Ich habe in meiner Unizeit sehr intensiv am Thema „Entstehung der modernen Öffentlichkeit im 19. Jahrhundert“ gearbeitet, habe lange Jahre als Journalist von der Lokalzeitung bis zur Neue Medien-Redaktion der FAZ gejobbt, während meines beruflichen Engagements in der IT-Branche immer geschrieben und vor nun geraumer Zeit meine Blogs mit beruflichen und privaten Themen gestartet.

Ich habe die Perspektive von der Entstehung moderner (gedruckter) Presse über die Manipulation und Gleichschaltung der Presse im 3. Reich, die Goebbel’sche Lügenpropaganda hin zur BILD-enden Medienlandschaft in der damaligen Bundesrepublik. Schon immer wurde das Ende unserer Kultur beschworen, beim Aufkommen des Radios ebenso wie im TV-Zeitalter. Oder um es mit Nina Hagen zu sagen: Ich glotz TV!

Nun sind wir im Zeitalter der sozialen Medien angekommen und erleben die sagenhaften Vorzüge wie auch die Gefahren. Dieser Kommentar von Reinhard Müller stellt viele Dinge richtig. Hier einige wichtige Kernaussagen, die wir gerade angesichts der Hasstiraden der Radikalen jeglicher Couleur und der unsäglichen Aussage von der „Lügenpresse“ nicht vergessen sollten:

 Wer meint, in Deutschland herrsche eine Meinungsdiktatur, der hat nicht nur die deutsche Vergangenheit verdrängt – ein Blick in andere westliche Demokratien genügt, um zu erkennen, wie viel die Freiheit des Wortes hierzulande gilt. …

… eigentlich sind die Voraussetzungen für die Meinungsfreiheit auf der ganzen Welt bestens, und zwar wegen des weltweiten Netzes. Das Internet stellt einen enormen Freiheitsgewinn dar: Jeder kann an fast jede Information gelangen und diese weiterverbreiten. Und jeder kann seine Ansichten auch grundsätzlich ungestört in alle Welt senden. Daraus folgern manche schon, dass jeder sein eigener Journalist sein könne. Die Pressefreiheit wird damit zu einem Grundrecht für jedermann.

Alles ist möglich. Folge und Preis dieser Freiheit ist die Enthemmung im Netz. Es ist aber keine Verletzung der Meinungsfreiheit oder gar eine Zensur, wenn gegen Hetze und Aufrufe zur Gewalt im Internet vorgegangen wird. …

Meinungen sind geschützt, auch wenn sie als dumm und gefährlich eingeschätzt werden. …

Woher kommt es dann, dass viele Bürger gleichwohl meinen, sie dürften nicht sagen, was sie wollten? …  Einfach den Mund aufmachen. Selbstauferlegte Sprechverbote kann man nur selbst beheben. Jede Unterdrückung der Meinungsfreiheit ist bloßzustellen. Konformismus und Ängstlichkeit gerade bei Medienleuten und Wissenschaftlern sind Zeichen der Krise einer freien Gesellschaft.

Source: Kommentar von Reinhard Müller zur Meinungsfreiheit

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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