas Gebhard, einer der Veranstalter und Partner Manager der re:publica 2010. „Wir hoffen, dass wir diese fruchtbare Zusammenarbeit auch in der Zukunft weiterführen können. Ein erster Schritt ist die Ausweitung der Zusammenarbeit auf den JamCamp Bus, der nach der re:publica durchs Land fährt. Sozusagen das erste 'Barcamp on the Road'. Das rockt!“ Für uns als IBM und Lotus-Brand ist re:publica eine sehr wichtige Veranstaltung. Dort bekommen wir direktes Feedback von Menschen, für die die Arbeit mit Social Software eine Selbstverständlichkeit ist. Unser Ziel ist es, diese Erfahrungen und das Wissen auch in die Unternehmen zu tragen und diese von den Vorteilen der offenen Zusammenarbeit zu überzeugen. Und wir freuen uns sehr, dass wir die re:publica auch als Partner unseres JamCamps gewinnen konnten und dass wir nun gemeinsam Ideen für den Arbeitsplatz der Zukunft entwickeln. Am Montag nach der re:publica startet der Lotus JamCamp Bus seine einwöchige Tour durch Deutschland, um vor Ort an Universitäten, in Verlagen oder Unternehmen über aktuelle Herausforderungen der Zusammenarbeit zu diskutieren. Die Route im Überblick: Start ist am 19. April in Berlin; dann geht es über Hannover, Köln, Bonn, Koblenz, Mannheim, Walldorf und Karlsruhe nach Ehningen, wo auf dem IBM Campus am 23. und 24. April das Lotus JamCamp stattfindet. Ziel ist es, Ideen für den Arbeitsplatz und die Zusammenarbeit von morgen zu sammeln, die in konkrete Projekte und Produkte einfließen sollen. Zu Jam und Lotus JamCamp kann man sich unter http://www.ibm.com/software/de/jamcamp anmelden. Von dort aus gelangt man in die Lotus JamCamp Community, in der weitere aktuelle Informationen zu finden sind. Alle Interessierten können nach einer Registrierung an der Planung der Veranstaltungen mitarbeiten.
Original im IBM BlueBlog gepostet. Eine kleine Stellungnahme zur re:publica, beruflich und persönlich gemixt.
Nun bin ich also wieder zuhause angekommen, nach der re:publica in Berlin. Zeit für erste mosaikhafte Reflektionen. Es war meine erste re:publica, IBM ist schon seit 3 Jahren dabei. Und in diesem Jahr haben wir nich nur gesponsort, sondern auch eine eigen Sub-Konferenz unter dem Titel „Social everywhere – Mitwirken im Unternehmen“ durchgeführt.
Für mich persönlich gab es zwei besondere Highlights: Der brechend volle, ja übervolle Saal Josephine, als Peter Schuett seinen Vortrag „Wie das Web 2.0 Unternehmen erobert“ hielt. Nach der etwas unglücklichen Abmoderation zur Mittagspause dachte ich schon, au weia. Aber nein, der Saal war gerappelt voll, Peter hat schon einen Namen in der Szene und vor allem: Er hat auch etwas zu sagen.
Und mein zweites Highlight war die sonnige – nein, das ist keine Bemerkung zu Sun, sondern bezieht sich aufs Wetter – Diskussion mit den Kollegen von Value5 zu Windows und Mac. Das hat mich dann doch sehr motiviert, es endlich, endlich mal anzugehen, die für meinen Job notwendige Software zu installieren und meinen Mac final ins IBM-Netz zu hängen und damit zu arbeiten.
Hervorragende Response bekamen wir auf das Thema Innovation Jams, wie man in grossen Jams gemeinsam Ideen entwickeln kann. Adam Christensen hatte das unter anderem in seiner Keynote angesprochen und Thomas Wenzel-Haberstock dann in der Subkonferenz nochmals in der Tiefe behandelt. Thomas stand noch mindestens eine Stunde nach seinem Vortrag mit interessierten Zuhörern zusammen. Und wer weiss, vielleicht werden wir mit dem ein oder anderen mal einen Jam machen.
Adam sprach dann noch in seiner Rede das Thema Smarter Planet und insbesondere und Smarter City an, wozu es wohl in Berlin im Juni dann auch ein Treffen zwischen Politk und Wirtschaft geben wird. Hier hat er natürlich unbewusst in Berlin, wo öffentliche Betriebe und Logistik privatisiert wird, in ein echtes Wespennest gestossen, wie auch die Fragen und Kommentare aus dem Publikum wiedergegeben haben. Auch hier nochmals die Bitte und Aufforderung: Lasst uns Eure Kommentare und Wünsche zu Smarter City wissen. Wir wollen – das hat Adam ja auch schon erwähnt – auch die Bürger und Öffentlichkeit in die Diskussion einbinden. Unter #SmarterCity zwitschern oder Adam Christensen (http://twitter.com/adamclyde) direkt kontaktieren. Auch ich leite gerne Input weiter. Und wir werden natürlich weiter daran arbeiten, wie wir das Thema auch im Web 2.0 weiterbringen.
Ach ja, ein weiteres Highlight darf ich nicht vergessen; Anika Geisel, unsere Volontärin, hat einige Photos mit Fettes Brot. Also auch an der Ecke ein Erfolg.
Lowlight des Events war sicherlich, dass der WiFi-Zugang nicht funktionierte. Eine Web 2.0-Konferenz ohne Netz, das geht eigentlich gar nicht. Aber in diesem Fall gilt wohl das Motto Shift happens ohne f.
Eine vereinzelte Kritik an uns ist mir unterdessen zu Ohren gekommen. Da ist dann von unauthentischer Eigenpräsentation die Rede. Na ja, der oder die Autoren sollten mal über die Bedeutung unauthentisch nachdenken, aber natürlich nehmen wir Kritik ernst. Ja, IBM präsentiert sich dort, auch ganz bewusst als jemand, der Web 2.0 Technologien selbst in der Tiefe nutzt und auch als jemand, der entsprechende Web 2.0- oder Enterprise 2.0-Produkte und Services anbietet. Das soll in der Blogosphere bekannt werden. Ein Motiv, warum wir also da sind.
Wir sind aber auch auf der re:publica, um selbst zu lernen, was alles im Web 2.0 passiert. Und wir sind da, um Bloggern, die jetzt in Unternehmen kommen, zu vermitteln, was da alles auf sie zukommen kann und wie sie ihre Expertise in Unternehmen erfolgreich einbringen können, wie sie eben im Unternehmen mitwirken können auf dem Weg zum Mitmach-Unternehmen. Also wollen wir durchaus auch hier ein wenig coachen. Unser Agenda ist übrigens in Kooperation und Interaktion mit den Veranstaltern der re:publica entstanden. Und wir sind für Co-Kreation und Kreativität und Kritik offen. Wenn es Punkte und Anregungen gibt, hier kommentieren, an mich zwitschern oder einfach auf mich zukommen.
Die IBM Präsentationen von der re:publica können hier auf Slideshare heruntergeladen werden.
Kleine Randbemerkung: Hab dann noch auf Twitter von OliverG gelesen, warum jemand ihm per Twitter folgt und sich aber dann aber per Xing mit ihm vernetzt hat. Da sieht man mal, wie man die Tools unterschieden nutzen kann und soll. Ich würde auch immer die Vernetzung über ein soziales Netz nutzen und das Gezwitschere zur kurzen, knappen Kommunikation nutzen.
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