Ein bemerkenswerter Artikel, den Tobias Kollmann, Professor für BWL und Wirtschafts-Informatik an der Universität Duisburg-Essen, im Manager Magazin veröffentlicht hat mit knackigen Aussagen, warum wir nur auf Platz 17 des Rankings der Schweizer Wirtschaftshochschule IMD zur digitalen Wettbewerbsstärke liegen:

Digitalisierung ist leider nicht einfach nur ein „technischer Knopf“ in einem EDV- oder IT-System, der einfach gedrückt werden kann. Benötigt wird ein „evolutionärer Kopf“, der das digitale Wissen rund um die neuen elektronischen Geschäftsmodelle und -prozesse hat. Und diese digitalen Köpfe sind Mangelware.

Digitalisierung light statt Revolution 4.0

Was bleibt, ist eine digitale Unsicherheit bei den handelnden Akteuren. Und Unsicherheit führt zu einem Online-Herdentrieb statt Digital Leadership, zu Imitation statt Innovation, zu Industrie 4.0 statt Revolution 4.0. Und so wird weiterhin zaghaft nach ersten digitalen Projekten gesucht, welche die generellen Routinen eines Unternehmens zwar beschleunigen, aber nicht elementar umkrempeln. Eine „Digitalisierung light“ mit bestenfalls inkrementellen Verbesserungen statt disruptiven Veränderungen steht auf dem Managementplan.

Doch wo Erfahrungswissen nicht mehr funktioniert, die Geschwindigkeit der Digitalisierung einem keine Zeit lässt und man eher eine Erkundung statt einer Erhaltung braucht, da scheitert es an einem einfachen Aspekt: Wissen, wie es geht!

Niemand hat uns auf die digitale Revolution vorbereitet. Weder die Schulen oder Hochschulen, noch die berufliche Weiterbildung. Wir wissen einfach nicht, was es bedeutet, einen elektronischen Mehrwert im Netz aufzubauen, für den der Kunde bereit wäre etwas zu bezahlen

über Warum Deutschland bei der Digitalisierung hinten liegt – manager magazin

Sein Plädoyer: Ein Grundverständnis für die anstehenden digitalen Veränderungen schaffen und den inneren digitalen Schweinehund besiegen!

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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