[DE] Digital Naiv oder Digital Native. Eher Digital Resident. Meine privaten Gedanken rund um Arbeitswelt, Technologie, Netz, Essen, Fußball und mehr ................................... [EN] Digital Naive or a Digital Native. More likely a Digital Resident. My privateThoughts around work, technology, the web, food, football ...
Habe ich nur den Eindruck oder ist der Hype um Google+ deutlich größer als der um Buzz oder damals Wave? Ich kann meinen Reader kaum aufmachen, ohne ständig über Beiträge über Google+ zu stoßen. Kaum ist das Tool noch nicht einmal für alle draußen, fragt ReadWrite Enterprise schon, ob man Google+ im und für das Unternehmen einsetzen solle oder könne. Google habe ja mit Apps schon den Anspruch, auch Unternehmen zu bedienen. Meine Meinung hierzu ist klar: Das interne soziale Netzwerk gehört hinter den Firewall und vor allem gehören die Daten eindeutig in den Besitz des jeweiligen Unternehmens und es muss klar sein, wo, in welchem Land und Rechenzentrum diese liegen.
Ich persönlich bin sehr zwiegespalten. Dies liegt nicht an den Funktionen von Google+, die ich auch noch nicht im Detail erforscht habe. Dies liegt eher an einem gesunden oder ungesunden Misstrauen gegen den "Gutkonzern" und an meinem tief verwurzelten Glauben daran, dass die Macht in sozialen Medien verteilt sein sollte. Die derzeitige Machtverteilung mit 3 Hauptgrössen Google als quasi De-facto-Standard bei der Suchmaschine und mehr, Facebook als De-facto-Standard für soziale Netzwerke und Twitter als Microblogging-Standard sowie Playern wie LinkedIn und einigen anderen erschien und erscheint mir durchaus sinnvoll. Mit viel Sympathie - aber zugegebenermaßen nicht mit viel eigenem Engagement - habe ich Versuche wie Diaspora im sozialen Netzwerkbereich verfolgt, aber eben nur verfolgt.
Nun also Google+. Google bläst zur lang erwarteten Attacke auf Facebook. In der "Szene" hat Google auf jeden Fall einen deutlich bessern Ruf als Facebook. Web 2.0 Freak und Experte wie @frogpond Martin Koser ist seit eh ein Verfechter für Google und befürwortet natürlich auch Google+, den neuen Facebook-Killer. Und mit Interesse habe ich heute gelesen, dass der wertgeschätzte @teezeh Thomas Cloer von Facebook zu Google+ gewechselt hat:
Jan Tißler vom Szeneblatt t3n hat 10 Gründe gesammelt, warum Google+ gegen Facebook gewonnen kann - oder wird. Andere halten entgegen, dass Facebook so gut im Kopieren ist, dass Feature-Vorteile schnell verschwinden werden. Und siehe da. Kurz nach Google+ mit Hangouts kommt Facebook wohl auch mit auf Skype basierenden Videochat-Funktionen heraus.
Mein erster Eindruck in der Nutzung von Google+ ist positiv. Das Desgin gefällt mir, Drag-and-drop bei Circles ebenso. Viele meiner Freunde und Kontakte gerade aus der "Szene" und den sozialen Medien sind bereits dort. Also werde ich Google+ auch mit mehr als einem Auge beobachten und warte persönlich darauf, dass mein Social Media-Client Hootsuite Google+ integriert. Dies wird auch einer der Haupterfolgsfaktoren sein. Wie offen wird Google+ sein und wieviele AddOns wie Tweetdeck, Seesmic usw. wird man wie schnell unterstützen. Wird es ein Ökosystem mit Killeranwendungen wie Farmville geben, das die Leute in Scharen auf Google+ treibt?
Wir Social Media-Freaks sind natürlich schon da, auf Google+, so wir denn eine Einladung bekommen haben. Was ist aber mit mit Andrea und Otto Normalnutzer? Ich höre schon meinen geschätzten Freund Jörg Allmann stöhnen: "Jetzt befeuert der Pfeiffer auch noch Google+ und ich sag ihm schon seit Monaten, er soll nicht immer alle Nachrichten über alle Kanäle gleichzeitig posten. Das nervt doch nur." Jeff Gibbard bringt es in seinem Beitrag auf den Punkt: "I haven’t replaced an inbox, I’ve added one."
Wieviele soziale Netzwerke und Kanäle kann und will der normale Anwender nutzen und verdauen? Der oder sie wird sich vielleicht eher auf nur einen Kanal, ein Netzwerk konzentrieren (können). Und machen wir uns nichts vor. Facebook hat natürlich einen riesigen Vorsprung durch die Anzahl der Anwender. Noch am 29. Juni bin auch dieses Posting gestossen: An Facebook führt kein Weg vorbei. Die dort vorgestellte Studie zeigt nicht nur, wieviele Nutzer unterdessen in Deutschland auf Facebook sind, Sie belegt auch, dass diese Nutzer die Aktivsten und Kauffreudigsten sind. Hier die Grafik, wo sich die deutschen Anwender wie aktiv bewegen:
Es wird also interessant werden, welchen Stellenwert sich Google+ erarbeiten wird. Am Ende wird über den Erfolg entscheiden, für welches Netzwerk sich der Nutzer entscheidet, denn es geht um Werbeeinnahmen, bei Facebook, bei Google - und bei Twitter weiß man wohl noch nicht, wie man sein Geld verdienen kann.
Und zum Abschluß noch diese Grafik, die ich über Martin Meyer-Gossner gefunden habe:
Hier einige aus meiner Sicht wertvolle Links zum Thema Google+:
2010 seems to be the year of the hashtags. More and more people on Twitter are using by intention hashtags to contribute on a specific topic. My behaviour on twitter has changed in this direction, too. There is rarely a tweet I am posting without a hashtag. And I am using Hashtag search to track certain topics. Of course a detailed analysis of the most popular 2010 hashtags per category would be extremely interesting.
A while back I came across a great quote: “Facebook is where you find the people you know, Twitter is where you find the people you should know.”
...
So what’s the conclusion then? Well, to put it in a very simple way … Facebook is more like a playground where you relax and have fun with your friends, while Twitter is where you connect with others in a more professional manner. This doesn’t mean that Facebook is useless for business.
Interessante Analyse. Und für mich trifft sie weitgehend zu. Meine Kontakte auf Facebook kenne ich meist persönlich, die auf Twitter nicht. wie ist das bei Euch?
Während alte Netz-Hasen noch immer das E-Mail-Postfach als Dreh- und Angelpunkt ihres Internet-Erlebens sehen (Chats habe ich selbst vor ungefähr zehn Jahren aufgegeben, sogar IM-Botschaften gehen mir mittlerweile auf den Zeiger), surfen sie die halbe Zeit auf Facebook. Während ich Tag für Tag wie blöde viele Dutzend Nachrichtenquellen im Auge behalte, verlassen sie sich darauf, dass ihre Freunde sie auf interessante Neuigkeiten aufmerksam machen, sonst existieren sie für sie nicht.
E-Mails sind für diese Generation ein viel zu langsames, viel zu anstrengendes Medium. Es gibt Jugendliche, für die ist sogar Twitter zu viel, selbst wenn sich dort mittlerweile nahezu jedes Promi-Sternchen mit eigener Präsenz aufhält. Ich warte darauf, dass mir jemand aus der Generation 1990+ mitteilt, dass ihm (oder ihr) 140 Zeichen zu lang sind. "Geht doch auch kürzer", werden sie dann sagen.
Mal wieder ein interessantes Posting von Ben Schwan. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, kann ich die Aussagen nur bestätigen. E-Mail ist out bei den jungen Leuten. Soziale Netzwerke und Chatten scheint eher in zu sein. Dieses Verhaltensmuster wird auch Einfluß auf den Arbeitsalltag und die IT und Arbeitsweise in Unternehmen haben.
Unternehmen (insbesondere deren Personalabteilung und IT) tun gut daran, das auch als Chance zu verstehen. Das unternehmensinterne soziale Netzwerk sollte das bisher gekannte Mitarbeiterverzeichnis ablösen. Aus dem Web bekannte Services und Funktionen wie Microblogging (Twitter), Blogs, Wikis, Lesezeichen, Tags u.s.w. bieten die Chance, die jungen Mitarbeiter einzubinden, Knowledge Management mit dem Wisdom of the crowd-Ansatz voranzutreiben und eine neue, zeitgemässe Art von Kollaboration und Partizipation zu fördern. Der Arbeitsplatz und die Arbeitsweise in Unternehmen und Verwaltung werden sich ändern. Unausweichlich. Und es ist besser, proaktiv zu gestalten als überrollt und überrascht zu werden.
Ich hoffe nur, Ben Schwan hat mit seinen weiteren Ausführungen nicht Recht hat. Sie sind mir ein wenig zu pessimistisch. Oder glaube ich solche Aussagen zu meiner Zeit über Verdummung durch Fernsehen gehört zu haben?
Wenn irgendein soziales Netzwerk mal wieder in einen Privatsphärenskandal verwickelt ist, greift unsereiner sofort in die Tasten, ruft eventuell nach neuen gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz. Gefühlten 90 Prozent der zumeist jungen Nutzerschaft sind solche Dinge aber höchstwahrscheinlich gar nicht aufgefallen oder aber wurscht.
Als ich jünger war, freute ich mich auf eine Zukunft, in der alle viel technisches Wissen besitzen. Natürlich, es gibt in dieser neuen Generation viele geniale Programmierer, Jungunternehmer und dergleichen mehr. Doch der Trend, so scheint es mir, geht hin zum reinen Konsumieren.
Statusmeldungen sind Stimmungsbarometer, virtuelle Klowand und Bühne zur Selbstdarstellung zugleich - mit anderen Worten: der Spiegel des Online-Ichs. Praktisch alle großen sozialen Netzwerke bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, ihre Kontakte mit diesen kurzen Nachrichten auf dem Laufenden zu halten. Doch was sich oft nur an Freunde oder Verwandte richtet, gerät schnell an eine größere Öffentlichkeit. Die richtigen Einstellungen und Verhaltensregeln helfen, peinliche Pannen zu vermeiden.
Leider wird in dem Artikel erst einmal vor potentiellen negativen Auswirkungen von Status-Meldungen gewarnt. Die möglichen Nutzeneffekte gerade auch im beruflichen Umfeld werden leider nicht dargestellt. Einige unser Geschäftspartner und auch Bekannte nutzen das unterdessen in ihren Unternehmen, um Transparenz im eigentlichen Sinne des Wortes zu schaffen und haben die Mitarbeiter aufgefordert, jede Stunde kurz zu schreiben, an was sie gerade arbeiten. Dafür kann man natürlich öffentliche Netze wie Twitter oder Facebook oder aber auch Microblogging-Services in internen sozialen Netzen wie beispielsweise Lotus Connections nutzen.
Ich habe hier durchaus auch persönlich positive Erfahrungen gemacht: Ein Kollege bekommt mit, daß ich im Büro in Ehningen bin und wir treffen uns auf einen Kaffee, um Dinge zu besprechen. Kolleginnen und Kollegen erfahren über Projekte, an denen ich arbeite und geben dazu Input. Habt Ihr noch Beispiele, wie Ihr Microblogging nutzt, gerade auch im beruflichen Umfeld? Würde mich über Kommentare freuen.
Und natürlich ist es auch in diesem Fall wieder eine Frage der Aufklärung und Ausbildung, wofür solche Dienste gut sind und was man vermeiden sollte. Aber bitte keine Panikmache: Microblogging und Zwitschern sind nicht per se schlecht und gefährlich.
In diesem Sinne sollten Unternehmen den Mut finden, ihre Mitarbeiter unter ihrem eigenen Namen twittern zu lassen und deren Gesichter als Profil für Produkte bzw. Marken zulassen. Auf anderen Kanälen mögen andere Regeln gelten (insbesondere auf Facebook mit seinen Seiten, die wie geschaffen sind für die klassische Marke). Für die derzeit zu beobachtende Flut an Marken- und Unternehmens-Twitteraccounts mit ihren stereotypen Inhalten und unpersönlichen Strukturen jedenfalls sehe ich keine große Zukunft: Da wird gerade viel Geld zum Fenster hinaus geworfen…
Bin mir da nicht so sicher: Lieber einen offenen und ehrlichen Firmen- oder Markenkanal - wo man ja die Leute hinter dem Twitter-Account offenlegen kann - oder eine Person, die "verdeckt" Markenpromo macht? Ich weiß, sehr plakativ und schwarz-weiß gemalt. Und auch als Person kann man offen sagen, aus welchem Stall man kommt. Im Endeffekt: Authenzität, Offenheit und Ehrlichkeit zählt, glaube ich.
Die Tage habe ich mal meinen Blog hier auf Posterous überarbeitet, Tags reduziert und vereinheitlicht. Dabei bin ich auf viele Blogbeiträge gestossen, die im Laufe der vergangenen 1,5 Jahre entstanden sind. Mit Bloggen begonnen habe ich im IBM BlueBlog und auf Blogspot. Im August 2009 wurde dann Posterous meine bevorzugte Blogging-Plattform. Von dort aus repliziere ich unterdessen meine Beiträge auf WordPress und eben auch noch in Blogspot.
Und da ich morgen in Urlaub fliegen werde, habe ich mal die, die mir aufgefallen sind, auf Termin gelegt: Jeden Morgen um halb elf geht ein Link raus per Urlaubszwitscherer raus. Zum Glossenbuch, wie es Jörg Allmann publiziert hat, reicht es nicht. Deshalb dieser Weg, einen kleinen Rückblick zu wagen.
20. Juni: "Gezwitschere" – Kann man das ernst nehmen?, wie ich mit Twitter angefangen habe. Auch damals Anfang 2009 im BlueBlog, bei Blogspot und auf XING erschienen. Lustig, das heute zu lesen und gerade auf XING intensiv diskutiert,
23. Juni: Kristallkugel 2010: Marketing "benutzt" das Web 2.0, ein Posting, das auf Wunsch meines Kollegen Thorsten Zoerner entstanden ist und eine Prognose zu 2010 aufstellt, geschrieben am 7. Dezember 2009,
„Social Media ist der nächste große Schritt in der Collaboration. Nur 9 Prozent der Befragten haben Social Media als Collaboration-Tool nicht auf der Agenda. 50 Prozent geben an, dass sie am Einsatz von Social Media im Unternehmen interessiert sind, um ihre Geschäftsprozesse zu verbessern",
Es ist wichtig, daß der Zusammenhang zwischen Collaboration und Social Media stärker in den Vordergrund gerückt wird. Klassischerweise wird entweder von Social Media gesprochen, dem, was die Digital Natives da draußen auf Facebook und Twitter machen. Und auf der anderen Seite spricht man von Enterprise Collaboration, beispielsweise Wikis, Blogs oder Social Software, die unternehmensintern im Einsatz ist. Die Grenzen verwischen - oder wie ich an anderer Stelle geschrieben habe - die Mauern bröckeln und werden fallen.
Collaboration wird immer mehr auch zwischen Unternehmen im B2B-Umfeld stattfinden, gerade auch auf sicheren Cloud-Plattformen wie LotusLive, die genau dafür konzipiert worden sind. Aber es findet auch immer mehr Collaboration und Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen auf "öffentlichen" Plattformen wie Facebook oder Twitter statt. Nehmen wir die Fan Pages auf Facebook oder beispielsweise auch den Telekom_hilft Account auf Twitter. Oder aber Mitarbeiter kommunizieren durchaus heute schon meist per privatem Instant Messaging mit Kunden und Interessenten.
Unternehmen und IT-Abteilungen müssen intensiv darüber nachdenken, was sie wie technisch und organisatorisch lösen wollen. Wo macht eine abgesicherte Collaboration-Plattform wie LotusLive Sinn? Nutze ich dienstliche Instant Messaging-Plattformen und Gateways, um mit meinen Kunden und Lieferanten zu chatten? IBM Lotus-Beispiel: Sametime-Verbindung zu Kunden und Partner über die EULUC-Plattform, über LotusLive oder Lotus Greenhouse. Oder ein integriertes Microblogging-Interface, über das ich gezielt je nach Inhalt Nachrichten intern über Lotus Connections und Sametime und/oder extern auf Twitter, Facebook und in Buzz absetze. Das sind nur einige mögliche Fragen und Aspekte, die aber ganz sicher nicht nur technischer Natur sind.
Da bin ich über einen meiner ersten Blogeinträge gestolpert: "Gezwitschere" – Kann man das ernst nehmen?. Ich habe das im Januar 2009 im IBM BlueBlog und auf XING gepostet. Gerade auf XING gab es danach eine intensive Diskussion. Geschlossen habe ich meinen Beitrag mit:
Und Amanda Lear – ja, ich weiss, nur die Älteren kennen sie noch – singt dazu mit rauchiger Stimme „FOLLOW ME“.
Und deshalb hier als Reminiszenz der Link zu einem YouTube-Video mit Amanda Lear, ein Zusammenschnitt diverser Aufnahmen von Amanda Lear.