Ben Schwan schreibt in der Wirtschaftswoche:

Kleine Kicks wie frische E-Mails, neue Twitter-Botschaften oder aktualisierte Facebook-Feeds gefallen unserem Gehirn: Es reagiert fast wie unter Drogeneinfluss, sagen Wissenschaftler. Unschön nur, wenn man bei dieser Dauerberieselung dann nicht mehr zum Arbeiten kommt oder ohne Netz eine Art Entzug erleben muss.

Ein sehr interessanter Artikel über die Generation Reload, der zum Nachdenken anregt. Wie oft muss man seinen E-Mail Posteingang prüfen? Wie schnell muss ich immer wieder zu Twitter wechseln, um auch ja nichts zu verpassen? Was passiert gerade auf Facebook? Ja, die Versuchung ist auch bei mir eindeutig da, aber man kann und muss sie kontrollieren. Sie war übrigens immer da, ist nur im Zeitalter Twitter insofern akuter geworden, da die Nachrichten in viel kürzerer Taktung eintreffen. Ich glaube auch, dass es (mindestens) noch einen weiteren Unterschied gibt (und immer gab): Die Geilheit nach News, nach den neuesten Sensationen, dem BILD-ungseffekt. Und der Wunsch, nach neuen Informationen und „Erkenntnis“, dem Bildungseffekt. Ich überlege nun, ob ich ein Nachrichten- oder Informationsjunkie bin. Wahrscheinlich bewegt sich jeder zwischen den beiden Polen.

Eins ist für mich jedoch auch unbestritten: Die Möglichkeit, Informationen heute schneller und weltweit zu beziehen, können persönlich nützlich und gerade auch für den Beruf relevanter sein, wenn man bewusst mit den neuen Kommunikations- und Informationskanälen umgeht. Wie in der E-Mail Etikette sollte man sich auch im Umgang mit News ein bewusstes Verhalten angewöhnen. Hier meine persönlichen Konsequenzen in der Übersicht. Manches mag übertragbar sein, anderes nicht:

  • Schau nicht ständig in die E-Mail Inbox, sondern tu es zu definierten Zeiten und bearbeite dann Deine E-Mails.
  • Stell Dich im Chat auch mal auf „Im Meeting“ oder noch besser „Bitte nicht stören“ oder lass das Instant Messaging-Programm mal ganz aus.
  • Gönn Dir statt der Zigarettenpause bewusst die Informationspause, wo Du Twitter oder Facebook checkst oder Deine Nachrichten liest.
  • Verzichte weitgehend auf E-Mail Newsletter, sondern bezieh Dein Informationen gezielt über RSS Feeds oder Google Alerts.
  • Erklär Deinem Partner, daß Du statt auf Papier oder im Fernsehen die „Zeitung“ am Computer liest, dort Deine Informationen beziehst und die Kiste nix böses ist.
  • Und lass die Kiste im Urlaub einfach aus. Wenn etwas brennt, hat jemand die Telefonnummer, wo man Dich erreichen kann.
  • ….

 

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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