[DE] Digital Naiv oder Digital Native. Eher Digital Resident. Meine privaten Gedanken rund um Arbeitswelt, Technologie, Netz, Essen, Fußball und mehr ................................... [EN] Digital Naive or a Digital Native. More likely a Digital Resident. My privateThoughts around work, technology, the web, food, football ...
Nach einiger Zeit mal wieder Zitate aus meiner Samstagslektüre der FAZ, die ich erwähnenswert, also zitierungswürdig, finde ... Ich fange mit Sport an, da das der Teil der Zeitung ist, den ich gemäß aller Klischées zuerst lese:
Was müsste also am Wochenende geschehen, um die Vorkommnisse dieser Woche ohnesgleichen zu toppen? ... Und beim Südgipfel in Stuttgart müsste Mario Gomez seinem Bayern-Kollegen Arjen Robben ein Bein stellen, wenn der Niederländer gerade dabei ist, zum Elfmeter anzulaufen. Bevor Robben sich aufrappeln kann, schießt Gomez selbst und widmet den Treffer seinem Freund Arjen. Das wär doch was.
FAZ, 10.12.2011 - Seite 31, Bundesliga 16.Akt
Stimmt! Witzig finde ich den Beitrag auf Seite 3 zur Hutlosen Gesellschaft:
Der Hut gehörte über viele Jahrhunderte hinweg zum Mann wie seine Männlichkeit und vor kurzem noch zum Bürger wie seine Bürgerlichkeit. Er war weit mehr als nur Mode. Wo ist er geblieben? es gibt ihn noch. Wo er getragen wird, steht er nicht mehr für uniformen Konservativismus, sondern eher für dessen Gegenteil.
Mir fallen Hüte immer an zwei Stellen besonders auf: An Flughäfen, New York oder anderen Städten bei orthodoxen Juden und in der Jugendszene, wo er als Modeacessoir scheinbar hipp ist Und bei Hut denke ich natürlich auch an Udo Lindenberg :-)
Holger Schmidt analysiert in Der Lounge auf Seite 13 das Endspiel um das Internet und vergleicht Apple, Google, Facebook und Amazon unter verschiedenen Aspekten: Köpfe, Stratgie, Geld.
Apple, Google, Facebook und Amazon dringen in die Domänen der Nebenbuhler ein und suchen die Herrschaft im Netz. Die Börse wettet auf Amazon und Facebook - und macht die Rechnung ohne Apple und Google.
Sollte der Artikel von Holger Schmidt online sein, ergänze ich hier den Link. Diese Analysen scheinen gerade in zu sein. Der Spiegel hat die Woche auch damit aufgemacht:
Kann über solche Beiträge nur den Kopf schütteln. Wieder mal nur einseitige Panikmache und Negativberichterstattung. Natürlich gibt es Risiken, aber auch Chancen. Von einem sogenannten Qualitätsmedium wie DIE ZEIT erwarte ich anderes: eine ausgewogene Berichterstattung.
Und zum Thema Firmen verbieten soziale Medien. Vor 25 Jahren wollte man E-Mail verbieten. Danach wollte man das Internet verbieten. Jetzt will man soziale Medien verbieten. Schwachsinn und Ignoranz. Soziale Medien werden in Kürze ein genauso relevantes Kommunikationsmedium sein wie Telefon, Telefax oder E-Mail. Meiner Meinung nach sind sie es schon heute.Wie kann man als Redaktion nur so etwas freigeben?
Employees share information in their personal lives. Companies can use those skills to improve workplace collaboration. ... In their private lives, users of Facebook, Twitter and other social media are completely at ease forming communities of shared interests and keeping everyone up-to-date with messages, pictures and documents. Now they are ready to put those same tools to work at the office—to help everyone see who knows what, who needs what information, and how to coordinate their work.
... Employees will need to make social networking part of their work routines—interacting and answering questions from one another. They'll also need incentives to collaborate. Raises and promotions based solely on individual performance won't encourage workers to share new ideas or possible solutions.
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Social networkers are accustomed to seeing what their friends are doing, expressing their opinions in polls and being welcomed into conversations. Not all companies wish to be as transparent and open to dialogue as the public social-networking environment is. But there will be pressure for greater transparency in the workplace as social networking is introduced.
Great posting on the value of Social Networking for Business. The value of a Corporate Facebook is more and more recognized! And the fact that the enterprise will become more and more transparent, if it wants to get value through engaged employees.
XING ist im deutschsprachigen Raum recht etabliert aber nicht darüber hinaus. LinkedIn ist der große globale Konkurrent von XING. LinkedIn ist außerdem dabei, technologisch und konzeptuell XING weit hinter sich zurückzulassen.
Woran erinnert uns das? Genau. An Facebook und StudiVZ.
...
XING hätte mit einem konzeptionellen Befreiungsschlag genau diese Plattformstrategie vor LinkedIn umsetzen können, um dem großen US-Konkurrenten endlich etwas entgegensetzen zu können. Stattdessen ist es das (in anderen Ländern außerhalb Deutschlands) zahlenmäßig bereits übermächtige US-Netzwerk, das sich jetzt anschickt, genau so wie Facebook sich in seiner Nische sicher zu verankern.
Könnte XING mit einem ähnlichen Plattformansatz noch erfolgreich nachziehen?
Die Chancen dafür sind mittlerweile klein, bestehen aber noch. Aber das Zeitfenster hat sich fast geschlossen. ...
Habe mich ja schon öfters zu XING geäußert. Das Ende ist meiner Ansicht nach abzusehen, auch wenn es ein langsames Dahinsterben sein dürfte. Den grossen Befreiungsschlag sehe ich nicht.
1. Profiles: Facebook, Twitter, About.me, LinkedIn and so on have made HUGE shifts in building out the profiles within their sites. This is something I have been a big proponent of for a long time with Social Business Software (SBS) and products like Lotus Connections and Jive have always done a nice job helping users start with this easy win within enterprises. When one of the “sells” of SBS is the ability to find that “right person” – profiles is where this rubber hits the road and the latest versions of Connections and the soon-to-be released Jive 5 blows this out of the water. For some companies this is THE use that sells SBS.
Every company has a telephone directory. But the telephone directory of the Social Business age is a Social network with Profiles, where you can easily find by people by tags, location, skills or as suggestion by the social software ... This guy has similar interests. You should know him ...
And by the way: This Social Software thing offers more than Profiles ... Wikis, Blogs, Activities, Bookmarks, Communities ...
Die Pew-Studie verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Onlinenutzung und Aktivitäten in zivilen, religiösen sowie sozialen Gruppen: Demnanch sind Onliner aktiver in Gruppen als Offliner. Die Teilnahme an Gruppen wiederum ist ein Garant dafür, im realen Leben andere Menschen zu treffen.
Die Studie schließt damit zwar nicht aus, dass es im Falle einer extremen Nutzung von sozialen Netzwerken und virtuellen Welten zu Suchtzuständen und einer tatsächlichen sozialen Isolation kommen kann (was letztlich für fast jede Art von Abhängigkeit gilt), zeigt aber, dass sich Aktivitäten im (Social) Web in der Regel positiv und nicht negativ auf das reale Leben, auf die Zugehörigkeit in Gruppen sowie auf die Intensität des Umgangs mit anderen Menschen auswirken. Oder anders formuliert: Social Networking und “rausgehen und Spaß haben” schließt sich nicht aus, sondern ergänzt sich hervorragend.
Und wieder einmal ärgere ich mich über die scheinbare Ignoranz von XING. Doch erst einmal die ganze Story: In den vergangenen 2-3 Monaten hat die Diskussion um Social Business als einen Begriff, der die bisherigen Bezeichnungen Enterprise 2.0, Social Media und andere zusammenführt, teilweise auch ablöst. In meinem Job bei der IBM, in dem ich für das Marketing der Kollaborationslösungen in Deutschland zuständig bin, beschäftige ich mich auch mit dem Thema. Um die Fragestellung inhaltlich - losgelöst von Bits & Bytes von Lotus Notes und anderen Lotus-Produkten - diskutieren zu können, habe ich zusammen mit den Kollegen einige dedizierte Social Media-Kanäle zum Thema Social Business eingerichtet. Hier wollen wir informieren und eben zur inhaltlichen Auseinandersetzung anregen.
Auf vielen Plattformen geht das sehr einfach. Da ist schnell ein Twitter-Account eingerichtet, der Kanal auf YouTube vorbereitet oder eine FanPage auf Facebook erstellt, die unterdessen auch gut angepasst werden kann. Diese einzelnen Kanäle können manuell mit Inhalten versorgt werden oder aber - so wie ich es tue - über ein Social Media-Client. Einige sagen Twitter-Client dazu, andere vielleicht abhängig vom Leistungsumfang Social Media Monitoring Tools. Ich nutze seit langer Zeit einen Social Media Client - unterdessen seit einigen Monaten Hootsuite -, weil ich dadurch in der Lage bin, direkt aus meinem Firefox-Browser oder über den Hootsuite-Klienten Nachrichten in verschiedene soziale Kanäle zu schicken. Darüber kann ich also steuern, ob ein Tweet auf Stefan63atIBM und Lotus_DE erscheint, ob parallel auf Facebook oder LinkedIn. Ich setze ein Häkchen und der Tweet wird - wenn gewünscht auch auf Termin - verschickt. Hootsuite hat nun seit einigen Wochen eine weitere, aus meiner Sicht extrem nützliche Erweiterung: Ich kann nicht nur meine Pinnwand auf Facebook ansteuern, ich kann auch gezielt Fan Pages mit Inhalten versorgen.
So ist es mir also unterdessen mit Hlfe von Hootsuite möglich, Inhalte und Tweets, die ich für relevant erachte, gezielt in bestimmte Kanäle zu geben. Technische Informationen zu Lotus-Produkten gehen nur auf Lotus_DE und auf die Lotus Deutschland-Fan Page. Tweets zu meinem Lieblingsclub Borussia Mönchengladbach publiziere ich als Stefan63. Und Beiträge oder Informationen um den neuen Begriff Social Business verteile ich gezielt über die Fan Page auf Facebook, den entsprechenden Twitter-Account, meine persönlichen Konten und eventuell meine Statusmeldung auf LinkedIn. Die Möglichkeit, Fan Pages anzusteuern, hat es mir besonders angetan, denn dadurch entlaste ich meine private Pinnwand (und nerve nicht liebe Freunde wie Jörg Allmann mit zu vielen Nachrichten) und ich kann die Fan Page auf eineme sozialen Netzwerk komfortabel "füttern".
LinkedIn bietet immerhin die Chance, Statusmeldungen über Hootsuite und andere Klienten zu empfangen. Gruppen kann ich auf LinkedIn - so weit ich es in Hootsuite gesehen habe - nicht direkt ansteuern und mit Inhalten versorgen. XING ist komplett dicht und das hat bei mir persönlich dazu geführt, daß ich im Vergleich zu früher nur noch selten hier und da Beiträge in XING-Gruppen publiziere. Der manuelle Aufwand ist mir gerade im Vergleich zu anderen sozialen Kanälen zu hoch. Ich habe noch keinen Social Media-Client gesehen, mit dem ich XING ansteuern kann, weder die dortigen Statusmeldungen, noch die Gruppen. Darüber habe ich mich schon einige Male kritisch geäußert und sicher ist es nicht nur Schuld von XING. Gerade amerikanische Hersteller von Social Media-Clients sehen die Relevanz von XING gar nicht, da es nur in Deutschland wirklich als Geschäftsnetzwerk eine Rolle spielt. Dennoch sehe ich auch eine - ich nenne es einmal - Passivität seitens XING, sich zu öffnen. Ich glaube, man verschläft hier einen wichtigen Trend und es kann durchaus mittelfristig passieren, daß Facebook XING auch als Geschäftsnetzwerk die Mitglieder abgräbt. Facebook rüstet nicht umsonst funktional auf - und hat eine breite Unterstützung durch die berühmten Third Party-Anbieter.
Was würde ich mir persönlich konkret wünschen? Eine komfortable Möglichkeit, aus meinem Social Media-Client Beiträge in bestimmte Gruppen und Foren auf XING zu posten. Mir ist klar, daß dies nicht trivial ist, da es auch Gruppenmoderatoren gibt, die Inhalte auch "kontrollieren" sollen. Alleine schon die Möglichkeit, Tweets automatisch in XING zu publizieren, wäre ein Fortschritt. XING ist derzeit ein Paradoxum: ein soziales (Geschäfts)Netzwerk, das sich nicht oder nur sehr verhalten den Prinzipien des sozialen Netzes und des Social Business öffnet.
Viele kompetente Social Business-Experten prophezeien das Jahr der Social Media-Integration und der Vereinigung oder Orchestrierung aller Kanäle. Soziale Kanäle und soziale Netze werden sich öffnen müssen, um entsprechende Verbreitung und Unterstützung zu gewinnen. Der Like-Button von Facebook ist einer der Erfolgsgaranten für den Erfolg. Die Unterstützung durch Tools wie Hootsuite, Tweetdeck oder Seesmic ein anderer Garant. Und viele weitere Gründe kommen dazu. Rund um ein soziales Netzwerk oder einen sozialen Kanal muß ein funktionierendes Ökosystem entstehen, durch die der entsprechende Kanal zur (ständigen) Blüte gebracht werden muß. Nur Selbstbefruchtung wie im Fall XING wird auf Dauer nicht ausreichen. Übrigens werden sich an diesem Paradigma des Ökosystems auch die neuen sozialen Netzwerkversuche wie Diaspora messen lassen müssen. Wenn Diaspora im wahrsten Sinne des Wortes isoliert in der Diaspora steht, wird es keinen Erfolg haben. Gerade auch für die neuen Netze muß (ebenso wie für XING) schnell ein unterstützendes Ökosystem entstehen.
I’m still convinced that niche networks are valuable for smaller, more concentrated and highly targeted numbers. Get beyond the giddiness of having hundreds or thousands of “likers” on your Facebook Page, and you can create real value for your company, customers, vendors or targeted consumers by using niche networks. Industry-specific social networks are good for professional networking and information exchange, while open, relevantly-themed social networks are helpful for marketing, branding, and customer interactions. ... But running your own niche network is a beast to build and manage without resources. That’s why Facebook Pages are the low-hanging fruit of niche, branded communities.
I agree. Smaller focused communities are quite often more valuable than high numbers of fans or followers. The platform? In some cases it can be Facebook, in others cases Communities on LinkedIn or XING. Or you can run your own community based on Social Software (Example: The EULUC platform, where the German Lotus users have organized themselve), on premise or in the cloud.
Einmal mehr gibt es die Diskussion, um den den Wert von "Freunden" im Zeitalter der sozialen Netzwerke. Der STERN schreibt über die Digitalisierung und ihre Folgen Zehn Dinge, die 2011 (fast) aussterben werden:
Echte Freunde
Das Wort "Freund" hat im Zeitalter sozialer Netzwerke eine schwächere Bedeutung bekommen. Freundschaft ist ..., wenn man Kontakt miteinander aufnimmt. Ich klicke dich an, du klickst mich an. Kann man mehr als 150 Bekannte haben? ... und pflegen vor allem die Unsitte, jeden einmal Gesehenen zum "Freund" zu verklären.
Klaus Eck hat einen lesenwerten Beitrag darüber geschrieben. Er bezeichnet seine Freunde auf Facebook und seine Follower auf Twtter nicht als Freunde. Für Klaus Eck sind es Kontakte:
Ansonsten handelt es sich bei mir eher um lebende, sich selbst pflegende Adressbücher. Die vielen losen Verbindungen zu meinen Kontakten (andere mögen sie Freunde nennen) eröffnen mir konkrete Businesschancen, erleichtert es den anderen, mich im Fall der Fälle schnell und unkompliziert anzusprechen. Schließlich bin ich bei den Vielen immer in der digitalen Nähe, quasi jederzeit (zumindest gefühlt) erreichbar.
Wer auf Facebook nur enge Freunde hinzufügt, ist kein Networker und nutzt das Potential der Kontaktpflege auf dieser Plattform nicht aus.
Seine 10 Tipps, wie man digitale Freundschaften & Social Networking "betreibt", sind sehr nützlich. Und ich hoffe doch sehr stark, dass die STERN-Prognose über das Aussterben von echten Freunden nicht stimmt, denn es gibt durchaus auch Gegenbeispiele.
Und natürlich darf dieser Klassiker beim Thema Freund nicht fehlen: