Ein aus meiner Sicht interessanter Beitrag von James L. McQuivey, Vice President, Principal Analyst bei Forrester, der seit einiger Zeit als Entwurf in meinem Blog schlummert. Zeit mal, diese Aussagen über das Ende der traditionellen digitalen Werbung zu publizieren. Warum naht dieses Ende? Die Konsumenten haben die ständigen Unterbrechungen satt:

It’s less about the mechanics of advertising and more about a shift consumers are about to go through. Put simply, the end of advertising is coming because interruptions are coming to an end. As I say in the report:

Consumers have options for getting what they want without interruptions. Interruptions have worked for a while now and still do in the digital age. Google made $79.4 billion last year by interrupting search results; Facebook made $26.9 billion in ad revenue by interrupting social interactions. But interruption only works if consumers spend time doing interruptible things on interruption-friendly devices. Once they can get what they want without leaving themselves open to interruptions — whether through voice interfaces or AI-driven background services — they will feel even more hostile to ad interruptions than they claim to today. …

… People love to hate advertising, they always have and always will. …

Source: The End of Advertising, The Beginning of Relationships | Forrester Blogs

Und neue Werkzeuge wie Alexa werden die klassische Google-Suche – Google begleitet uns ja ständig diese Woche – überflüssig machen. (Und diejenigen, die wieder Angst um die Zukunft dieses armen Konzerns haben: Google hat ja sein Pendant zu Amazon Echo und Alexa, Google Home und Assistant)

Interruptions are coming to an end. The report goes into much more detail, but you don’t need to think hard to envision a world in which Alexa answers most of the questions you search Google for today. Or a world just a few years beyond that where your persistent personal assistant (PPA) scrapes all the best bits from your Facebook feed and reads/shows it to you stripped of unnecessary things …

Source: The End of Advertising, The Beginning of Relationships | Forrester Blogs

Forrester rät dazu, diese neuen Möglichkeiten zu adaptieren, Chatbots zu implementieren und die Konversation mit den Kunden zu pflegen, um so Beziehungen aufzubauen und genau durch diese Beziehungen die Kunden zu binden.

… Marketers can fight this, publishers can fight this, but it will happen. The question remaining is what role will marketers play in that hypermediated world. Marketers should take 2017 as a two-for-one opportunity and choose to invest in building deeper relationships with their customers. …

… Those relationship technologies will include many of the things my smart colleagues are covering at Forrester like business intelligence (BI) solutions; cloud infrastructure to reduce cost and be more agile; marketing tech that offers a real-time, single view of the customer; customer experience processes; and specifically useful to the next wave of relationships, artificial intelligence that will drive a conversational relationship with your customer. That intelligent conversational relationship with the customer can begin now in chatbots on websites, in chat interfaces on mobile apps, in Alexa voice skills. The tech will make conversations more satisfying to customers …

Source: The End of Advertising, The Beginning of Relationships | Forrester Blogs

Das Geld für die notwendigen Investitionen soll, so die Empfehlung von Forrester, dadurch kommen, dass die Milliarden Dollars, die bisher in klassisches Digital Display Advertising ausgegeben werden, stattdessen in den Aufbau der Kundenbeziehungen gesteckt werden.

Ich habe mich ja in den beiden vorhergehenden Beiträgen mit Google beschäftigt, die zum Thema passen: Google’s Werbeeinnahmen könnten durch die durch künstliche Intelligenz gefährdet werden und auf der anderen Seite scheint Google zu versuchen, die Anwender mehr und mehr auf seiner Suchseite zu halten und den eigenen Knowledge Graphen immer weiter auszubauen. Klar scheint zu sein, dass insbesondere durch neue Sprachassistenten neue Arten der Suche entstehen, in denen eben nicht mehr klassische Onlinewerbung ausgespielt werden kann. Wer weiß aber, ob und wie Fragen an Google Home via Google Assistant irgendwann einmal „abgerechnet“ werden?

 

Veröffentlicht von Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

One Comment

  1. „… Chatbots zu implementieren und die Konversation mit den Kunden zu pflegen, um so Beziehungen aufzubauen …“: da hat höchstens der Chatbot eine Beziehung zum Kunden, evtl noch der Projektmanager der Softwareagentur, die den Bot eingerichtet hat. Meine These: die Bots sind werden sich nicht durchsetzen, allerdings den Weg aufzeigen, wo der Weg von Werbung udn „Kommunikation mit dem Kunden“ hinführt. In Bezug auf den Komfort kann das aus Kundensicht ja auch ganz angenehm sein.

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