Zuerst einmal herzlichen Dank an alle, die bei der „Möhrenumfrage“ auf ibmexperts.computerwoche.de mitgemacht haben und so auch auf meinen Blogbeitrag „Die Möhre: Braucht der Mitarbeiter 2.0 ein Anreizsystem, um aktiv zu werden?“ reagiert haben. Wir haben über 200 Stimmen gezählt und für diese nicht repräsentative Umfrage ist das ein tolles Ergebnis. Apropos Ergebnis. Hier ist es:

Das Ergebnis der Möhrenumfrage ...

Das Ergebnis der Möhrenumfrage …

Logischerweise haben wohl mehr positiv Gestimmte mitgemacht. Die Skeptiker wird man schwieriger über eine Online-Umfrage erreichen. Interessant bei den Aktivisten ist, dass sich die Motive ziemlich gleichmössig verteilen. Und bitte dran denken: Mehrfachnennungen waren möglich. Ziemlich gleich auf als Grund für aktives „Social Webben“ sind der Spaß am Thema und der Wille, Dinge verändern zu wollen, beides aus meiner Sicht Grundmotive und essentielle Treiber des Web 2.0. Nur knapp dahinter ist der Wunsch, den eigenen Marktwert steigern zu wollen, ein für mich durchaus auch nachvollziehbares Ziel. Immerhin noch rund 16 % sagen, dass sie stolz auf ihr Unternehmen und ihre Produkte sind. Bilde ich mir ein, dass dies vor 20 Jahren mehr gewesen wären, aber das ist Kaffeesatzleserei. Verblüfft bin ich darüber, dass ideelle oder monetäre Anerkennung nur bei knapp 4 % Motivation sind, wobei ich auch das relativieren möchte. An dieser Umfrage haben sicher eher die – wie Dietmar Müller es auf Computerwoche.de schreibt – „kommunikativen Aktivisten“ teilgenommen. Die Frage ist, ob die eher Skeptiker dadurch zu locken wären?

Wie erwähnt sind die Anzahl der abgegebenen Stimmen bei den Gründen, nicht „social“ im Web für das eigene Unternehmen unterwegs zu sein, deutlich geringer. Der dominierende Grund, nicht aktiv zu sein, ist der Wunsch nach Privatsphäre, ein Grund, den man sicher respektieren muss. Danach folgen fehlende Identifikation mit dem eigenen Unternehmen und die Angst, nicht wieder mehr Arbeit auf die Schultern geladen zu bekommen. Fehlende Anerkennung ist bei immer noch 12 % der Befragten ein Grund, nicht im „Social Web“ unterwegs zu sein. Und es bleibt eine vergleichsweise grosse Anzahl, die noch andere Gründe für die Verweigerung haben.

Was soll mir das nun alles sagen (ohne die Umfrage zu ernst zu nehmen)? Spaß und Wille zur Veränderung sind die ausschlaggebenden Motive. Das deckt sich mit meinen Beobachtungen und Motiven. Dieser Spaßfaktor ist für mich ganz entscheidend. Und natürlich befriedigt man auch ein wenig den eigenen „Egon“, das eigene Ego.  Wer sich verweigert, verweigert sich vor allem, um seine Privatsphäre zu schützen. Ich werde natürlich am Thema dran bleiben und vielleicht ergibt sich ja auch die Chance, zu verschiedensten Anlässen und hier im Blog die Diskussion zu vertiefen.

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

One Comment

  1. […] “Möhrenumfrage”: Aktiv im Netz für Unternehmen? Vor allem wegen Spaß und Wille zu Veränderu… […]

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