Ein sehr interessanter Artikel auf karriere.de zu den Veränderungen in der Arbeitswelt. Ich würde die derzeitige Diskussion nicht nur auf die Generation Y zurückführen, aber sicherlich hat das Einfluss. Im Beitrag wird BASF als ein Beispiel erwähnt, wie Hierarchien fallen und bereichsübergreifend gearbeitet wird. Und auch der Bezug auf IBM und die Diskussion um eine flexible Projekt- und Netzwerkorganisation fehlt nicht. Uns steht sicherlich noch eine interessante Diskussion bevor, wie eine Arbeitnehmerschutz, Crowd Sourcing und Netzwerkorganisation zusammen passen oder passend gemacht werden:

Die Arbeitswelt ändert sich fundamental. Social Media und eine neue Generation von Mitarbeitern lassen Manager umdenken: Es ist der Abschied von Hierarchie und Befehlsgewalt. Die neuen Chefs müssen Gestaltungsräume für Wissens-Produktivität eröffnen.

Früher war ein Chef leicht zu erkennen: Er hatte das größte Büro, die lauteste Stimme und entschied, wo es langgeht. Doch die Tage des autoritären Managertyps sind gezählt. …

Damit Unternehmen künftig schnell auf neue Kundenwünsche und Marktveränderungen eingehen können, müssen Informationen für alle Mitarbeiter zugänglich sein und Hierarchien entfallen. …Der Weg dorthin kann jedoch lang und schwer werden. Ein solcher Kulturwandel in einem traditionellen Industrieunternehmen gleicht einer Operation am offenen Herzen.

Dennoch experimentieren die ersten Dax-Unternehmen damit, ihre Hierarchie aufzubrechen. Der Chemiekonzern BASF etwa hat eine Art „internes Facebook“ eingeführt, in dem jeder Mitarbeiter für alle anderen Kollegen im Netz sichtbar macht, für welche Themen er Experte ist.

Auf dieser globalen Plattform können Mitarbeiter außerdem gemeinsam und bereichsübergreifend an Lösungen für konkrete Fragestellungen arbeiten. …
Der amerikanische Computerkonzern IBM ist schon dabei, sich in eine flexible Projekt- und Netzwerkorganisation zu transformieren, soziale Medien sind etabliert. Intern und extern regt sich aber Widerstand, weil massiver Stellenabbau droht. Vorerst sollen sich nur freie Mitarbeiter um neue Projekte bewerben, doch das Ziel ist klar.

IBM-Manager Alexander Broj, der selbst den klassischen Weg zum Chef eines Beratungsbereichs zurückgelegt hat, sagt: „Der Manager von morgen muss sich als informeller Leader beweisen. Er muss es schaffen, in seinen wechselnden Teams eine Atmosphäre zu verbreiten, die Erfolg ermöglicht.“

via Neue Führungskräfte-Generation: Macht – nein danke – karriere.de.

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

3 Comments

  1. […] in: [DE] Social Media und neue Generation von Mitarbeitern lassen Manager umdenken – karriere.de. […]

    Antwort

  2. Hallo Stefan,
    ja, es ist deutlich zu spüren, dass es immer mehr Menschen gibt, die einen kulturellen Wandel in den Unternehmen nicht nur fordern, sondern auch schon umsetzen.
    Wir Gründer der neuen Initiative Wirtschaftsdemokratie laden Dich gerne ein, passende Artikel auch auf unserem Blog zu posten. Gerne auch als eigenständiger Autor auf dem Blog.
    Und gerne auch als gelisteter Unterstützer der Idee einer höheren Wirtschaftlichkeit durch mehr Selbstorganisation durch Menschen, die Freude am Arbeiten erreichen dürfen.
    VG Martin

    Antwort

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