Die Typologie zeigt, dass nur drei Nutzertypen – Trendnutzer, digitale Profis, digitale Avantgarde – mit dem Internet souverän und kompetent umgehen. Nur jeder Vierte (26 Prozent) zählt somit zu den „Digital Souveränen“. Dabei zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei den Männern gibt es 38 Prozent „Digital Souveräne“; bei den Frauen nur 15 Prozent. Dies ist bei der geschlechtsspezifischen Online-Marketingaktivitäten entsprechend zu berücksichtigen.

 

Festgehalten werden kann, dass der Internetnutzer eine attraktive Zielgruppe für das Marketing ist und bei erfolgreicher Entwicklung der digitalen Gesellschaft noch weiter an Attraktivität gewinnt. … Fast jeder dieser Onliner nutzt Suchmaschinen und ist dadurch mittels Suchmaschinenmarketing adressierbar. Um die breite Masse der Onliner im Marketing zu erreichen, sollten die Kampagnen auf Information im Internet ausgerichtet sein – der Kauf von Produkten und Dienstleistungen findet für die nicht „Digital Souveränen“ noch immer mehrheitlich offline statt.

via ftd.de

Finde diese Studie und den Versuch der Klassifizierung in 6 Nutzertypen sehr interessant. Für mich als jemanden, der nicht direkt über das Netz verkauft, sondern im Business-to-Business-Marketing tätig ist, sind sicher einige Schlußfolgerungen zu platt und kurz gegriffen. Im B2B-Umfeld gilt sowieso, daß man primär informieren und Meinung bilden muß. Der Verkauf erfolgt eh danach – und (noch) nicht online, zumindest in der Regel nicht. Auch ist reines Suchmaschinen-Marketing im B2B sicherlich zu wenig. Hier spielen soziale Netzen, Foren, Dialog mit dem Interessenten und Kunden eine mindest ebenso wichtige, vielleicht sogar noch eine wichtigere Rolle.

Und im Gegensatz zu den Autoren des Artikels würde ich schreiben, jeder Vierte ist schon digital souverän. Und die Zahl nimmt laufend zu. Und auch im B2B-Umfeld werden Kaufentscheidungen maßgeblich durch das Netz mit beeinflußt.

Veröffentlicht von StefanP.

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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