Zwei sehr griffige Artikel in der Süddeutschen und Der Welt zum Thema Zukunft, Fortschritt, Deutschland und „German Angst“. Wir sollen nicht zukunftsgläubig und naiv werden. „German In-Frage-Stellen“ ist durchaus nützlich, aber wir sollten wieder gestalten und nicht nur jammern. Das Glas ist halb voll, nicht halb leer:

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Deutschland, einst tatsächlich eines der modernsten und findigsten Länder der Welt, lässt sich schon seit Jahren als überalterter und saturierter, ja querulatorischer Hort der Fortschrittsfeindlichkeit und Zukunftsverweigerung beschreiben. …

Stattdessen sind wir eine überversicherte, risikoaverse Verweigerungsgesellschaft. …

Wir leben in einer Ära, in der alles zum Museum werden soll – und der Mut zum Neuen fehlt

via Deutschlands Innovationsangst – Wir Neobiedermeier – Wirtschaft – Süddeutsche.de.

Und mein ehemaliger Kollege Gunter „Wild“ Dueck legt einen drauf:

Die Computer sind uns auf den Fersen. Unsere Arbeit wird sich radikal ändern. Es geht uns allen an den Kragen: Und das ist gut so

Die Computer, das Internet und zentrale Cloud-Intelligenzen teilen uns in zwei Klassen: Es gibt Menschen, die nach Bildschirminstruktionen arbeiten, und andere, die den Computern die Instruktionen geben. …

Was geschieht da? Kurz gesagt: Jeder Beruf verliert einen Teil seiner Arbeit an das Internet. …

Schwarz-weiß überspitzt: Es öffnet sich die Schere zwischen den Menschen, die das Schwierige beherrschen, was Computer, Navis und Apps (noch) nicht leisten – und zwischen den Menschen, die am Schwierigen scheitern und deshalb die Arbeit mit Computern verrichten, die ihnen Instruktionen erteilen. Die Ersteren werden gut bezahlt, die anderen müssen Lohndumping befürchten. …

Mittelalter – Aufklärung – Empowerment: Es geht weiter aufwärts! Warum freuen Sie sich nicht alle? Warum zucken Sie jetzt noch stärker als bei der Forderung nach „Lebenslangem Lernen“ (= neue Instruktionen vom Computer bekommen)? Empowerment ist wunderbar!

via Shift happens – Nachrichten Print – DIE WELT – Debatte – DIE WELT.

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Wieder mal ein typischer Dueck, aber er bringt vieles auf den Punkt. Den Kopf in den Sand stecken bringt uns nichts. Wir müssen (sozial verträglich) gestalten. Und wir dürfen nicht ausschließlich negativ denken und verweigern. Wir müssen wieder anpacken und gestalten, nicht verweigern. Der einstmals legendäre deutsche Ingenieursgeist ist gefragt. Schafft das diese träge deutsche Wohlstandsgesellschaft?

Kein Atempause. Geschichte wird gemacht. Es geht voran.

Ob wir es wollen oder nicht.

Es liegt an uns, es so gestalten, dass es erträglich und sozial ist.

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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