Einige Kernaussagen von Lars M. Heitmüller, Director und Leiter External Relations bei der fischerAppelt AG, in seinem Beitrag zum digitalen Standort Deutschland:

Es ist augenscheinlich, dass „die Digitalisierung“ in der deutschen Öffentlichkeit meist kritisch bis negativ diskutiert wird.

Studien zeigen, dass die Digitalisierung in Deutschland in den nächsten Jahren Jobs schaffen wird (BITKOM 2014). Dennoch stehen die Deutschen der Digitalisierung skeptisch gegenüber.  Studien zeigen weiter, dass viele Deutsche schlechte Internetkenntnisse besitzen: Nur jeder Dritte verfügt über gutes oder mittelmäßiges Wissen – damit liegen wir laut BITKOM im europäischen Vergleich auf Platz 27 hinter Portugal, Griechenland und Polen.

Zusammenfassend könnte man sagen: Wir sehen etwas überwiegend skeptisch, dessen Chancen und konkrete Mehrwerte viele von uns bisher zu wenig kennen.

… Viele von uns haben sich längst eingerichtet in Neuland – denn „Zuhause wird zu dem Ort, an dem man das WiFi-Passwort hat.“ Sind wir plötzlich offline, ist die Wolke digitaler Möglichkeiten verschwunden. Uns wird bewusst: Das Netz wird zum Grundbedürfnis, manche meinen gar zum Menschenrecht.

… Die Digitalisierung ermöglicht ganz neue Geschäftsmodelle für die Nutzung von Autos, Taxen, Wohnungen. Effekt dieser disruptiven Innovationen ist, dass sie die bisherigen Geschäftsmodelle vieler Branchen grundlegend infrage stellen und diese zur Selbsterneuerung drängen. … Ein nationalstaatlicher Protektionismus kann aber keine wirksame Antwort auf digital induzierte Innovationen sein.

… Das kulturell und historisch bedingte große Sicherheitsbedürfnis in Deutschland wäre eine exzellente Grundlage für einen Leitmarkt im Bereich IT-Sicherheit

… Es wird immer deutlicher sichtbar, dass es neben dem reinen „Wissen“ um Einstellungs- und Wertefragen geht. Damit aus den technischen Möglichkeiten „Digitale Mehrwerte“ für Unternehmen und ihre Kunden entstehen, braucht es Reflexion, Empathie und Überblick, um die immer verschachtelteren Zusammenhänge zu sehen, zu verstehen und in einen nachhaltigen Nutzen zu verwandeln. Dies setzt jedoch die generelle Offenheit voraus, die neuen Chancen zu verstehen und zu nutzen, bevor man sie grundsätzlich kritisiert oder ablehnt.

Source: Deutschland als digitaler Standort

Den meisten Aussagen stimme ich zu, alleine fehlt mir das Vertrauen in die Gestaltungs- und Handlungsfähigkeit und auch den Willen insbesondere der Politik, aber auch vieler Wirtschaftsvertreter. Wohlfeile Sonntagsreden auf einer CeBIT oder einem IT Gipfel helfen nicht weiter. Digitale Transformation wird nicht verwaltet. Sie geschieht rasant. Mit oder ohne Deutschland.

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s