Und wieder ist das Jahr fast rum. Deshalb hier ein Rückblick auf die „größeren“, deutschsprachigen Postings, die zu großen Teilen auch auf Silicon.de oder ibmexperts.computerwoche.de erschienen sind. Was ist mein Fazit ‚as of today‘: Das Jahr ist ja noch nicht vorbei, aber was ist geblieben? Das Thema ‚Social Business‘ ist erwachsener geworden, aber noch lange nicht auf dem Zenith. Es braucht noch viel Überzeugungsarbeit, auf der einen Seite die Unternehmensführung vom Nutzen zu überzeugen, sie zu ermutigen, Kontrolle abzugeben, Transparenz zu fördern und ’sozial aktive‘ Mitarbeiter zu belohnen. Auf der anderen Seite müssen die Mitarbeiter weiter ermutigt werden, ’social‘ zu agieren, im Unternehmen, aber auch als Unternehmensbotschafter nach draussen. Noch immer herrscht dort Unsicherheit und Skepsis: Was bringt es mir? Wird da nicht wieder noch was zusätzlich auf meinen Schultern abgeladen? Die Skandale rund um NSA und Prism tragen bestimmt nicht zur Akzeptanz gerade hier im Berufsskeptikerland Deutschland bei. Das dicke Brett muss also weiter gebohrt werden.

In meinem eigenen Metier – Marketing – sind wir hoffentlich auf dem Weg weg vom dumben Massenmarketing, von SPAM-artigen Newslettern, Events alter Couleur hin zu Interaktion mit dem einzelnen Kunden. Ok, viel zu positiv eingeschätzt, denn noch immer oder gerade jetzt missbrauchen die Marketiers Social Media als neue SPAM-Schleuder und ballern hirnlos ebenso hirnlose Marketingnachrichten und Event Promos über Firmen- und persönliche Kanäle raus. Setzen: Note 6, Marketing im sozialen Zeitalter nicht verstanden. Dieser Tage stand in einem Bericht, dass maximal 20 % der verteilten Tweets und Social Media-Nachrichten ‚Brand Messages‘ sein sollten. 80 % sollten den Empfängern Mehrwert, Nutzen liefern. Das sollten sich die sogenannten Social Media-Experten mal hinter die Ohren schreiben.

Ich würde mich sehr, über Ihre/Eure Kommentare und Meinungen zum Thema Social Business, wo wir da stehen, und zum Thema Marketing im sozialen Zeitalter freuen. Schon jetzt einmal lieben Dank für den regen Austausch in 2013. Freue mich auf 2014.

Hier also die längeren Beiträge. Die „kuratierten“ Inhalte lasse ich mal weg:

[DE] “Möhrenumfrage”: Aktiv im Netz für Unternehmen? Vor allem wegen Spaß und Wille zu Veränderung (3. November 2013)

[DE] Die Möhre: Braucht der Mitarbeiter 2.0 ein Anreizsystem, um aktiv zu werden? (13. Oktober 2013)

[DE] Der harte Weg zur digitalen Transformation – Studie des MIT und von Capgemini (10. Oktober 2013)

[DE] Den Kunden (vor allem digital) aktivieren, um künftig erfolgreich zu sein – Neue IBV Studie von IBM (8. Oktober 2013)

[DE] Die E-Mail erlebt eine ungeahnte Renaissance – Tipps zum bessern Umgang mit Mail … und Social (Teil 1) (25.9.2013)

[DE] Zusammenarbeit in der Cloud: Es führt kein Weg daran vorbei (16. September 2013)

[DE] Das unaufhaltsame Nagetier namens Zwopunktnull (31. August 2013)

[DE] Kommunikation und Zusammenarbeit heute: Die Multitasking-Generation im Multikanal-Zeitalter der latenten multimedialen Ablenkung (26. August 2013)

[DE] Digital Experience: Das Bild des eigenen Unternehmens bewusst gestalten (31. Juli 2013)

[DE] Warum HR im Thema Social Business vorangehen sollte (26. Juli 2013)

[DE] Social Business: Sechs Einsatzgebiete für messbaren Erfolg (8. Juli 2013)

[DE] “Big Data” – Risiken, Chancen und Aufgaben (30. Juni 2013)

[DE] Von Automatisierung, Gefahr für Arbeitsplätze und Mittelmaß (27. Juni 2013)

[DE] Die Renaissance der Kundenbeziehung oder Schluss mit Massenmarketing (14. Juni 2013)

[DE] Der Marketier: Ein kleiner Karajan oder 10 Schritte zur Digitalen Marketingstrategie (22. Mai 2013)

[DE] re:publica-Eindrücke 2013 – Besonderes Event auch für Schlipsträger (8. Mai 2013)

[DE] Immer mehr Cloud in Deutschland: Wachstumstreiber Collaboration und CRM  (4. April 2013)

[DE] Im Sozialen Zeitalter: Wir brauchen Kuratoren und Geschichtenerzähler! (24. Februar 2013)

[DE] Von Lotusphere zur IBM Connect 2013: Lösungen für zufriedene Kunden und motivierte Mitarbeiter (3. Februar 2013)

[DE] Deutschland, das “Schland” der Ingenieure, muss ein Social Business werden – Ein Pamphlet mit 10 Thesen für 2013 (31. Januar 2013)

[DE] Wider der Flüchtigkeit von Information und Diskussion: Blog und eigene Webseite gehören in den Mittelpunkt! (13. Januar 2013)

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

2 Comments

  1. Zum Thema Social SPAM unbedingt lesenswert Gunnar Sohn:

    „Social Media wird okkupiert von den klassischen Marketingstrategen“, moniert Kruse im Interview mit „The Narrative“. Ein Anstupser hier, ein Gewinnspiel da, ein wenig Storytelling dort oder alter Wein in neuen Schläuchen unter der Überschrift „Content Marketing“. Das Ganze degeneriert zur Fortsetzung der Berieselungswerbung mit anderen Mitteln:

    Der Kunde wird immer noch nicht als Souverän des Geschehens betrachtet, sondern als manipulierbares Klickvieh.“

    http://ichsagmal.com/2013/12/18/management-in-zeiten-des-kontrollverlustes-wie-kann-das-funktionieren/#comment-12537

    Antwort

  2. […] bringt. Die Skandale rund um NSA oder übertriebene SPAM-Marketingaktionen vieler Firmen tragen seiner Meinung nach gerade in Deutschland bestimmt nicht zur Akzeptanz bei. Das CeBIT-Blog unterhält sich mit […]

    Antwort

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