Da hat er ganz schön einen rausgehauen, der Axel Oppermann:

Rolle, Bedeutung und Relevanz der Arbeit – aus der individuellen Sicht von Otto Normalarbeiter

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich mit minimalen Ausnahmen keinen, der in einem abhängigen Arbeitsverhältnis ist und der in seinem Arbeitsleben die Erfüllung sieht, der das Arbeitsleben in den Mittelpunkt stellt. Auch nicht bei denen, die in einem Konzern auf dem Karrierepfad sind und durch Hauen und Stechen, Treten und Beißen (ja, so läuft das!) ins gehobene Mittelmanagement wollen, wo sie ganz so nebenbei in einigen Jahren von Algorithmen überflüssig gemacht werden.

Die einen arbeiten, um zu überleben, haben zwei oder mehr Jobs, sind Zeitarbeiter, leben mehr oder weniger von der Hand in den Mund oder arbeiten, um den verzogenen Kindern irgendeinen Wunsch zu erfüllen. Die anderen, die in einem regulierten Arbeitsumfeld leben, wo IG Metall & Co. abartig gute Arbeitsbedingungen etabliert haben, arbeiten für ihre Wünsche und überwiegend für ihre Freizeit. Keiner, wirklich keiner von denen in ihren quasi-saturierten Lebenswelten wäre bereit, für 50 Prozent mehr Geld 20 Prozent mehr zu arbeiten. Sie wären jedoch bereit, für 10 Prozent weniger Geld 20 Prozent weniger zu arbeiten. Was beiden Gruppen gleich ist, ist das Ziel, die Arbeit zu erledigen – get shit done.

Source: #isso: Get shit done – Ein Artikel von Axel Oppermann auf Denkhandwerker

Unbedingt den ganzen Beitrag lesen. Ich habe dann auch gleich mal kommentiert:

Lieber Axel,

viele wahre Worte. Für viele ist ein Job halt ein Job. Und ja, die Toolfrage ist sekundär. Leider scheint es so zu sein, dass es derzeit oft mehr darum geht mit immer weniger Leuten immer mehr zu jeder Zeit an jedem Ort erledigt zu bekommen. Und das nur zu oft sinnentleert. Es geht um das Funktionieren im Job jenseits der Sinnfrage. Engagierte Mitarbeiter werden oft gar nicht gewollt. Sie stören. Und welche Rolle mancher Middle Manager dabei spielt, will ich besser nicht …

Da stellt sich die Frage, ob denn Arbeit (und wenn auch nur ein bißchen) Spaß machen kann – und sollte. Ja, manche Arbeit ist nur stupide und blöd. Und ja, für viele ist der Job nur der Job. Aber kann man den nicht etwas erträglicher gestalten? Durch ein menschliche Führung und durch eine gute Teamatmosphäre. Und nein, ich fange jetzt nicht mit den berühmten Gallup-Studien an, dass die Mitarbeiter doch so viel produktiver wären, wenn sie abgeholt würden. Nein, ich rede nicht von der berühmten Selbstverwirklichung in der eigenen Arbeit – die wenigen Glücklichen.

Vielleicht reicht es ja einfach vom #GetShitDone zu #GetWorkDone zu kommen, Arbeit erträglicher zu machen, vielleicht sogar ab und an gemeinsam zu lachen.
Ich mein nur so.

Ganz @DigitalNaiv.

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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