„Statt auf die Potenziale ihrer Mitarbeiter zu setzen, verstecken sich die Excel-Führungskräfte hinter Berichtsorgien und Kennzahlen-Management.

Eine Organisation im Optimierungswahn über bürokratische Prozesse fördert die kollektive Dummheit in Unternehmen. Exzellenz, Aufbruchstimmung und visionäres Denken lässt sich nicht verwalten “oder in Listen und Tabellen organisieren – und schon gar nicht aus Vergangenheitsdaten extrahieren”, moniert Dueck. Bestleistungen erzeugt man nicht mit Kontrollen, sondern mit Freude und Leidenschaft.

… Die Excel-Tabelle von heute bildet das Geschehen von gestern ab. Auf der Strecke bleibt die Gegenwart. In einer Excel-Ökonomie aus Ängsten, Planungsillusionen und sinnlosen Kontrollschleifen gedeiht weder Vertrauen noch wirtschaftliche Prosperität.“

via Digitale Bräsigkeit und veraltete Management-Methoden – Über die kollektive Dummheit in deutschen Unternehmen | Ich sag mal.

Gunnar Sohn und mein ebenso geschätzter, ehemaliger Kollege Gunter Dueck sprechen bzw. schreiben mir aus der Seele. Natürlich ist die Problematik vielfältiger und nicht nur auf Deutschland begrenzt. Der Druck, jedes Quartal gute Ergebnisse zu liefern, führt ebenso zu Dauerdruck und irrsinnig rabattierten Geschäftsabschlüssen: „This Quarter is the most important one in the history of the company.“

Ein Middle Management, das oft seine Besitzstände mit allen Mitteln verteidigen will, oder eine Controlling/Finanzabteilung, die an der einen Stelle Sparkurs verordnet, auf der andere Seite Genehmigungen wider besseren Menschenverstands so verzögert, dass statt Kosteneinsparungen höhere Ausgaben verursacht werden, tragen zum Elend bei. Durch solche Verhaltensweisen und Machtgelüste werden wohlgemeinte Reforminitiativen schnell torpediert.

Von der Demotivation logisch denkender Mitarbeiter, die dem Unternehmen eigentlich zugetan sind, will ich nicht anfangen. Selbstbestimmung und eigenverantwortliches Verhalten werden in der Regel nicht gefördert. Stattdessen werden Kontroll- und Machterhaltungsprozesse implementiert, ja sogar ausgeweitet. Ein Schelm, wer böses dabei denkt … Wirkliche Reformen und eine Transformation gehen anders.

Und unbedingt den ganzen Beitrag von Gunnar lesen!

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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